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Der peruanische Ex-Guerillachef Abimael Guzmán ist tot
Aus Echo der Zeit vom 12.09.2021.
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Peruanischer Ex-Guerilla Abimael Guzmán stirbt mit 86 Jahren im Gefängnis

  • Der ehemalige Anführer der peruanischen Guerillaorganisation «Sendero Luminoso» (Leuchtender Pfad) ist tot.
  • Abimael Guzmán sei im Alter von 86 Jahren im Hochsicherheitsgefängnis auf dem Marinestützpunkt Callao gestorben, teilte die Gefängnisverwaltung mit.
  • Der Gesundheitszustand des früheren Rebellenführers hatte sich in den vergangenen Monaten immer weiter verschlechtert.
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Aus dem Archiv: 1980 nimmt der Sendero den bewaffneten Kampf auf
Aus DOK vom 06.04.2016.
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Abimael Guzmán ass kaum noch und wurde zwischenzeitlich im Krankenhaus behandelt. Guzmán arbeitete in den 1960er-Jahren zunächst als Professor für Philosophie an der Universität von Ayacucho.

Übersetzung des Tweets

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Perus Präsident Pedro Castillo twitterte: «Der Terroristenführer Abimael Guzmán, der für den Verlust unzähliger Menschenleben unserer Landsleute verantwortlich ist, ist gestorben. Unsere Position zur Verurteilung des Terrorismus ist fest und unerschütterlich.»

Später ging Guzmán in den Untergrund und gründete die Rebellenorganisation «Leuchtender Pfad». Ihr Weltbild: Die reine, maoistische Lehre. Es ging darum, die Macht im Land zu erobern ohne Rücksicht auf Menschen und Menschlichkeit, wie SRF-Korrespondent David Karasek erklärt.

Fast 70'000 Tote

Die Rebellen waren Ende der 1980er-Jahre äusserst brutal und quälten ganz Peru. Ein öffentliches Leben fand nur noch sehr reduziert statt, aus Angst vor Bombenanschlägen, Entführungen und Attentaten. Wer sich hingegen dem Leuchtenden Pfad anschloss, wurde vom peruanischen Militär verfolgt und zum Teil umgebracht.

Zwischen 1980 und 2000 wurden so fast 70'000 Menschen getötet. Im Gegensatz zu vielen anderen Bürgerkriegen in der Region war in Peru die Guerilla für einen Grossteil der Toten verantwortlich. 1992 wurde Guzmán in Lima verhaftet und wegen Terrorismus zu lebenslanger Haft verurteilt.

Legende: Im Gefängnis heiratete Guzmán die Vizechefin des «Leuchtenden Pfads», Elena Iparraguirre. Keystone/Archiv (1992)

Heute widmen sich die verbliebenen Einheiten des Leuchtenden Pfads vor allem dem Drogenhandel. Die rund 100 Guerilleros sind vor allem im Landesinnern tätig, das Gebiet ist ein wichtiges Anbaugebiet für die Koka-Pflanze.

SRF 4 News aktuell, 12.09.2021, 01:00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Maria Müller  (Mmueller)
    A. Planta: Heute morgen noch haben Sie hierdrin an Peter Müllers Posting irgendwas orthografisch herumgenörgelt. (In einem (vielsagenden...) und süffisanten Zweizeiler irgendwas von "Courage" oder so ähnlich moniert). (Kann jeder nachschauen.)

    Und jetzt schreiben Sie hier: Zitat: "In einem demokratischen Land hätte der Sendero nicht der Hauch einer Chance gehabt."
    Sachen gibts. ;-)))
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Welcher Peter Müller meinen sie, Frau Müller? Kleiner Tip: jeweils vor dem Senden nochmals durchlesen, dann fallen die Verwechslungen auf. Und mit dem Sendero Luminoso hat dies nichts zu tun.
    2. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      Ob Sie Peter Müller oder Fischer oder Peter König damit angeschrieben haben ist nebensächlich. Und Rechtschreibefehler kann jeder machen; mir passiert das auch. Kein Thema.
      Aber ebenfalls kleiner Tipp:
      Etwas peinlich ist nur, wenn jemand den Lehrer mimt (O-Ton: "Wenn schon: Courage.")
      Und dann ausgerechnet kurze Zeit später selber ...
      Naja, Sie wissen schon.
      Freundliche Grüsse (...)
  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Nicht nur Drogen - wie der Leuchtende Pfad unter Guzmán mit den Isrealis Geschäfte gemacht hat, zwecks Beschaffung von Rohmaterial für die Herstellung isreal. taktischer Nuklearwaffen, lässt sich in Ari Ben-Menashe's Buch "Profits of War" nachlesen. Nach dem Wegfall des üblichen Lieferant Südafrika, wurde der Autor vom israel. Geheimdienst 1988 nach Ayacucho, zwecks Kontaktaufnahme mit Guzmán und Konsorten, geschickt. Bekam dann dort auch das von den Isrealis gesuchte Material.
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Seine Rebellengruppe Leuchtender Pfad war äusserst brutal. Zwischen 1980 und 2000 kamen fast 70 000 Menschen ums Leben. 1992 wurde er in Lima verhaftet und wegen Terrorismus zu lebenslanger Haft verurteilt. Der grösste Völkermörder in der Geschichte in Peru ist tot, aber nicht seine Terrorbande. Er hat für die von ihm begangenen Gräueltaten nicht genügend Zeit abgesessen. Die Peruaner müssen sich heute mehr denn je gegen die neuen Angriffe des ruchlosen radikalen Wahnsinns zusammenschliessen.