Schettino: Der lange Weg zum Prozess

Seit heute beraten die Richter, ob «Costa Concordia»-Kapitän Francesco Schettino überhaupt für das Schiffsunglück verantwortlich gemacht werden kann. Prozess oder Freiheit? Eine rasche Antwort wird wohl auf sich warten lassen.

Das Schiff der Costa Concordia liegt schräg im Wasser vor der Küste Italiens. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Noch immer liegt die «Costa Concordia» vor der Küste Italiens. Keystone

Im Februar eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Francesco Schettino. Nun ist es die Aufgabe von Richtern im toskanischen Grosseto darüber zu befinden, ob es tatsächlich einen Prozess gegen ihn geben wird. Auch fünf weitere Beteiligte sind betroffen.

Zu einer ersten vorläufigen Anhörung erschien Schettino begleitet von seinen Anwälten. Insgesamt sind rund 40 Sitzungen vorgesehen. Mit einem Entscheid des Gerichts ist deshalb erst in einigen Monaten zu rechnen.

Mitverantwortung anerkannt

Die «Costa Concordia» hatte am 13. Januar 2012 mit mehr als 4200  Menschen an Bord einen Felsen vor der italienischen Insel Giglio gerammt und war auf Grund gelaufen. 32 Menschen kamen ums Leben.

Der Kreuzfahrtanbieter «Costa Crociere» hatte vergangene Woche in einem Vergleich mit der Staatsanwaltschaft seine Mitverantwortung an der Tragödie anerkannt: Mit der Zahlung von einer Million Euro vermied das Unternehmen einen strafrechtlichen Prozess und kann von Überlebenden und Angehörigen nur noch zivilrechtlich belangt werden.

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Schettino kommt zu seinem Gerichtstermin durch die Hintertür (...

0:30 min, vom 15.4.2013