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US-Waffenorganisation NRA meldet Konkurs an
Aus Best of - SRF 4 News vom 16.01.2021.
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«Restrukturierung» US-Waffenlobby NRA meldet Konkurs an – um Anklage zu entgehen

  • Die einflussreiche US-Waffenlobbyorganisation NRA hat nach eigenen Angaben Insolvenz angemeldet.
  • Dies nicht aus finanziellen Gründen, sondern im Rahmen eines «neuen strategischen Plans».
  • Die Organisation möchte ihren rechtlichen Sitz von New York nach Texas verlegen.

Der Hintergrund dieser Pläne: Die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York, Letitia James, hatte im August letzten Jahres wegen mutmasslicher Veruntreuung Anklage gegen die NRA erhoben, um deren Auflösung zu erreichen.

Letitia James vor einem Mikrofon
Legende: Letitia James, Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York. Reuters

«Betrug und Missbrauch» seien über Jahre an der Tagesordnung gewesen. Unter anderem sollen Führungspersönlichkeiten Geld für Luxusreisen veruntreut und Aufträge an Familienmitglieder und Freunde vergeben haben.

NRA will sich Strafverfolgung entziehen

Indem die Organisation ihren rechtlichen Sitz nach Texas verlegt, möchte sie sich laut Kritikern der Strafverfolgung in New York entziehen. Die NRA gab an, der Umzug diene dazu, ein «vergiftetes» und «korruptes» politisches Umfeld zu verlassen.

James erklärte nach der Ankündigung der NRA, sie werde die Dokumente prüfen, es der Organisation aber nicht erlauben, «diese oder irgendeine andere Taktik» zu nutzen, um sich der Rechenschaftspflicht und Aufsicht ihrer Behörde zu entziehen.

SRF 4 News, 16.01.21, 02:00 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Pfister  (Stefan Pfister)
    Bei aller berechtigten Kritik an der Waffenlobby darf man nicht vergessen, dass diese nur die vorhandenen Gesetze (aus)nutzt. Es liegt also in den Händen der Politik, diese Gesetze zu ändern.
  • Kommentar von Stefan Pfister  (Stefan Pfister)
    Beim Sturm auf das Capitol gab es "nur" fünf Tote. Washington hat eben strenge Waffengesetze. Wie die angekündigten bewaffneten Protestmärsche verlaufen, wird sich zeigen. Falls es zu Schiessereien mit vielen Toten kommt, wird wieder einmal über Verschärfungen diskutiert. Falls es dazu ein Zweidrittelmehr oder Ähnliches braucht, werden sich wohl kaum genügend Republikaner finden. Falls die einfache Mehrheit reicht, ist etwas möglich. Ausser die konservativen Richter kippen es sofort wieder.
  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Ist es nicht so, dass bei einer Bankrotterklärung zwingend eine Listung aller Vermögenswerte geschieht, die dann zur Gutmachung der Ansprüche von Gläubigern eingezogen werden? Sonst kann ich mich doch bankrott erklären, wenn mir die Gläubiger im Nacken hocken und ungestört das geschuldete Geld ausgeben. Konkurs bei vollen Kassen zu erklären, geht wohl auch nicht.
    Ich denke, das US Gesetz hat Möglichkeiten, solchen Schmus zu verhindern. Die NRA wird mit der Taktik wohl nicht weit kommen.
    1. Antwort von Walter Matzler  (wmatz)
      Findige Anwälte haben längst herausgefunden, wie man Bankrotterklärungen (Konkurse) nützen kann um sich Schulden vom Hals zu schaffen und mit einem anderen Namen neu beginnen kann. Ob's nobel ist, scheint den Anwälten egal zu sein.
    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Die von diesem Verein verwendete Version des Konkurses entspricht so mehr oder weniger der Nachlassstundung. Ziel ist nicht die Liquidation, sondern die Möglichkeit, weiter zu arbeiten, ohne dass die Gläubiger Druck machen können.

      Beachte, dass viele der grossen Fluggesellschaften in den USA länger unter Chapter 11 operierten als nicht…