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Skandal im Élysée Ermittlungsverfahren gegen Macrons rabiaten Leibwächter

Legende: Video Beliebtheitswerte Macrons im Keller abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.07.2018.
  • Die Pariser Staatsanwaltschaft hat gegen Alexandre Benalla, vormals Sicherheitsmitarbeiter von Emmanuel Macron, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
  • Er soll bei einer Kundgebung am 1. Mai auf Demonstranten eingeprügelt haben.
  • Die Zeitung «Le Monde» hat den Vorfall am Mittwoch der laufenden Woche an die Öffentlichkeit gebracht.
  • Zumal unklar ist, wieviel die Regierung vom Übergriff gewusst hat, geraten zusehends auch Präsident Macron und dessen Innenminister Gérard Collomb unter Druck.
Alexandre Benalla und Emmanuel Macron
Legende: Einst wich ihm Alexandre Benalla kaum vor der Seite. Nun wird der Sicherheitsmitarbeiter für Emmanuel Macron zum Risiko. Keystone

Am Freitag wurde Benalla in Gewahrsam genommen, am Samstagmorgen wurde sein Haus durchsucht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, als öffentlicher Amtsträger Gewalt angewendet zu haben. Ausserdem gab sich Benalla an der Demonstration im Mai als Polizist aus.

Zudem sind drei Polizisten im Zusammenhang mit der Prügelattacke verhaftet worden. Ihnen wurde vorgeworfen, Benalla unerlaubterweise Videomaterial beschafft zu haben. Dies teilte die Staatsanwaltschaft in Paris mit. Am 18. Juli seien Videoüberwachungsbilder «zu Unrecht an Dritte weitergegeben» worden – der Tag, an dem die Enthüllungen von «Le Monde» erschienen.

Legende: Video Das Video von «Le Monde», das den Skandal auslöste abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 21.07.2018.

In dieser Angelegenheit wird Innenminister Collomb am Montag im Parlament angehört. Abgeordnete der Opposition fordern Collombs Rücktritt, sollte er frühzeitig von dem Vorfall gewusst und nichts unternommen haben. Der Innenminister hatte das Verhalten der drei Polizisten am Freitag scharf verurteilt.

Nach Attacke weiter im Einsatz?

Benallas mutmassliche Prügelattacke war bereits am Tag nach der Demonstration im Präsidialamt bekannt. Er wurde nach Angaben der Präsidentenschaft daraufhin für zwei Wochen suspendiert und in die Verwaltung versetzt. Wer genau von dem Vorfall wusste, blieb zunächst unklar. Auch soll Benalla seither wieder im Ausseneinsatz gesichtet worden sein, etwa bei der französischen Siegesfeier nach der Fussball-Weltmeisterschaft.

Seit zwei Tagen dominiert die Affäre den politischen Alltag in Paris. Präsident Emmanuel Macron steht in der Angelegenheit unter Druck, hat sich jedoch noch nicht dazu geäussert.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen (Jeanot)
    Wer Europa, oder wie hier Frankreich genau betrachtet, wird erkennen das Europa sich Richtung Polizei Staat bewegt. Wenn ich Demos der 60' schaue und zum Beispiel heute, stelle ich fest das der Staat gewaltig aufgerustet hat, und die Brutalität durch der staat, massiv zugenommen hat. Damit erübrigt es sich zu Fragen, warum der respekt gegenüber z.B. Polizei verloren ist gegangen.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Sowas habe ich vor ca. 30 Jahren als Tourist in Paris im Viertel Montmartre gesehen. Da haben vier Polizisten einen Mann zusammen geschlagen und ganz übel weggeschleift, vor den Augen der schockierten Touristen. So neu ist das also gar nicht. Mittlerweile sind Angriffe auf Polizisten Alltag, das Web ist voll von Videos. Die Gewalt schraubt sich gegenseitig hoch.
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  • Kommentar von Tobias Hofer (Tobias Hofer)
    Krasse "Prügelattacke", der hält ihn ja am Kragen fest, die Jacke muss fürchterliche Schmerzen erlitten haben. Ich finde es bemerkenswert, dass ein hoher Sicherheitsbeamter einfachen Polizisten hilft Leute wegzutragen, die zu dumm zum selber laufen sind.
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