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Überschwemmungen bei Irkutsk (unkomm.)
Aus News-Clip vom 29.06.2019.
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Situation spitzt sich zu Tote und Hunderte Verletzte bei Hochwasser in Sibirien

  • Die Lage im russischen Hochwassergebiet in Sibirien wird immer ernster. Das Fernsehen zeigt dramatische Bilder.
  • Laut des russischen Zivilschutzes sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.
  • Nun ist Kremlchef Wladimir Putin überraschend dorthin geflogen und kündigte rasche Hilfe an.

Das Schicksal von zwei Menschen sei noch nicht geklärt, sagte der russische Zivilschutzminister Jewgeni Sinitschew am Samstagabend der Agentur Interfax zufolge in der Stadt Bratsk. Zuvor war von drei Toten die Rede gewesen. Sinitschew sprach auch von mehr als 350 Verletzten. Etwa 100 von ihnen würden in Krankenhäusern behandelt.

Nach tagelangen Regenfällen waren im Irkutsker Gebiet rund 50 Ortschaften in den Fluten versunken. Mehr als 4000 Gebäude, zahlreiche Brücken und Strassen wurden beschädigt oder zerstört. Mehr als 10'000 Menschen seien von den Überschwemmungen betroffen, hiess es. Viele mussten mit Booten und Rettungshelikoptern in Sicherheit gebracht werden. Der Zivilschutz warnte, dass sich die Hochwasserlage wegen anhaltenden Regens noch verschlimmern werde. In den betroffenen Gebieten wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Putin ordnet rasche Hilfe an

Kremlchef Putin landete in der Stadt Bratsk auf dem Rückweg vom G20-Gipfel in Japan. Er wies laut Interfax die Behörden an, den Menschen rasch und unbürokratisch Hilfe zukommen zu lassen und die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur sowie die Stromversorgung wieder herzustellen.

Die Bürger bräuchten medizinische Hilfe, Medikamente und etwas zu essen und zu trinken, sagte er. Zudem müssten die Menschen besser darüber informiert werden, wo sie Hilfe bekommen können. Putin warnte Händler davor, die Preise auf Lebensmittel zu erhöhen und aus dem Unglück der Menschen Kapital zu schlagen.

«Das Hochwasser steigt leider weiter», sagte Putin. Deshalb müssten weitere Notunterkünfte eingerichtet werden. Kinder sollten in anderen Regionen in Russland in Sommerferienlagern untergebracht werden, Kleinkinder gemeinsam mit ihren Eltern. Sobald sich die Lage entspanne, müsse rasch mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Der Sommer sei kurz, der Winter kehre schnell wieder ein in Sibirien, betonte er.

Zahlreiche Vermisste

Durch den Regen trat in mehreren Flüssen das Wasser über die Ufer. Medien berichteten von zahlreichen Vermissten sowie vielen toten Nutztieren, darunter Kühe und Pferde. Im russischen Fernsehen waren dramatische Rettungsszenen und grosse Zerstörungen zu sehen.

Einsatzkräfte brachten Nahrungsmittel und Trinkwasser in die Region. Regierungschef Dmitri Medwedew ordnete zudem die Auszahlung von finanziell gestaffelten Soforthilfen an – für die Hinterbliebenen der Toten, für die Verletzten und für durch Schäden betroffene Bürger.

Die Region kommt seit Monaten nicht zur Ruhe. Zuletzt hatte es in dem Gebiet nach langer Trockenheit auch schwere Waldbrände gegeben, bei denen ebenfalls Häuser zerstört wurden. Bürger klagten, dass in der klimatisch ohnehin schwierigen Region mit einem kurzen Sommer nun auch grosse Teile des angebauten Obstes und Gemüses zerstört seien.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Die Bilder sprechen Bände! Tragisch für die Menschen in dieser Gegend. Gegen Wasserfluten ist man machtlos. Die optimale Organisation der Soforthilfe ist das Wichtigste! Da ist die russische Politik nun in der Pflicht. Wünsche viel Erfolg!
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Der Boden in Sibirien, der früher dauerhaft gefroren war, taut auf. Das führt zu grosser Instabilität. Nach tagelangen Regenfällen waren im Irkutsker Gebiet rund 50 Ortschaften in den Fluten versunken. Tote sind zu beklagen. Die enormen Schäden der betroffenen Menschen die Tote zu beklagen haben, Haus, Haustiere und ihre Ernten verloren haben mein tiefstes Mitgefühl. Zu hoffen bleibt, dass die versprochenen Soforthilfen eintreffen und etwas Linderung bringen.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Zuerst spreche ich mein herzliches Beileid den Hinterbliebenen der Opfer und den Verletzten aus. Ich fühle mich privilegiert hier in der Schweiz, dass wir über ein von den Behörden gut betreutes System verfügen, das in gewissem Mass uns vor Hochwasser beschützen kann. Dann: Es ist eindeutig, dass sich solche Wetterkatastrophen häufen, ein Zeichen des Klimawandels. Wir sind alle mit unser Art zu leben in die Mitverantwortung gerufen, zum Schutz des Klima beizutragen. Jeder Beitrag zählt.
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