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US-Demokraten nehmen an ihrem Parteitag kein Blatt vor den Mund
Aus Tagesschau vom 18.08.2020.
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Parteitag der US-Demokraten Michelle Obama: «Trump ist der falsche Präsident für unser Land»

  • Die US-Demokraten haben zum Auftakt ihres Parteitags vor verheerenden Folgen im Fall einer Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump gewarnt.
  • Beim vier Tage dauernden Anlass küren die Demokraten Joe Biden heute Dienstag zu ihrem Präsidentschaftskandidaten.
  • Traditionell sind die Parteitage Mega-Events im US-Wahlkampf und sollen den Enthusiasmus für die Kandidaten anheizen – wegen der Corona-Pandemie erfolgt die Veranstaltung grösstenteils virtuell.

«Bei dieser Wahl geht es um den Erhalt unserer Demokratie», sagte der linke Senator Bernie Sanders am Montagabend in seiner Parteitagsrede in Burlington. «Wir müssen zusammenkommen, Donald Trump besiegen und Joe Biden und Kamala Harris zu unserem nächsten Präsidenten und unserer nächsten Vizepräsidentin machen.»

«Zutiefst anständiger Mann»

Die frühere First Lady Michelle Obama sagte: «Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land.» Er habe mehr als genug Zeit gehabt zu beweisen, dass er der Aufgabe gewachsen sei, aber er sei eindeutig überfordert. Sie lobte Biden als «zutiefst anständigen Mann». «Er hört zu. Er wird die Wahrheit sagen und der Wissenschaft vertrauen.»

Biden, der unter Ex-Präsident Barack Obama Vizepräsident war, habe in dem Amt einen «fantastischen» Job gemacht, sagte Obama. «Er weiss, was es braucht, um eine Wirtschaft zu retten, eine Pandemie zurückzuschlagen und unser Land zu führen.»

Aufgezogen war das zweistündige Abendprogramm wie eine TV-Show, durch die die Schauspielerin Eva Longoria Bastón führte. Von Auftritten mehrerer Republikaner erhoffen sich die Demokraten, auch andere Anhänger von Trumps Partei auf ihre Seite zu ziehen. Auch die Republikaner haben ihre Planungen für den Parteitag kommende Woche umgeworfen, das Programm ist aber noch weitgehend unklar.

Trump tritt in Swing States auf

Umfragen sehen Biden derzeit in Führung, allerdings haben diese wegen des komplizierten Wahlsystems in den USA nur begrenzte Aussagekraft. Trump war unmittelbar vor dem offiziellen Start des Parteitags am Montag dreimal vor Anhängern aufgetreten – zweimal in Minnesota und einmal in Wisconsin.

Für die nächsten Tage sind weitere Auftritte geplant, ebenfalls in sogenannten Swing States, die bei der Wahl besonders umkämpft sind.

Vorwürfe wegen Trumps Umgang mit Covid-19

Obwohl das Kandidatenteam um Joe Biden und Kamala Harris beim Parteitag im Fokus steht, ist auch das Coronavirus ein Thema, an dem es kein Vorbeikommen gibt. Mit einer emotionalen Ansprache hat die Tochter eines verstorbenen Covid-19-Opfers schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben, deren Vater am Coronavirus verstorben ist.

«Seine einzige Vorerkrankung war, dass er Donald Trump vertraut hat, und dafür hat er mit seinem Leben bezahlt», sagte Kristin Urquiza. Eine der letzten Dinge, die ihr Vater ihr gesagt habe, sei gewesen, dass er sich von Trump betrogen fühle.

Wann spricht Biden?

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Nach der Nominierung Bidens am zweiten Tag der «Convention» steht am Mittwoch eine Rede von Ex-Präsident Obama auf dem Programm. Zudem soll sich Bidens Vize-Kandidatin, die Senatorin Kamala Harris, in Wilmington (Delaware) äussern. Dort ist Biden zu Hause. Er soll dort am Donnerstag, dem letzten Abend des Parteitags, seine Nominierungsrede halten.

SRF 4 News, 18. August 2020, 05:00 Uhr;

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137 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Schade, dass nicht Michelle Obama als Präsidentin kandidiert. Das wäre ein gutes Team Obama-Harris mit einer viel menschlicheren-sozialeren Art zu regieren als DT&Co. Ein afroamerikanisches Frauenteam wäre eine Erfrischung gegenüber der zu Selbstgerechtigkeit neigenden Männer-Trumpfraktion. Der Diskriminierung Schwarzer würde wohl auch und vielleicht energisch-gewaltlos entgegengewirkt nach Jahrhunderte langer Zweitklasse -Behandlung Schwarzer - ein wohltuender Kontrast zum jetzigen DT-Team.
  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Nun freue ich mich auf ähnlich positive Berichte zum Parteitag der Republikaner in einer Woche.
    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Sie wissen ja gar nicht wie es wird, wieso erwarten Sie so voreingenommen positive Berichte? Ihr Urteil ist schon gefällt ohne irgendwelcher Datenlage, scheint ein Trend zu sein.
    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Reto Blatter. Wenn alle in das gleiche Horn blasen wie Trump, dann sicher!
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      ... was haben die Republikaner sozial Positives vorzuweisen? Das braucht wohl kaum Platz auf einem Blatt Papier :)
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Es kommen nur Kandidaten mit Millonenvermögen, mit "Ellbogentaktik" und über Beziehungen in eine Position, in der er/ sie sich als US-Präsident bewerben kann. Ob das die besten Leute sind, wage ich zu bezweifeln. Trumps Launen kennt man zur Genüge - Bidens korrupte Vergangenheit in der Ukraine etwas weniger. Für mich ist es schleierhaft, dass einer wie Biden so breite Unterstützung finden kann.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Frau Mitulla, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Dass fast ausschliesslich nur Reiche bis sehr Reiche die Regierung bilden, ist sehr stossend. Geld regiert die Welt wider Arme, Hungernde. Ich hätte gern „einfache“ Leute an der Regierungsspitze mit nicht mehr als mittelständischem Einkommen und Vermögen ohne diese abstossenden Werbekampagnen, wo viel geschwindelt und manipuliert wird. Das möge eigentlich für alle Regierungen gelten. Eine Oben-nach-Unten-Finanzierung für mehr Gerechtigkeit.