Neues Syrien nur ohne Assad

Der Ton wird rauer: UNO-Friedensvermittler Lakhdar Brahimi sieht keinerlei Zukunft für Assad. Ein echter Wandel sei in Syrien mit dem Diktator nicht möglich. Assad selbst äusserte sich zu den jüngsten Aussagen bisher nicht.

Der Sondergesandte Lakhdar Brahimi ist deutlicher als bislang von Syriens Präsident Baschar al-Assad abgerückt. Assad werde nicht Teil einer Übergangsregierung für Syrien sein, sagte Brahimi in Kairo.

Er nannte die Rede Assads vor wenigen Tagen kompromisslos und ausgrenzend. Allerdings nahm er seine Äusserungen, Assads Rede sei sektiererisch, zurück.

Es habe sich um einen verbalen Ausrutscher gehandelt, für den er sich entschuldige, sagte Brahimi. Er betonte zugleich, der Genfer Friedensplan sei der einzige Weg für das vom Bürgerkrieg zerrissene Land.

Rebellen begrüssen Brahimis Worte

Eine «militärische Lösung» gebe es nicht, betonte der Diplomat. Brahimi hatte zuvor in einem BBC-Interview erklärt, Assad solle dem Wunsch des Volkes nach einem Wechsel nachkommen.

Assad schliesst Zugeständnisse aus

3:14 min, aus Echo der Zeit vom 06.01.2013

«In Syrien sagen die Menschen, dass es zu lang ist, wenn eine Familie seit 40 Jahren herrscht», sagte er. «Daher muss es einen wirklichen Wandel geben.» Die Opposition in Syrien begrüsste Brahimis Äusserungen als lange erwartete Kritik.

Brahimi hatte sich in der Vergangenheit vorsichtig gezeigt und war stets bemüht, sich über Assads Zukunft nicht festzulegen. Damit hatte er die Kritik der Rebellen auf sich gezogen.