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Parlamentswahlen im Kosovo Nach vorläufigen Ergebnissen gewinnt Albin Kurti die Wahl

  • Bei der Parlamentswahl im Kosovo zeichnet sich ein Sieg der Regierungspartei Vetevendosje von Ministerpräsident Albin Kurti ab.
  • Nach Auszählung von 97,2 Prozent aller Wahllokale kam die linke Partei auf 43,1 Prozent der Stimmen, wie die staatliche Wahlkommission in der Hauptstadt Pristina mitteilte.
  • Im vorläufigen Ergebnis vom Sonntag sind die Stimmen der kosovarischen Auslandswähler nicht enthalten.
  • Es ist aber fraglich, dass die anhaltende politische Krise in dem Balkanland nun endet.

Auf den weiteren Plätzen bei der Wahl folgen den offiziellen Zahlen zufolge die Demokratische Partei des Kosovo mit 21,2 Prozent, die Demokratische Liga des Kosovo mit 17,7 Prozent und die Allianz für die Zukunft mit 7,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung sank nach Angaben der Wahlkommission auf 36 Prozent, nach 45 Prozent im Dezember.

Die Partei Vetevendosje wäre weiter auf Koalitionspartner angewiesen, um eine neue Regierung zu bilden. Zudem ist ein Kompromiss mit der Opposition nötig, um die für die Wahl eines neuen Präsidenten erforderliche Zweidrittelmehrheit zu sichern.

Neuwahlen nach Streit um das Staatspräsidium

Es war die dritte Parlamentswahl in dem Land binnen 18 Monaten. Bei der vergangenen Abstimmung im Dezember hatte Vetevendosje gut 51 Prozent der Stimmen erhalten, nach 42 Prozent im Februar 2025. Im April wurde das Parlament jedoch aufgelöst, nachdem sich die Parteien nicht auf einen Kandidaten für das weitgehend repräsentative Amt des Präsidenten einigen konnten.

Albin Kurti spricht in ein Mikrofon, umgeben von Menschen, die ihn beobachten.
Legende: Ministerpräsident Albin Kurti gewinnt nach vorläufigen Ergebnissen die vorgezogene Parlamentswahl im Kosovo. REUTERS / Ognen Teofilovski

Das jüngste und eines der ärmsten Länder Europas strebt einen Beitritt zur Europäischen Union an, verfügt jedoch seit fast einem Jahr über keine voll handlungsfähige Regierung. Die EU hat die Politiker im Kosovo, das 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärte, wiederholt aufgefordert, stabile Institutionen zu schaffen. Dadurch sollen die für eine Mitgliedschaft notwendigen Reformen umgesetzt werden. Die ständigen Neuwahlen haben diese Reformen sowie die Auszahlung von EU-Fördermitteln verzögert.

SRF 4 News, 7.6.2026, 21:30 Uhr ; 

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