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Greta Thunberg will Markenschutz
Aus Rendez-vous vom 29.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:48 Minuten.
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Schulstreik als Markenzeichen «‹Fridays for Future› muss gelebte Werte widerspiegeln»

Mit «Fridays for Future» hat die Schwedin Greta Thunberg vor gut einem Jahr eine Jugendbewegung ins Leben gerufen, die sich weltweit für den Klimaschutz engagiert. Jetzt hat Thunberg eine Stiftung ins Leben gerufen und will ihren Namen und den ihrer Bewegung «Fridays for Future» als Marke schützen lassen.

Beides werde ständig und ohne Zustimmung für kommerzielle Zwecke genutzt, schrieb die 17-Jährige auf Instagram (siehe unten). «Deshalb habe ich beantragt, meinen Namen, Fridays For Future, Skolstrejk för klimatet usw. als Marken registrieren zu lassen.»

Der Schweizer Werber Frank Bodin ist überrascht, glaubt aber an das Potenzial einer Marke wie dieser, die vor allem Junge anspricht.

Frank Bodin

Frank Bodin

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Frank Bodin, Werber des Jahres 2009 und aktuell Präsident des Art Directors Clubs Schweiz, war bis 2018 CEO der Werbeagentur Havas Worldwide in Zürich.

SRF News: Mit einer Marke, die geschützt ist, kann man Geschäfte machen. Ist das Schützen von «Fridays for Future» ein Schritt in diese Richtung?

Frank Bodin: Es ist ein überraschender Schritt. Natürlich stellt sich immer die Frage, vor oder gegen was man sich damit schützen will. Möchte man die Marke dann auch vermarkten? Soll es T-Shirts daraus geben? Oder müssen künftig Demonstranten anfragen, ob sie am Freitag demonstrieren dürfen?

Welches Potenzial hat diese Marke Ihrer Meinung nach?

Diese Marke ist bereits in aller Munde. Der Begriff hat bereits eine sehr grosse mediale Aufmerksamkeit erhalten. Und ein gewisser Bekanntheitsgrad ist immer eine gute Voraussetzung. Ferner steht sie für ein Klimaanliegen, für Nachhaltigkeit. Da gibt es schon ein grosses Vermarktungspotenzial.

Greta Thunberg möchte laut den Recherchen der «Zeit» unter anderem Mützen mit der Aufschrift «Fridays for Future» herstellen. Wie wichtig ist es bei einer solchen Marke, dass sie sich mit Thunbergs Standards deckt?

Das ist unabdingbar. Eine Folge der Digitalisierung ist die enorme Transparenz. Das führt auch dazu, dass eine Schülerin mit ihren Protesten plötzlich weltweit Aufmerksamkeit erhält. Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen, und zwar dann, wenn hier Fehler gemacht werden.

Die Marke steht für eine Bewegung, nicht für eine Institution.

Heutzutage ist eine Marke nicht mehr eine künstliche Sache, bei der man sich irgendwelchen Visionen hingibt, ohne diese zu erfüllen. Eine Marke muss gelebte Werte widerspiegeln. Wenn derartige Produkte hergestellt werden, müssen sie zu 100 Prozent nachhaltig sein.

«Fridays for Future» ist vor allem bei den Jungen bekannt. Hat die Marke das Potenzial, stärker in Umweltanliegen zu werden als Greenpeace oder WWF, die etabliert sind und vor allem von Älteren unterstützt werden?

Die Marke steht in Konkurrenz zu bereits etablierten Marken, die sich in diesem Umfeld stark gemacht haben. Konkurrenz belebt, das wissen wir alle. Es ist noch eine junge Marke, und ich denke, dass sich sehr viele damit identifizieren können, weil es eine Marke ist, die für eine Bewegung steht, nicht für eine Institution. Das macht sie in meinen Augen sehr interessant.

Das Gespräch führte Ivana Pribakovic.

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Impostors, trademarks, commercial interests, royalties and foundation... First: Unfortunately there are still people who are trying to impersonate me or falsely claim that they "represent" me in order to communicate with high profile people, politicians, media, artists etc. Please be aware that this is happening and be extremely suspicious if you are contacted by ”me” or someone saying they ”represent” me. I apologize to anyone who has been contacted - and even misled - by this kind of behavior. Second: My name and the #FridaysForFuture movement are constantly being used for commercial purposes without any consent whatsoever. It happens for instance in marketing, selling of products and people collecting money in my and the movement’s name. That is why I’ve applied to register my name, Fridays For Future, Skolstrejk för klimatet etc as trademarks. This action is to protect the movement and its activities. It is also needed to enable my pro bono legal help to take necessary action against people or corporations etc who are trying to use me and the movement in purposes not in line with what the movement stands for. I assure you, I and the other school strikers have absolutely no interests in trademarks. But unfortunately it needs to be done. Fridays For Future is a global movement founded by me. It belongs to anyone taking part in it, above all the young people. It can - and must - not be used for individual or commercial purposes. And third: together with my family I’m setting up a foundation. It’s already registered and existing, but it not is not yet up and running. This is strictly nonprofit of course and there are no interests in philanthropy. It is just something that is needed for handling money (book royalties, donations, prize money etc) in a completely transparent way. For instance, taxes have to be paid before we can give them away to specified purposes and charities. This takes a lot of time and work, and when the foundation is fully up and running I will tell you more. The foundation’s aim will be to promote ecological, climatic and social sustainability as well as mental health. Love/ Greta, Link öffnet in einem neuen Fenster

Ein Beitrag geteilt von Greta Thunberg, Link öffnet in einem neuen Fenster (@gretathunberg) am

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38 Kommentare

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  • Kommentar von werner zuercher  (Werner Zuercher)
    Die Familie Thunberg ist geschäftstüchtig, geldgierig! Darum, und auch darum, die Atomenergie aus der Versenkung zu holen, geht es diesen und ihren Hinterleuten aus der Hochfinanz! Jetzt springt auch noch der allergrösste Finanzgauner-Verein Black Rock offiziell auf den Klimahysteriezug auf! Natürlich zur Ablenkung! Denn wie auch Soros und CO, will man sich die riesen Gewinne aus der dreckigsten Industrie, Kinder und Sklavenarbeit in der dritten Welt, nicht durch Umweltschutz nehmen lassen!
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    I, my …. nun gehört die Bewegung also Greta? Das ist interessant, da Greta ja bis jetzt völlig altruistisch zu handeln schien … so viele ichs und mich …. ich weiss, ich will, meine Bewegung, mein Name, meine Marke, mein Interesse, mein Glaube ….
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  • Kommentar von Vale Nipo  (VNxpo)
    Es ist wichtig zu Unterscheiden für welchen Zweck man eine Marke schützen möchte. Wenn FFF für einen guten Zweck geschützt wird, dann ist das für viele plötzlich schlimm, doch Greenpeace, WWF und etc. sind ebenfalls geschützt und dass auch berechtigt. Das Differenzieren ist heute bei der Informationsflut unentbehrlich, sonst hat man es mit Verschwörung zu tun. Das wollen wir nicht. Denken Sie an Getränkemarken, die Flaschen landen dann im Meer. FFF fischt diese dann aus dem Meer.
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