Zum Inhalt springen
Inhalt

Rechtsextreme in den USA «Die Bewegung ist gespalten, man versucht Stärke zu zeigen»

Die Extremisten wollten bei Protesten Stärke zeigen – und seien gescheitert, sagt Journalist Arndt Peltner.

Legende: Audio Zerstrittene Rechtsextreme in den USA abspielen. Laufzeit 04:06 Minuten.
04:06 min, aus Echo der Zeit vom 12.08.2018.

An der zweiten Unite the Right-Demonstration in Washington wollten die Rechtsextremen Präsenz markieren und ihre Stärke zeigen. «Die Bewegung ist aber im Gegensatz zum letzten Jahr deutlich gespalten», meint Arndt Peltner, freier USA-Korrespondent. Der Klu-Klux-Klan und Skinhead-Gruppen hätten zwar zugesagt. «Viele, die letztes Jahr noch dabei waren, haben aber diesmal deutlich abgesagt. Sie wollten nichts mehr damit zu tun haben». Dazu gehören Neonazi-Gruppen und auch einige erklärte Rassisten.

Gegendemonstrationen schwächten ein neues Erwachen

Die Wahl von Präsident Donald Trump, der sich nie ganz deutlich von den äusserst rechten Bewegungen in den USA distanziert hatte, führte zu einer neuen Stärke der Rechtsextremen. Mit der Demonstration in Charlottesville haben sie es im letzten Jahr auch geschafft, diese zu zeigen.

Man hat es letztes Jahr versucht, ist aber gescheitert
Autor: Arndt PeltnerFreier USA-Korrespondent

Aber die Gegendemonstrationen und Gegen-Protestbewegungen haben wiederum gezeigt, dass die Rechten doch nicht so stark sind. Sie sind gescheitert, eine neue grosse Bewegung entstehen zu lassen.

Auch in Europa keine grosse Bewegung in Sicht

Skinheads und nationalsozialistische Gruppierungen aus den USA arbeiten schon lange mit jenen aus Europa zusammen. «Neu ist aber die sehr enge Verbindung zwischen der Sovereign Citizen-Bewegung und den europäischen Reichsbürgern und Identitären Bewegung», so Peltner. «Eine gefährliche Entwicklung», denn in den USA können diese sich deutlich abspalten, Ländereien kaufen und so praktisch einen Staat im Staat gründen.

Arndt Peltner

Arndt Peltner

Freier USA-Korrespondent

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Der freischaffende USA-Korrespondent ist für mehrere deutschsprachige Zeitungen und Radiostationen tätig, unter anderem auch für SRF. Der gebürtige Nürnberger lebt in der Nähe von San Francisco.

Ähnlich wie in den USA schaffen es die europäischen Gruppierungen nicht, sich auf eine Bühne zu begeben und sich zu einen. Steve Bannon, der ehemalige Berater von Donald Trump und derzeit in Europa unterwegs, versucht nun diese Gruppen zu organisieren. Mit dem Hintergedanken die Europäer mit den amerikanischen Bewegungen um Donald Trump und von rechts aussen zu verbinden und voranzubringen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Eiichi Aru (Eiichi_Aru)
    Egal ob Links- oder Rechtsextremismus, für eine Regierung eignen sie sich beide nicht, meiner Meinung nach. Jedoch muss man auch die Meinung der Extremisten akzeptieren (Ausser natürlich es wäre was verbotenes, wie Rassismus oder andere Diskriminierungen), sonst könnte man die Meinungsfreiheit gleich abschaffen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Ein Blick in die Geschichte zeigt egal ob Links- oder Rechtsextreme Regierungen an der Macht waren, die Bevölkerung lieht immer schrecklich. Extremismus muss man bekämpfen bevor er zu mächtig ist. In der USA wird dies wohl leider nicht geschehen denn sonst würde Herr Trump ja seine Wähler vergraulen, denn Viele stammen ja genau aus der Ecke.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Dupond (u dupont)
    Wenn jemals wieder Rechtsextreme die Macht in einem Land an sich reissen, wird grosses Leid über die Menschheit hereinbrechen, Millionen würden versklavt, ermordet und für die Freiheit sterben. Der Holocaust ist noch nicht vergessen, noch immer gilt: Wehred den Anfängen!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Nicht nur bei sog. Rechtsextremen ist das so, das ist auch bei den Linksextremen die genau gleiche Geschichte.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marti Müller (marchman)
      DDR ist noch nicht so lange her... Da wurden Parteigegner auch interniert und Protestanten und Flüchtende erschossen.. Keiner ist Besser.. In die Zukunft blicken nicht immer zurück
      Ablehnen den Kommentar ablehnen