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US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden spricht am Partei-Konvent der Demokraten.
Aus Tagesschau vom 21.08.2020.
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Parteikonvent der Demokraten Biden: «Trump hat Amerika nicht beschützt»

  • Joe Biden hat die Nominierung der US-Demokraten als Präsidentschaftskandidat angenommen.
  • Er werde Präsident aller Amerikaner sein, nicht nur jener, die ihn wählen, versprach Biden bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Delaware.
  • Der Parteitag der Demokraten fand wegen der Corona-Pandemie weitgehend virtuell statt.
  • Biden zieht mit der 55-jährigen Senatorin Kamala Harris in die Wahl.

Der 77-jährige Biden versprach am Donnerstagabend (Ortszeit), das Land nach vier Jahren Trump zu vereinen, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen und Millionen Jobs zu schaffen.

Zudem versprach Biden, der unter Präsident Barack Obama Vize-Präsident war, eine Antwort auf die «rassistische Ungerechtigkeit» zu geben und entschieden gegen die Klimakrise zu handeln.

Auszug aus der Biden-Rede (engl.)

In seiner Nominierungsrede warf der demokratische Präsidentschaftskandidat Amtsinhaber Donald Trump unverzeihliche Versäumnisse in der Corona-Pandemie vor. «Unser derzeitiger Präsident hat in seiner grundlegendsten Pflicht gegenüber der Nation versagt. Er hat uns nicht beschützt. Er hat Amerika nicht beschützt», sagte Biden in Wilmington (Delaware). «Das ist unverzeihlich.»

Biden setzt Schwerpunkte für seine Amtszeit

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Während seiner Nominierungsrede liess der demokratische Präsidentschaftskandidat verschiedene Schwerpunkte seiner Amtszeit durchblicken:

  • Schon «am ersten Tag» will er einen Plan zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie vorstellen.
  • Dafür soll es Biden zufolge auch eine landesweite Pflicht geben, Masken über Mund und Nase zu Tragen, um Infektionen zu verhindern.
  • Ohne die Eindämmung des Virus könne sich auch die Wirtschaft nicht wieder erholen, betonte Biden. Das habe Trump immer noch nicht verstanden, kritisierte er.
  • Biden versprach, die Wirtschaft wieder anzukurbeln und dabei Millionen neue Jobs zu schaffen.
  • «Wir werden und können» uns der «existenziellen Bedrohung» des Klimawandels stellen, versprach Biden.
  • Nötige Investitionen könnten finanziert werden, indem die von Trump durchgesetzten Steuersenkungen für Vermögende rückgängig gemacht würden, sagte Biden.
  • Er versprach, den Gesundheitssektor zu stärken und das Sozialversicherungssystem zu stärken.
  • Biden will sich infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz im Mai mit Nachdruck für das Ausmerzen des «systematischen Rassismus» in den USA einsetzen.

Als Präsident werde er den Amerikanern ein Versprechen geben: «Ich werde Amerika beschützen, ich werde uns gegen jede Attacke – sichtbar oder unsichtbar – verteidigen, immer, ohne Ausnahme, jedes Mal.»

Nur Worte, meint Donald Trump

Biden: Trump noch immer ohne Corona-Plan

Biden beklagte zudem die mehr als 170'000 Toten in der Corona-Pandemie und warf Trump vor, noch immer keinen Plan zu haben, wie er die Krise in den Griff bekommen wolle.

Der Republikaner habe bis heute nicht verstanden, dass sich die Wirtschaft nicht erholen werde und die Schulen nicht wieder sicher geöffnet werden könnten, solange er sich nicht mit dem Virus befasse.

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Schulterschluss mit Alliierten (engl.)
Aus News-Clip vom 21.08.2020.
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Biden versprach, sich bei einem Wahlsieg am 3. November als Präsident für das Wohl aller Amerikaner einzusetzen.

Biden: Wahl zwischen Wut und Hoffnung

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«Amerika steht an einer Wegscheide: Eine Zeit wirklicher Gefahr, aber ausserordentlicher Möglichkeiten. Wir können den Weg wählen, wütender, weniger hoffnungsvoll und noch gespaltener zu werden. Ein Weg des Schattens und der Misstrauens. Oder wir können einen anderen Weg wählen und zusammen die Chance wahrnehmen, neu zu beginnen, zu einen. Ein Weg der Hoffnung und des Lichtes. Diese Wahl wird Leben verändern und Amerikas Zukunft für eine sehr lange Zeit bestimmen.»

«Auf der Seite des Lichts, nicht der Finsternis»

Biden versprach in seiner Nominierungsrede, die Amerikaner im Falle eines Wahlsiegs wieder zu einen. «Hier und heute gebe ich Ihnen mein Wort: Wenn Sie mir die Präsidentschaft anvertrauen, werde ich das Beste aus uns allen herausholen, nicht das Schlechteste», sagte der 77-Jährige.

Er «werde auf der Seite des Lichts stehen, nicht auf der der Finsternis», und als Präsident werde er alle Amerikaner vertreten und genauso hart arbeiten zum Wohle derjenigen, die ihn nicht unterstützten.

Abschluss des Parteitags

Die Nominierungsrede Bidens bildete den Abschluss des viertägigen Parteitags der Demokraten, der wegen der Corona-Pandemie online abgehalten wurde.

Zuvor hatte sich unter anderem Ex-Präsident Barack Obama für seinen langjährigen Vize eingesetzt. Biden geht mit der kalifornischen Senatorin Kamala Harris als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft.

Heute Morgen vom 21.08.2020, 06:00 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Soltermann  (ps)
    Es muss sich auch noch zeigen, ob die USA mit DT noch so Etwas wie eine Demokratie ist. Wird er bei einer Wahlniederlage den nun auf ihn zugeschnittenen Sessel raeumen? Holt er sich Hilfe bei seinem gleichgearteten Strippenzieher aus Nahost?
  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    «Trump hat Amerika nicht beschützt». Und Biden will das jetzt nachholen. Glaubt ihm keiner. Wenn er so weitermacht schlägt er sich selber. Eines hat Trump aber: Er hat die Welt aus der Kuscheloase der Diplomatie herausgeholt: China entzaubert, Kim Jong Un zum Lausbuben degradiert (da hört man praktisch nichts mehr), die Europäer aufgescheucht (sorgt endlich selber für Eure Sicherheit), die Verlogenheit des Iran transparent gemacht, Plan für einen Palästinenserstaat usw. Biden sieht da blass aus.
  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    «Hier und heute gebe ich Ihnen mein Wort: Wenn Sie mir die Präsidentschaft anvertrauen, werde ich das Beste aus uns allen herausholen, nicht das Schlechteste» Sekten und Gurus versprechen auch viel, doch was ist der Preis? Klingt eher nach Bauernfängerei, was Biden hier vom Prompter abliest. Und, warum wählt Biden (oder das DNC?) Kamala Harris als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, wo sie doch bereits in den Vorwahlen kläglich gescheitert ist? (...)