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Schüsse in Synagoge Angreifer war mit Sturmgewehr und Pistolen bewaffnet

Der Schütze von Pittsburgh schoss in mehreren Räumen des Gebäudes auf seine Opfer. Das zeigen die ersten Ermittlungen.

Legende: Video Schüsse auf Synagoge in Pittsburgh abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 28.10.2018.

Die US-Behörden haben weitere Einzelheiten zum Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh vom Samstag bekannt gegeben. Der Angreifer drang am Sabbat-Tag mit einem Sturmgewehr und mindestens drei Pistolen bewaffnet in die Lebensbaum-Synagoge ein. Die elf Toten seien in drei verschiedenen Räumen innerhalb des Gebäudes gefunden worden.

Die Todesopfer seien zwischen 54 und 97 Jahre alt gewesen. Sechs Personen seien verletzt worden, ein angeschossener Polizist befinde sich in kritischem Zustand, hiess es an einer Medienkonferenz. Der Stadtpräsident von Pittsburgh sagte zudem, es sei der schlimmste Tag in der Geschichte der Stadt.

Schütze verfasste antisemitische Botschaften

Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um den 46-jährigen Robert B. aus Pittsburgh. Sein Plan sei es gewesen, «Juden zu töten», sagte der Staatsanwalt für den Westen des Bundesstaats Pennsylvania.

Der Schütze soll Verfasser einer Serie von antisemitischen Botschaften sein, die im bei weissen Nationalisten und Mitgliedern der rassistischen Alt-Right-Bewegung beliebten Onlinenetzwerk «Gab.com» veröffentlicht wurden – eine davon nur wenige Stunden vor dem Angriff auf die Synagoge.

Karte mit der Lage von Pittsburgh.
Legende: SRF

Wie die «New York Times» berichtet, schrieb B. in einem anderen Beitrag, er mache sich nichts aus Trump, weil dieser «ein Globalist ist, kein Nationalist». Die USA könnten nicht wieder gross gemacht werden, so lange es eine jüdische «Verseuchung» gebe, schrieb er demnach mit Hinweis auf Trumps Slogan «Make America Great Again».

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Daß das Beschriebene nicht zu beweisen ist , damit haben Sie recht .Allerdings : Daß das Beschriebene sich n i c h t so ereignet hat , auch nicht !
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  • Kommentar von Marco Jaiza (M. Jaiza)
    Das ist wieder Mal eine typische Reaktion eines im Geist verwirrten Menschen, der so leicht an Schusswaffen kommt, wie nirgends in der zivilisierten Welt. Die USA müssen ihr veraltetes Waffenrecht revidieren. Sie leben nicht mehr in der Zeit des wilden Westens, wo es gegen die Ureinwohner oder gegen wilde Tiere ging, um sein Leben zu verteidigen. Das Gewaltmonopol des Staates kann nur durch eine entwaffnete Bevölkerung wirksam durchgesetzt werden. Ansonsten droht Chaos und Anarchie.
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  • Kommentar von Peter Holzer (Peter Holzer)
    „Schusswaffen töten keine Menschen“ - werden wir hier bald wieder lesen dürfen! Meine herzliches Beileid an die Opfer und Hinterbliebenen.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Das stimmt sogar völlig. Schusswaffen töten keine Menschen. Völlig korrekt und absolut zutreffend formuliert, dem ist tatsächlich so. Aber mit Schusswaffen kann man Menschen allenfalls schützen, so dass es zumindest keine unschuldigen Opfer geben muss, stimmt eben auch.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Man muss schon sehr quer denken um auf solche Schlüsse zu kommen. das gar keine Waffen niemand tötet, auf diesen Gedanken kommen die meisten nicht. Dass das nicht ganz möglich ist keuchtet mir ein, aber ebenso leuchtet mir ein das es wie weniger es gibt, auch weniger getötet wird. Das zu Verstehen fällt einigen schwer. Doch das sind auch die die auf die Werbung positiv reagieren, "Du kannst mehr essen und nimmst doch ab"!
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