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Legende: Video Verurteilte Aktivisten im Gefängnisbus abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.04.2019.
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Prozess in Hongkong Bis zu 16 Monate Gefängnis für Demokratie-Aktivisten

  • Die Anführer der Demokratiebewegung in Hongkong von 2014 sind zu bis zu 16 Monaten Haft verurteilt worden.
  • Sie waren wegen Anstiftung oder Verschwörung zur Störung der öffentlichen Ordnung schuldig gesprochen worden.

Zuvor hatte es geheissen, den Abgeordneten, Akademikern und Studentenführern der «Regenschirm-Bewegung» drohten bis zu sieben Jahre Haft. Die Schuldsprüche vor zwei Wochen waren international auf heftige Kritik gestossen.

Die «Demokratie»-Anführer Chan Kin-man, Benny Tai, Tanya Chan und Chu Yiu-ming (v.l.n.r.) auf ihrem Weg in den Gerichtssaal.
Legende: Die «Demokratie»-Anführer Chan Kin-man, Benny Tai, Tanya Chan und Chu Yiu-ming (v.l.n.r.) auf ihrem Weg in den Gerichtssaal. Keystone

Der Juradozent Benny Tai und der Sozialwissenschaftler Chan Kin-man müssen für 16 Monate ins Gefängnis. Zwei weitere Protestführer wurden zu acht Monaten Haft verurteilt. Andere Aktivisten erhielten Bewährungsstrafen oder müssen Sozialstunden ableisten.

Hongkong war wochenlang lahmgelegt

Die prodemokratische «Regenschirm-Bewegung» hatte 2014 Teile der sieben Millionen Einwohner zählenden asiatischen Wirtschafts- und Finanzmetropole wochenlang lahmgelegt.

Seit ihrer Rückgabe 1997 an China wird die frühere britische Kolonie nach dem Grundsatz «ein Land, zwei Systeme» autonom als eigenes Territorium regiert. Als Reaktion auf die Proteste hat die kommunistische Führung in Peking die Zügel im Umgang mit Hongkong angezogen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Demokratie wäre eine wirklich gute Sache in unseren westlichen Staaten, wo sie über eine lange Geschichte verfügt und in der Bevölkerung integriert ist... wenn man sie im Ausland mit den inzwischen unzähligen Colour-Revolutionen nicht seit langem missbrauchen würde um etablierte Regierungen zu stürzen und kleinere Bevölkerungsteile gegen andere auszuspielen. Auch das ist doch inzwischen im Mainstream angekommen und man möchte meinen, inzwischen völlig wirkungslos geworden.
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    1. Antwort von David Arnold  (darnold)
      Abgesehen davon, dass die westlichen Regierungsformen auch nur noch entfernt an Demokratien erinnern, ist es sogar noch schlimmer: In den Augen der Bevölkerung funktioniert Demokratie - da ihre Regierungsform als solche bezeichnet wird - nicht. Das Resultat ist schwindender Rückhalt für das Konzept Demokratie, aufgrund haarsträubender Implementierung. Wir werden uns langfristig fragen: was nützt es uns, zu "wissen" wie/dass eine Demokratie funktioniert, wenn der Rest der Welt nicht daran glaubt?
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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Es ist wirklich ein Kampf um die Dekoloniakisierung, dass Hongkong wieder richtig chinesisch wird und englische Einflüsse zurückgedrängt werden. Es fällt ja schon auf, dass England die Hongkonger Demokratie erst zum Thema machte, als man die Kontrolle abgab. Davor war England als Kolonialherr stets glücklich mit einem königlich ernannten Vizekönig, Wahlen waren unter englischer Herrschaft nie ein Thema.
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    1. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      Herr Buchmann... lassen wir doch die Hongkonger entscheiden, inwiefern sie die britischen Einflüsse „zurückdrängen“ wollen. Übrigens ist Hongkong eine chinesische Sonderverwaltungszone mit (angeblich) hoher innerer Autonomie. Dass dies Peking, obwohl von dort aus so definiert, auf Dauer nicht gefallen würde ist klar. Widerspricht es doch ihrer repressiven Autorität.
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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Und „unser“ Bundespräsident wird auch dazu schweigen... Hauptsache Business.
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    1. Antwort von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
      Hoffentlich. China sagt ja auch nichts zum Jura
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    2. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Buchmann: Das der Kanton Jura möglich wurde ist für mich (inklusive aller Schönheitsfehler!) ein eindrückliches Beispiel funktionierender Demokratie. Falls sich die Chinesen dazu äussern wollen- Bitteschön!
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