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Putschversuch 2016 Lebenslange Haftstrafen für türkische Soldaten

  • Zwei Jahre nach dem gescheiterten Umsturzversuch in der Türkei hat ein Gericht bei Istanbul dutzende Soldaten zu lebenslänglichen oder langjährigen Haftstrafen verurteilt.
  • Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten auf einer Bosporus-Brücke an der Tötung von 32 Zivilisten und zwei Polizisten beteiligt waren.
Soldaten auf Brücke
Legende: 2016 blockierten aufständische Soldaten eine Bosporus-Brücke. Sie ist heute nach den «Märtyrern vom 15. Juli» benannt. Reuters

Wegen «versuchten Umsturzes der verfassungsmässigen Ordnung» wurden 72 Angeklagte zu lebenslangen Gefängnisstrafen verurteilt. Weitere 27 Angeklagte müssen wegen «Komplizenschaft» beim Umsturzversuch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan mehr als 15 Jahre ins Gefängnis.

Zwölf Angeklagte erhielten lebenslängliche Haftstrafen wegen «vorsätzlicher Tötung» von Erdogans Wahlkampfleiter und dessen Sohn.

Abtrünnige Soldaten hatten am 15. Juli eine Bosporus-Brücke in Istanbul mit Panzern besetzt. Nach einem Aufruf Erdogans, sich den Putschisten zu widersetzen, versammelten sich tausende Menschen auf der Brücke. In der folgenden Auseinandersetzung starben mehrere Personen. Am frühen Morgen ergaben sich die Putschisten der Polizei.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ralph Geier (ChiefGeronimo)
    Diese Verurteilten werden dereinst als Helden gefeiert werden, weil den Mut hatten, zu versuchen, einen Despoten zu stürzen....ähnlich wie die Attentäter, die ihr Leben opferten beim Versuch, Hitler zu beseitigen. Wir vergessen zu gerne, dass Geschichte nicht nur Vergangenheit bedeutet, sondern jeden Tag geschrieben wird....und unsere Nachkommen werden darüber richten, wie wir den Zeitgeist gedeutet haben und ob wir den Mut hatten uns zu widersetzen, wenn Ungerechtigkeit offensichtlich ist.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Und einmal mehr muessen arme kleine Befehlsnotstaender biitterst buessen fuer politverbrecherische Befehle von inlaendischen und sich im auslaendischen Exil suhlenden Politikern und ihren (einfluss-)reichen Lobisten. Es waere hoechste Zeit, die Befehlsnotstaender - wie vor der Neofeudalisierung - wieder zu entschuldigen. Da wuerden schweigende Mittaeter und Gehilfen wieder zu zuverlaessigen Zeugen gegen die fuer Planung und Oberbefehl wirklich verantwortlichen Politverbrecher....
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