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Rechtsgerichtete Ex-Ministerin Fernández siegt bei Präsidentschaftswahl in Costa Rica

  • Bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica hat die Regierungskandidatin Laura Fernández im ersten Wahlgang bereits gesiegt.
  • Nach der Auszählung von 80 Prozent der Stimmen kam sie auf mehr als 49 Prozent, wie die Wahlbehörde mitteilte. Sie wird ihr Amt am 8. Mai 2026 antreten.
  • Ihre Partei Souveränes Volk dürfte künftig die Mehrheit im Parlament stellen.

«Im Wahlkampf hat Laura Fernández versprochen, dass sie die Politik ihres Vorgängers Rodrigo Chaves weiterführt. Sie setzte im Wahlkampf vor allem auf das Thema Sicherheit», sagt Anna Lemmenmeier, SRF-Auslandredaktorin. Die Kriminalität in Costa Rica sei stark gestiegen und das Thema Drogen und Bandengewalt sei relevant geworden, was früher nicht der Fall war. Mit diesem Fokus sei es der Wahlsiegerin gelungen, so viele Stimmen zu erhalten.

Bukele eröffnet Gefängnis in Costa Rica

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El Salvadors autoritär regierender Präsident Nayib Bukele hat kurz vor der Parlaments- und Präsidentschaftswahl in Costa Rica den Grundstein für ein Mega-Gefängnis gelegt. Bukele gelte als Vorbild der Regierung von Costa Rica in der Bekämpfung der Drogenkriminalität, sagt SRF-Auslandredaktorin Lemmenmeier. Deshalb habe Rodrigo Chaves auch begonnen, nach dem Vorbild eines Riesengefängnisses in El Salvador, ein Gefängnis in Costa Rica bauen zu lassen. Es heisst CACCO.

Das Bestreben der Regierung von Costa Rica, die Probleme wie in El Salvador anzugehen, löse bei Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten und bei der politischen Oppostion grosse Besorgnis aus, sagt Lemmenmeier. Denn: «El Salvador ist zwar sicherer geworden. Der Preis dafür war aber, dass El Salvador nun eine Diktatur ist.»

Fernández hat die für einen Sieg in der ersten Runde nötige Hürde von 40 Prozent deutlich übersprungen. Der Kandidat der Nationalen Befreiungspartei (BLN) erreichte rund 33 Prozent. Insgesamt stellten sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Mit der Wahl von Fernández werde sich in der Politik von Costa Rica nicht viel ändern, so die Auslandredaktorin.

Wunschkandidatin des Präsidenten

Laura Fernández trat für die konservative, rechtsgerichtete Partei Souveränes Volk (PPSO) an. Die 39-jährige Politologin war die Wunschkandidatin des amtierenden rechtspopulistischen Präsidenten Rodrigo Chaves.

Frau in weissem Blazer vor Kameras, emotional redend.
Legende: Nach den vorläufigen Ergebnissen der Wahl hat Laura Fernández die Wahl gewonnen. Ihre Partei wird künftig rund 30 der 57 Sitze im Parlament haben. Reuters/Raquel Cunha (01.02.2026)

Bereits in Umfragen vor der Abstimmung hatte Fernández mit gut 40 Prozent klar vor ihren Konkurrenten gelegen. Chaves selbst durfte nicht erneut kandidieren, da die Verfassung eine direkte Wiederwahl verbietet. Fernández hat angekündigt, Chaves in ihre Regierung einzubeziehen.

SRF 4 News, 02.02.2026, 5 Uhr ; 

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