- Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind drei Menschen möglicherweise an einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben.
- Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat reagiert: Bei einer Person sei das Virus im Labor bestätigt worden.
- Das Hantavirus kann zu schweren Atemwegserkrankungen führen.
Die WHO hat Kenntnis von fünf weiteren möglichen Infektionsfällen. Drei der bislang insgesamt sechs betroffenen Personen seien verstorben. Eine Person befinde sich in Südafrika im Spital auf einer Intensivstation.
Die WHO koordiniert mit den Behörden und den Betreibern des Kreuzfahrtschiffes die Evakuierung von zwei Passagieren mit Symptomen. Auch andere Passagiere an Bord würden betreut. Ausserdem sei eine Untersuchung des Ausbruchs angelaufen, schreibt die WHO.
Um welches Schiff es sich genau handelt, gab die WHO nicht an. Südafrikanische Medien berichten, dass das Virus auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius auf dem Weg von Argentinien auf die Kapverdischen Inseln ausgebrochen sei.
Gemäss dem Schifffahrt-Tracker Marine Traffic fährt das Kreuzfahrtschiff unter niederländischer Flagge. Es lag am Sonntagabend in Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker.
Das erste Opfer war ein 70-jähriger Mann, der auf dem Schiff starb und dessen Leichnam im britischen Territorium St. Helena im Südatlantik geborgen wurde, teilte das südafrikanische Gesundheitsministerium in einer Erklärung mit. Die Ehefrau des Mannes brach an einem Flughafen in Südafrika zusammen, als sie versuchte, einen Flug in ihr Heimatland Niederlande zu nehmen, teilte das Ministerium mit. Sie starb in einem nahegelegenen Krankenhaus.
Zum Zeitpunkt des Ausbruchs befanden sich rund 150 Touristen an Bord des Schiffes, teilte das südafrikanische Gesundheitsministerium mit. Mehrere Online-Reiseveranstalter gaben an, dass die „Hondius“, die als spezialisiertes Polarkreuzfahrtschiff beschrieben wird, normalerweise mit rund 70 Besatzungsmitgliedern unterwegs ist.