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Reisen ins Ausland EU akzeptiert Covid-Zertifikat: Das gilt jetzt

Die EU-Kommission hat grünes Licht für das Schweizer Covid-Zertifikat gegeben, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Damit wird das Schweizer Covid-Zertifikat als erstes eines Drittstaats ab Freitag, 9. Juli von allen EU-Staaten anerkannt. In der EU gilt das EU-Zertifikat bereits seit dem 1. Juli. Was bedeutet das für Besitzerinnen und Besitzer eines Schweizer Covid-Zertifikats?

Was ändert sich für Reisende aus der Schweiz? Geimpfte, Genesene und negativ Geteste aus der Schweiz können künftig frei in alle 27 EU-Staaten einreisen. Für Geimpfte und Genesene entfallen auch allfällige Quarantänen. Es dürfen keine weiteren Tests oder Nachweise gefordert werden. Wo Geimpfte bisher einen PCR-Test brauchten, reicht jetzt also das Zertifikat.

Gelten jetzt für die ganze EU die gleichen Einreisevorschriften? Leider nein. Im Detail können die Staaten die Vorschriften immer noch eigenständig festlegen. So können sie etwa entscheiden, welche Impfstoffe sie akzeptieren und wie lange das Zertifikat für Geimpfte, Genesene oder Getestete gilt. Sogar die Gültigkeitsdauer von negativen Tests ist unterschiedlich. Auch ab welchem Alter Kinder einen neagtiven Test vorweisen müssen, variiert von Land zu Land. Ausserdem ist unterschiedlich geregelt, ab wann bei einer geimpften Person der Impfschutz als vollwertig anerkannt wird. Einzelne Staaten akzeptieren auch keine Zertifikate von einmal Geimpften, auch wenn sie zuvor eine Infektion durchgemacht haben. All diese Details können auf reopen.europa.eu für die einzelnen Länder nachgeschlagen werden. Für die Einreise muss man in vielen Ländern zudem ein Einreise-Formular – im Fachjargon «Passenger Locater Form» – ausfüllen.

Einreise aus der Schweiz in die Nachbarländer

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Deutschland: Kein Covid-Zertifikat zur Einreise nötig. Test- und Quarantänepflicht, wenn man in den letzten 10 Tagen in einem Hochinzidenz- oder Variantengebiet war.

Frankreich: Covid-Zertifikat nötig, gültig zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis oder zwei Wochen nach der ersten Dosis, wenn eine Infektion durchgemacht wurde. Akzeptierte Impfstoffe: Pfizer/Biontech, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson. PCR- und Antigentests: 72 Stunden. Ausgenommen sind Kinder unter 11 Jahren.

Österreich: Zertifikat nötig, gültig 21 Tage nach der ersten Dosis oder maximal 270 Tage nach der zweiten Dosis. Akzeptierte Impfstoffe: Pfizer/Biontech, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson, Sinopharm, Sinovac. Genesene: 180 Tage, PCR-Test 72 Stunden, Anitgentest 48 Stunden. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren.

Italien: Zertifikat nötig, gültig ab 14 Tagen nach Ende des vorgeschriebenen Impfzyklus. Akzeptierte Impfstoffe: Pfizer/Biontech, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson. Genesene: 180 Tage, PCR-Test und Anitgentest: 48 Stunden. Ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren.

Wann treten die Neuerungen in Kraft? Die Akzeptanz des Schweizer Covidzertifikats tritt am Freitag 9. Juli in Kraft. Damit wird das Schweizer Covid-Zertifikat von allen EU-Staaten anerkannt. In der EU gilt das EU-Zertifikat seit dem 1. Juli, es gilt jedoch für die Umsetzung eine sechswöchige Übergangsfrist.

Für welche Aktivitäten im Ausland brauche ich das Zertifikat? Auch das ist von Land zu Land unterschiedlich – teilweise gar von Region zu Region innerhalb eines Landes. So liegt in Deutschland vieles in der Kompetenz der Bundesländer. In Österreich etwa ist die Zertifikatspflicht relativ umfassend: So können unter anderem Restaurants, Hotels, Freizeit- und Sporteinrichtungen nur mit einem Zertifikat genutzt werden. In Italien kann das Zertifikat nach Regierungsangaben nötig sein, um öffentliche Veranstaltungen zu besuchen. Ist die Infektionslage in den italienischen Regionen unterschiedlich, kann es auch zur Reise zwischen den Regionen notwendig sein. In Frankreich braucht es das Zertifikat für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen oder für das Tanzen in einer Diskothek. Diese Regeln können sich selbstverständlich je nach Infektionslage ändern.

Video
Archiv: EU wird Schweizer Zertifikat anerkennen
Aus 10 vor 10 vom 06.07.2021.
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Radio SRF4 News, 08.07.2021, 12 Uhr

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier  (~~õ~~)
    Übernehmen Sie Verantwortung zum Schutz Ihrer Artgenossen und lassen sich impfen, testen, oder halten die Hygiene Vorschriften ein! Ha ha. Wo ist die Verantwortung der Trinker, besoffen Auto zu fahren und andere zu gefährden. Wo der Raucher, wenn sie von der Zigarette beim Fahren abgelenkt werden. Wo der Telefonierer, wenn Sie beim Autofahren schlangenlinie fahren, weil gerade gesimst werden muss.
    1. Antwort von Reinhard Grunder  (Reinhard Grunder)
      Peter Meier, sei wann ist es in der Schweiz beim Autofahren erlaubt ein SMS zu schreiben, seit wann darf ich in der Schweiz alkoholisiert Autofahren. Im übrigen,als einer mal sagte (er war gegen die Masken Pflicht) "Rauchen sei nicht verboten verursache aber mehr Tote als Covid-19". Erwiderte ich "Ok,führen wir die Masken Pflicht nur dort ein wo Rauchverbot herrscht.
  • Kommentar von Philip Müller  (Pipo1337)
    Kann mir jemand sagen, ob ich in Frankreich als Genesener nun mit dem Zertifikat der CH ohne weitere Tests und zusätzliche Impfung einreisen darf?
    Danke für die Hilfe!
    1. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Herr Müller, an Ihrer Stelle würde ich das direkt bei der französischen Botschaft in Bern, 031 359 21 11, abklären.
  • Kommentar von Jean-Claude Weber  (WeberJC)
    Bei diesem Durcheinander bleibt man lieber in der Schweiz.
    Warum ins Ausland reisen, wenn das Schöne so nahe liegt?
    Es kommen bestimmt wieder bessere Zeiten . . . . . . .

    War letzte Woche in Stresa (I) mit dem Fahrzeug. Nirgends eine Kontrolle in Sicht.
    Weder auf der Hinfahrt noch auf der Rückfahrt.
    Probleme gibt es scheinbar nur wer fliegt oder mit dem Zug verreist.
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Herr Weber, man kann auch auf den Webseiten der Länder die man durchquert oder Ferien macht nachschauen.