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«Red Flag»-Warnung In Kalifornien drohen neue Waldbrände

  • Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit herrscht im Norden Kaliforniens weiterhin grosse Waldbrandgefahr. Die Behörden riefen erneut eine «Red Flag»-Warnung für hohe Feuergefahr aus.
  • Seit Sonntag tobt in den Weintälern nördlich von San Francisco ein Flächenbrand. Dieser ist erst zu fünf Prozent eingedämmt.
  • Die ersten Feuer waren Mitte August ausgebrochen. Bisher sind 30 Menschen ums Leben gekommen und insgesamt mehr als 7500 Gebäude abgebrannt.
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Aus dem Archiv: Kalifornien brennt und es ist kein Ende in Sicht
Aus 10 vor 10 vom 08.09.2020.
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Es sei «herzzerreissend», diese Verwüstung zu sehen, sagte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom nach einem Ortsbesuch in den Weintälern im Napa County. Die Menschen seien erschöpft und um ihre Sicherheit und Zukunft besorgt, denn die schweren Brände wüteten nun seit Jahren immer schlimmer.

Hitze und starke Windböen

Das sogenannte Glass-Feuer brannte nach Angaben der Forst- und Feuerschutzbehörde Cal Fire bereits 238 Quadratkilometer Fläche nieder und zerstörte knapp 250 Gebäude. Berichte über Todesopfer oder Verletzte in dieser Region gibt es nicht.

Einsatzkräfte befürchten, heftige Windböen könnten Funken aufwirbeln und damit weitere Feuer entfachen. Etwas kühlere Temperaturen werden erst Anfang kommender Woche erwartet.

Feuerwehr verzeichnet Erfolge

Trotz widriger Umstände verbuchten die Brandbekämpfer auch Erfolge: Das sogenannte Zogg-Feuer im Norden Kaliforniens, das seit Sonntag vier Menschenleben forderte, wurde bis Donnerstagabend zu 39 Prozent eingedämmt.

Zudem konnten zwei riesige Feuer-Komplexe nördlich und östlich von San Francisco eingedämmt werden, gaben die Behörden bekannt. Die Brände waren Mitte August durch Blitzschläge ausgelöst worden.

Mehr als 17'000 Feuerwehrleute kämpften laut Cal Fire gegen zwei Dutzend grössere Brände an. Sie hätten auch Hilfe von der Nationalgarde und von Einsatzkräften aus Mexiko, Israel und Kanada erhalten. Seit Ausbruch der ersten Feuer Mitte August sind in Kalifornien über 7500 Gebäude abgebrannt und 30 Menschen ums Leben gekommen.

Brände von immensem Ausmass

Der Leiter der Forst- und Feuerschutzbehörde Cal Fire, Thom Porter, zog einen erschreckenden Vergleich, um das Ausmass der Brände zu beschreiben. Die Brandschneisen, die sie in Kalifornien um die vielen Feuer gelegt hätten, ergäben eine Länge, die der Strecke von San Diego bis New York entspreche – rund 4400 Kilometer.

Porter rechnet damit, dass in Kürze die Schwelle von vier Millionen Acres (mehr als 16'000 Quadratkilometer) an verbrannter Fläche überschritten werde.

SRF 4 News, 02.10.2020, 12:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Jonny Berger  (Landkind)
    Nach vielen Expertenmeinung ist der Klimawandel nur ein Element der aktuellen Waldbrände in Kalifornien. Die Haupgründe sind eher, dass immer mehr Häuser in die Natur gebaut wurden und die Feuerwehren auch deshalb keine Brände mehr zugelassen haben. Deshalb hat sich viel brennbares Unterholz angesammelt, welches dann irgendwann einfach zu viel wird und bei Blitzschlägen usw. sofort riesige Flächenbrände auslöst.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    In den USA gibt es verschiedene schlimme Brände, den obigen, aber dann auch den politischen unter Trump&Co. Das Chaos mitsamt den Unruhen (Rassenunruhen wie ein Brand) waren in den letzten 40 Jahren noch nie so schlimm wie jetzt. Und: Die beiden Arten von Bränden hängen zusammen. Trump hat sich von Umwelt- und Klimaschutz abgewandt, und damit befeuert er zumindest indirekt Waldbrände in den USA. Womit klar ist, dass seine präsidiale Zeit ganz bald zu Ende gehen MUSS. Nun sind die Bürger an Zug.