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Frankreichs Rentenreform
Aus Tagesschau vom 11.12.2019.
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Rentenreform in Frankreich Regierung macht deutliche Zugeständnisse

  • Die französische Regierung kommt den Tausenden von Protestierenden in der Rentenreform entgegen.
  • Diese soll erst für Arbeitnehmer ab Jahrgang 1975 greifen, während das Rentenalter von 62 unangetastet bleibt.
  • Trotz des geplanten einheitlichen Rentensystems soll es für Feuerwehrleute, Soldaten und Angehörige der Polizei eine Sonderregelung geben.
  • Die Regierung will ferner eine Grundrente von 1000 Euro einführen.

«Wir werden die Bevölkerung durch ein Rabatt- und Prämiensystem ermutigen, länger zu arbeiten», sagte Ministerpräsident Edouard Philippe bei der Vorstellung der Details der umstrittenen Rentenreform.

Die Frauen werden die grossen Gewinnerinnen werden.
Autor: Edouard PhilippeMinisterpräsident

Das System zahlreicher Sonderregelungen werde durch ein einheitliches Rentensystem ersetzt, sagte Philippe. Dennoch soll es Ausnahmen geben. So sollen Feuerwehrleute, Soldaten und Angehörige der Polizei weiterhin früher in Rente gehen können.

Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll mindestens 1000 Euro pro Monat an Rente beziehen. «Die Frauen werden die grossen Gewinnerinnen des einheitlichen Systems werden», sagte Philippe.

Renten-Dickicht lichten

Gegen die Pläne protestieren seit Tagen Zehntausende Franzosen. Der sechste Streiktag hatte am Dienstag das öffentliche Leben in Frankreich weitgehend lahmgelegt. Die Gewerkschaften hatten Bahnmitarbeiter, Ärzte, Lehrer und andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes dazu aufgerufen, Präsident Emmanuel Macron und seiner Regierung vor der Bekanntgabe der Details der Rentenreform die Stirn zu bieten.

Macron will das veraltete Rentensystem vereinfachen, das mehr als 40 verschiedene Pensionskassen umfasst. Dabei variieren Renteneintrittsalter und Pensionsleistungen erheblich.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    vereinheitlichung kann vieles bedeuten, z.b. vereinheitlichung auf tiefem niveau, wogegen die streikenden sich zu recht wehren (sie sprechen von 700-1000 euro weniger rente pro monat).
    ausserdem von frauen als gewinnern der reform zu sprechen, weil eine grundrente von 1000 euro/monat eingeführt werden soll, ist ein hohn. frauen müssen oft teilzeit arbeiten, weil sie den löwenanteil der unbezahlten arbeit leisten. das bedeutet ein leben lang wenig einkommen und ein alter in armut (1000 €). toll!
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    'Trotz des geplanten einheitlichen Rentensystems soll es für Feuerwehrleute, Soldaten und Angehörige der Polizei eine Sonderregelung geben.' Soviel zur Superlösung die diese Regierung zu bieten hat. Einfach nur peinlich. Warum wohl gerade die Polizei, Soldaten und Feuerwehrleute nicht in den Genuss dieser Wunderteform kommen dürfen, da sie doch so gerecht, so gut durchdacht sein soll? Was hier die Regierung macht ist Teile und Herrsche vom Peinlichsten.
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    1. Antwort von Sebastian Köhler  (Tekk)
      "Gerecht" wäre die Reform ja gewesen da sie eben die Privilegien von Eisenbahnern und Staatsbedienstenden abgeschaft hätte, nur leider scheinen die Franzosen das nicht zu wollen. Ist wie bei uns mit dem Bankgeheimnis, nützt auch nur der Steuerhinterziehung von Reichen Leuten, aber man könnte ja selber auch mal Reich werden und dann davon profitieren.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      @köhler, auf diesen Privilegien wird so rumgeritten, um welche genau handelt es sich denn, dass Isebähnler früher in Rente können? Warum eigentlich nicht alle früher in Rente gehen, wäre doch mal was mit 56? Erweisenermassen sind so manche in diesem Alter ausgepowert und haben die Nase gestrichen voll für ein paar Investoren weiterhin Kapital zu verwerten? Wie gross sind denn die Chancen für 56+ Personen, eine Stelle zu finden? Staatsbedienstete sind für Macr&Co und ein Ärgernis, warum wohl?
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Die Regierung hat bereits wieder nachgegeben. Dieses Rentensystem der Extrawürste wird sich auf die Dauer nicht rechnen.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      In Frankreich wie hier sollten Rentensysteme nicht die Banken und Versicherungen reich machen, sondern den Menschen ein gesichertes Alter innerhalb der Gesellschaft ermöglichen. Das ist der Auftrag. Die Extrawürste, sind was genau? Dass die Menschen es nicht hinnehmen wollen, dass da ein Reform auf Kosten der Immergleichen gemacht wird plus zusätzliche Altersverarmungen garantiert sind? Es gibt gute Vorschläge, die kommen aber nicht von Mac&Co.
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