Renzi: «Für diese Regierung gibt es keine Alibis mehr»

Auch im Abgeordnetenhaus hat Matteo Renzi das Vertrauen bekommen. Nun kann Italiens Regierungschef mit seinen Reformen beginnen. Die erste Auslandsreise ist auch schon geplant - mit einem eher ungewöhnlichem Ziel.

Nach dem Senat hat auch das Abgeordnetenhaus dem neuen italienischen Regierungschef Matteo Renzi die Unterstützung für seine Reformpläne ausgesprochen. Eine Mehrheit der Parlamentarier stellte sich bei der zweiten Vertrauensabstimmung am Dienstagabend hinter Renzi und sein Kabinett.

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Bildlegende: Auch das italienische Abgeordnetenhaus sprach Renzi das Vertrauen aus. Keystone

378 Abgeordnete in Rom stimmten mit Ja, dagegen standen 220 Nein-Stimmen. Zuvor hatte Renzi vor den Abgeordneten noch einmal seinen Reformwillen bekräftigt. «Für diese Regierung gibt es keine Alibis mehr», sagte der 39-Jährige.

Am Montag hatte Renzi bereits im Senat das Vertrauen erhalten. Nach beiden überstandenen Voten kann er nun mit der Regierungsarbeit beginnen. «Wenn wir es schaffen, haben wir unsere Pflicht getan, wenn nicht, wird es nur unsere Schuld sein», sagte Renzi.

Er kündigte zudem an, dass seine erste Auslandsreise kommende Woche nicht nach Berlin oder Brüssel, sondern nach Tunesien führen werde. Damit wolle er die Wichtigkeit des Mittelmeerraums unterstreichen.