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«Sardinen» demonstrieren in Bologna (unkomm.)
Aus News-Clip vom 19.01.2020.
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Protest gegen Salvinis Lega 40'000 «Sardinen» gehen in Bologna auf die Strasse

  • In Bologna haben sich am Sonntagnachmittag laut Veranstalter rund 40'000 Anhänger der «Sardinen»-Bewegung versammelt.
  • Vor einem Konzert skandierten die Demonstranten Slogans gegen die rechte Lega-Partei und gegen Rassismus.
  • In einer Woche finden in der norditalienischen Region Emilia Romagna Regionalwahlen statt.

«Schluss mit den Hasstiraden der Lega. Während (Lega-Chef Matteo) Salvini in den Sozialen Netzwerken allgegenwärtig ist, bringen wir wieder die Italiener auf die Strasse», sagte der Gründer der «Sardinen» («Le Sardine»), Mattia Santori. Salvini hofft mit seiner Kandidatin Lucia Borgonzoni die Führung der Emilia Romagna zu erobern.

Demonstranten
Legende: Über 40'000 Menschen nahmen den Veranstaltern zufolge an der «Sardinen»-Demonstration in Bologna teil. Keystone

Die «Sardinen»-Bewegung («Le Sardine») hatte sich Mitte November als Reaktion auf den Sieg der Lega bei der Regionalwahl in Umbrien formiert. Seitdem mobilisierte die Bewegung zahlreiche Menschen bei Protestzügen in Städten wie Rom, Mailand, Florenz, Neapel und Palermo.

«Antikörper gegen den Populismus»

Als «Antikörper gegen den Populismus» bezeichneten sich die Demonstranten, die in Bologna mit Sardinen aus Karton oder Plakaten in der Hand Slogans gegen Rassismus und Antisemitismus skandierten. Die Bewegung schliesst die Umwandlung in eine Partei nach der Regionalwahl nicht aus.

Santori bat um ein Treffen mit dem parteilosen italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte, um ihm die Forderungen seiner Bewegung darzulegen. Priorität sei die Abschaffung der vom damaligen Innenminister Salvini im Parlament durchgesetzten «Sicherheitspakete», die schwere Strafen für Rettungsschiffe für Migranten vorsehen, die ohne Genehmigung einen italienischen Hafen anlaufen.

«Politik nicht mit Marketingmethoden»

Die «Sardinen» fordern, dass Regierungsvertreter künftig nur über offizielle Kommunikationskanäle ihre Mitteilungen veröffentlichen und keine Propaganda in Sozialen Netzwerken betreiben. Politik müsse im Umgang mit Sozialen Netzwerken transparent sein. Politik dürfe nicht mit Marketingmethoden betrieben werden, forderte Santori.

Die Wahl in der Region Emilia Romagna, einer traditionellen Hochburg der Linken, gilt in Italien als besonders spannend. Die Lega-Kandidatin Borgonzoni fordert den bisherigen Präsidenten der Region und Sozialdemokraten (Partito Democratico) Stefano Bonaccini heraus.

Sollte Borgonzoni die Wahl gewinnen, dürfte Salvini seiner Forderung nach vorgezogenen Parlamentswahlen auf nationaler Ebene in Italien mehr Nachdruck verleihen.

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Aus dem Archiv: Italiens Sardinenschwarm singt
Aus SRF News vom 01.12.2019.
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7 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Coraggio ragazze e ragazzi!Vorwärts,(gewaltlos) marsch gegen den Rechtspopulismus, den Matteo Salvini als Chef der Lega in Italien anführt! Solche Bewegungen, die gegen Faschismus überhaupt nicht wasserdicht sind, haben auf der Welt nichts mehr zu suchen, wie die Geschichte hinlänglich beweist.Es geht auch, mit zivilisierter, anständiger Art, die Flüchtlings- und Migrationsprobleme in Europa MITEINANDER zu lösen. Dabei ist auch die Kluft Reich-Arm zu verringern - gegen soziale Ungerechtigkeit!!
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  • Kommentar von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
    Laut Veranstalter (FFF) waren in Madrid beim Klimagipfel 500 Tausend Menschen auf die Straße, laut Polizei nur 15 Tausend. Beim so große Unterschiede wäre hier der Polizei Schätzung auch hilfreich gewesen.
    Übrigens, dass Ihr über alle Sardinen Veranstaltungen berichtet, aber beim Gelbwesten nur spärlich, liegt an dem aktiveren Italien Korrespondent oder findet Ihr, dass die Demos gegen eine Opposition berichtenswerter sind als die, gegen eine Regierung?
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    1. Antwort von Edi Steinlin  (Chäsli)
      Das ist immer so, die Veranstalter übertreiben zwischen 3 und 5 Mal um aufzuzeigen wie wichtig ihre Demo ist.
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    2. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Die Behauptung von 5000 kann nicht wahr sein, da allein aus der Schweiz mehrere tausend Aktivisten mit dem Zug angereist sind. 500‘000 ist auf jeden Fall realistisch, handelt es sich doch um die grösste Bewegung, die die Menschheit jemals hervorgebracht hat. Faktor 3-5 gibts auch nie, höchsten Faktor 2, auf jeden Fall kann Faktor 100 nicht die Wahrheit sein, die Polizei würde niemals solch absurd kleine Zahlen nennen.
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Herr Löchli, in Frankreich ist sehr gut zu beobachten wie da die TeilnehmerInnenzahlen zur Zeit vor allem auf schon fast peinliche Art heruntergespielt werden. Zu den GJ, die haben die Regierung Macron ziemlich ins Schwitzen gebracht ... Aber es geht in Frankreich weiter auch eben dieser Tage mehr den je. Interessant auch dass da Berufsgruppe wie Juristen ihre Roben, die ÄrztInnen ihre Stellen, die Studis und Profs ihre Schulbücher hinwerfen. Hören wir hier etwas davon? Kaum?
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  • Kommentar von Tom Maier  (MaTo)
    dass sich die Zivilgesellschaft gegen Hass wehrt ist gut, ob es jetzt bei diesen Wahlen was bringt bezweifle ich
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