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Legende: Audio Handelsstreit zwischen Südkorea und Japan erreicht eine neue Eskalationsstufe abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 23.08.2019.
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Politische Retourkutsche Südkorea will Militärpakt mit Japan nicht verlängern

Der Handelskonflikt zwischen Südkorea und Japan macht die schwierigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern noch komplizierter.

Der Präsident Südkoreas, Moon Jae-in, hatte am Donnerstag angekündigt, einen Militärvertrag mit Japan nicht zu verlängern. Hintergrund dieses Schritts ist ein schwelender Handelskonflikt zwischen Südkorea und Japan.

Südkorea beschädige damit das vertrauensvolle Verhältnis zwischen den beiden Ländern, sagt nun der japanische Premierminister Shinzo Abe. Mit dem Abkommen tauschten Südkorea und Japan bisher automatisch Informationen aus, etwa zu Nordkorea und dessen Atomprogramm und Raketentests.

Südkoreas Ankündigung, den Pakt nicht zu verlängern, kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn die Lage auf der koreanischen Halbinsel bleibt angespannt. Auch das US-Verteidigungsministerium zeigte sich enttäuscht vom südkoreanischen Vorgehen.

Auslöser waren Entschädigungsforderungen

Doch beim Entscheid der südkoreanischen Regierung geht es nicht in erster Linie um Sicherheitsbedenken, sondern um den anhaltenden Handelskonflikt mit Japan. Japan hatte Südkorea zuvor von der Liste seiner bevorzugten Handelspartner genommen. Das wiederum war eine Reaktion auf südkoreanische Entschädigungsforderungen für koreanische Zwangsarbeiter während der Kolonialzeit.

Japan besetzte die koreanische Halbinsel bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Ausbeutung und die brutale Unterdrückung während der japanischen Kolonialherrschaft sorgen bis heute regelmässig für Streit zwischen den beiden Staaten.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Gewaltbereitschaft, Gewaltaktionen, nehmen weltweit weiter zu....
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  • Kommentar von Junwoo Shim  (Dr Seoulmaa)
    Zu Beginn des Streites hat Abe behauptet, Südkorea würde japanische Produkte (Chips etc.) illegal nach Nordkorea exportieren und dies würde laut ihm die Sicherheit ganz Asiens schaden, vor allem die Japans. Dafür gibt es aber bis Heute keine Beweise.Warum würde Südkorea das auch tun wollen, Süd- und Nord sind immer noch technisch gesehen im Krieg.Meiner Meinung nach ist es gerechtfertigt, dass Südkorea den Vertrag auflöst,denn der Partner unseres Militärvertrags (japan) Südkorea misstraut uns.
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    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Gesundes Misstrauen ist angesagter, mehr den je. Und dafür dürfte es auch gute Gründe geben. Das sollten Sie eigentlich wirklich selber auch wissen. Also nehmen Sie sich da besser zurück und bedenken Sie, die wahren Freunde sind nur die USA und Japan, ansonsten hilft euch keiner mehr wirklich ausser mit "nutzlosen Worten und vagen Hilfsbekundungen" als reine Show.
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    2. Antwort von Junwoo Shim  (Dr Seoulmaa)
      Herr Haller,glauben Sie,Japan habe Südkorea nach ihrer Niederlage im 2.Weltkrieg jemals wirklich geholfen? Interessant, denn das ist genau was die Japaner sagen.Japan hat den Ex-Kolonien nicht geholfen,sondern ausgebeutet,zudem verleugnen sie ihre Geschichte.Es ist eine Scham für Japaner zusehen zu müssen wie eine ehemalige Kolonie immer mehr wirtschaftliche Macht bekommt.
      Missvertrauen in Ostasien ist geopolitisch gesehen Fehl am Platz! Sie wissen ja sicher weshalb.
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    3. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Herr Junwoo Fakt ist, zwischen Korea und Japan gibt es viel aufzuarbeiten was die Vergangenheit betrifft. Fakt ist heute aber auch, dass gerade Südkorea wesentlich auf die USA und Japan angewiesen ist. Ich glaube kaum, dass Sie sich mit dem Regime von Kim und der Juche anfreunden können oder wollen. Oder irre ich mich da ? Ich glaube nicht. NB: Ich lebe in Asien und sehe da sehr viel mehr als vieler dieser Blogger in diesem Forum. Die Schwester meiner Frau lebt sogar in Südkorea.
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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Und der darf das, ohne Trump zu fragen?
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