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Prozess in Norddeutschland Flüchtige Ex-Sekretärin des KZ Stutthof ist wieder aufgetaucht

  • Die Angeklagte war vor Beginn des sogenannten «Itzehoer Prozesses» geflohen – nun wurde sie gefunden.
  • Gegen die einstige Sekretärin im Konzentrationslager Stutthof läuft in Deutschland ein Verfahren.
  • Der 96-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in über 11'000 Fällen vorgeworfen.
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Aus dem Archiv: Ein Auschwitz-Überlebender erzählt
Aus Tagesschau vom 27.01.2021.
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Weil die Angeklagte nicht erschienen war, hatte das Landgericht einen Haftbefehl erlassen. Nun ist die 96-Jährige offenbar aufgetaucht, wie diverse Agenturen vermelden.

«Ein Arzt wird ihre Haftfähigkeit feststellen und das Gericht wird entscheiden, ob der Haftbefehl vollstreckt werden kann», sagte die Gerichtssprecherin.

Als Stenotypistin im Konzentrationslager tätig

Von Juni 1943 bis April 1945 hatte die Angeklagte in der Kommandantur des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig gearbeitet.

Ihr wird zur Last gelegt, sie habe als Stenotypistin und Schreibkraft den Verantwortlichen des Lagers bei der systematischen Tötung von Gefangenen Hilfe geleistet.

Im KZ Stutthof und seinen Nebenlagern sowie auf den sogenannten Todesmärschen zu Kriegsende starben nach Angaben der für die Aufklärung von NS-Verbrechen zuständigen Zentralstelle in Ludwigsburg etwa 65'000 Menschen.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Wenn all die Vorgesetzten der Sekretärin auch verurteilt worden wären, wäre es evtl. Richtig jetzt such sie vor Gericht zu ziehen. Das war aber sicher nicht der Fall. Viele Nazis kamen ungeschoren davon. Nun machen die Behörden Jagd auf die letzten überlebenden. Schrecklich.
  • Kommentar von Peter Meier  (~~õ~~)
    Ich hätte gerne euch Moralapostel gesehen, ob Ihr euch 18. Jährig gegen diese NS gewehrt hättet.
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Sie hatte 78 Jahre Zeit, ihr Fehlverhalten einzusehen und sich zu stellen!
  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Die Verfolgung von damals 18 jährigen Menschen, welche zu Kriegsbeginn noch jünger waren und vollständig indoktriniert, nimmt immer fragwürdigere Züge an. Das hat jetzt nichts mehr mit Gerechtigkeit zu tun, sondern stillt ein Rachebedürfnis und da die wirklich Verantwortlichen tot sind, greift man sich nun die Jugendlichen von damals. Das ist durchaus verachtenswert.