- Die Waffenlieferungen weltweit sind zwischen den Perioden 2016 bis 2020 und 2021 bis 2025 um 9.2 Prozent gestiegen.
- Die europäischen Staaten verdreifachten ihre Waffenimporte in diesem Zeitraum.
- Grösster Treiber dieser Entwicklung ist weiterhin der Krieg in der Ukraine.
Europa ist damit die grösste Empfängerregion von Waffenlieferungen weltweit, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri mitteilte. Wichtiger Faktor für den Anstieg seien Waffenlieferungen an die Ukraine. Die russische Bedrohung veranlasse die Länder Europas aber auch, ihre eigene Rüstungsfähigkeit zu stärken.
Auch die Unsicherheit darüber, inwiefern die USA ihre Nato-Partner im Ernstfall verteidigen würden, hat die Nachfrage nach Waffen unter den europäischen Nato-Staaten dem Bericht zufolge in die Höhe getrieben.
«Obwohl europäische Unternehmen ihre Waffenproduktion hochgefahren haben und die neuen Investitionshilfen der EU für die Rüstungsindustrie der Mitgliedstaaten zu einer Reihe von Aufträgen innerhalb der EU geführt haben, haben die europäischen Staaten auch 2021 bis 2025 weiterhin US-Waffen importiert, insbesondere Kampfflugzeuge und Luftabwehrsysteme mit grosser Reichweite», sagte Sipri-Forscherin Katarina Djokic.
Die USA beliefern weltweit am meisten Länder mit Waffen, wie aus dem Sipri-Bericht hervorgeht. Die Schweiz nimmt auf der Rangliste der Exportländer Platz 20 ein, mit 0.3 Prozent der weltweiten Waffenexporte. In der Periode davor waren es noch 0.7 Prozent. Der Anteil ist also um 50 Prozent gesunken.