- Bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica hat die Regierungskandidatin Laura Fernández im ersten Wahlgang bereits gesiegt.
- Nach der Auszählung von 80 Prozent der Stimmen kam sie auf mehr als 49 Prozent, wie die Wahlbehörde mitteilte. Sie wird ihr Amt am 8. Mai 2026 antreten.
- Ihre Partei Souveränes Volk dürfte künftig die Mehrheit im Parlament stellen.
«Im Wahlkampf hat Laura Fernández versprochen, dass sie die Politik ihres Vorgängers Rodrigo Chaves weiterführt. Sie setzte im Wahlkampf vor allem auf das Thema Sicherheit», sagt Anna Lemmenmeier, SRF-Auslandredaktorin. Die Kriminalität in Costa Rica sei stark gestiegen und das Thema Drogen und Bandengewalt sei relevant geworden, was früher nicht der Fall war. Mit diesem Fokus sei es der Wahlsiegerin gelungen, so viele Stimmen zu erhalten.
Fernández hat die für einen Sieg in der ersten Runde nötige Hürde von 40 Prozent deutlich übersprungen. Der Kandidat der Nationalen Befreiungspartei (BLN) erreichte rund 33 Prozent. Insgesamt stellten sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Mit der Wahl von Fernández werde sich in der Politik von Costa Rica nicht viel ändern, so die Auslandredaktorin.
Wunschkandidatin des Präsidenten
Laura Fernández trat für die konservative, rechtsgerichtete Partei Souveränes Volk (PPSO) an. Die 39-jährige Politologin war die Wunschkandidatin des amtierenden rechtspopulistischen Präsidenten Rodrigo Chaves.
Bereits in Umfragen vor der Abstimmung hatte Fernández mit gut 40 Prozent klar vor ihren Konkurrenten gelegen. Chaves selbst durfte nicht erneut kandidieren, da die Verfassung eine direkte Wiederwahl verbietet. Fernández hat angekündigt, Chaves in ihre Regierung einzubeziehen.