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Legende: Video Neue Frontlinien im Krieg in Jemen abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.08.2019.
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Stellvertreterkrieg in Jemen Separatisten erobern Teile der Hafenstadt Aden

  • Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat in Jemen erstmals Angriffe gegen die Separatisten geflogen.
  • Dies nachdem die Separatisten Teile der Hafenstadt Aden eingenommen haben.
  • Laut Angaben der UNO sind allein in den letzten drei Tagen 40 Menschen getötet und 260 verletzt worden.

Der Kampf um die strategisch wichtige Hafenstadt Aden im Süden Jemens spitzt sich zu. Separatisten vom sogenannten südlichen Übergangsrat (STC), die sich vom Norden abspalten und einen eigenen Staat gründen wollen, besetzten am Sonntag mehrere Lager von Truppen der international anerkannten Regierung. Darunter offenbar auch den Präsidentenpalast. Dort sind mehrere Büros der Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi untergebracht. Die Präsidialgarde habe den Komplex kampflos geräumt, berichteten einheimische Quellen.

Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition reagierte mit Luftangriffen auf den Vormarsch der Separatisten. Riad teilte mit, man habe Gebiete angegriffen, die eine «direkte Bedrohung» für Hadis Regierung darstellten. «Das war nur die erste Aktion, weitere werden folgen», wurde sie im saudischen Staatsfernsehen zitiert. Noch habe der STC die Möglichkeit, sich zurückzuziehen.

Rückschlag für die Saudis

Für Saudi-Arabien stellt die Entwicklung einen Rückschlag im Machtkampf mit dem Iran um Vorherrschaft in der Region dar. Das arabische Land unterstützt seit 2015 Hadi, der 2014 von den Huthis aus Sanaa vertrieben wurde. Die Regierung in Riad führt ein Bündnis mehrerer sunnitischer Staaten an, die vor allem mit Luftangriffen die Truppen Hadis unterstützen. Die Huthis sind mit dem schiitischen Iran verbündet. Die Rebellen haben weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.

Legende: Video Die unterschiedlichen Interessen der Kriegsparteien abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.08.2019.

Humanitäre Krise

Durch die Kriegswirren ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln vielerorts zusammengebrochen, fast 80 Prozent der 24 Millionen Einwohner benötigen humanitäre Hilfe und Schutz. Nach UNO-Angaben leiden Millionen Menschen Hunger. Mehr als zwei Millionen wurden im Bürgerkrieg aus ihrer Heimat vertrieben.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von toufiq ismail  (time)
    der südjemen ist seit beginn der 90-er jahre unter der knute des autoritären regimes im norden. das war von beginn weg nichts dauerhaftes. dass der westen nun von neuen wendungen und stellvertrerkrieg spricht zeugt in meinen augen von einer gewissen ignoranz. auch syrien war übrigens unter den assads (zuerst vater, dann sohn) ein totalitärer staat.
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    1. Antwort von Drago Stanic  (drago stanic)
      Ja Syrien ist keine Demokratie genau wie Libyen während Gadhafi und Irak bei Hussein. Aber damals haben Menschen dort besser gelebt als heute. Ohne Assad sind Milionen von nicht Suniten gezwungen zu gehen und Jihadisten werden ihre Kalifat grunden. Mir ist lieber ein Syrien mit Assad als Jihadisten, Sharia, Islamische Staat... Eine einführung Demokratie in Syrien bedeutet heerschaft grösste Volksgruppe und das sind Suniten.
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    2. Antwort von toufiq ismail  (time)
      @stanic: der südjemen war bis anfangs 90-er kommunistisch, jedoch weitgehend säkular. es gab dort sogar eine bierbrauerei und frauen trugen farbige jupes. es war der norden der den islamismus dem süden aufgezwungen hatte. sharia ist wohl das letzte was die leute dort wollen.
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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Die USA morden im Jemen seit Jahren mit Drohnen. Sie sagen es ginge um islamistische Terroristen. In der Logik kann Saudi Arabien oder Iran mit Drohnen in Europa vermutete Rechtsextreme morden, die das Leben von Muslimen bedrohen, siehe Norwegen.
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  • Kommentar von Drago Stanic  (drago stanic)
    Gleichzeitig in Syrien hat sich SAA an Grenze Provinz Idlib erreicht. Gestern würde erste Stadt in Idlib befreit (Al Habit). In nächsten Tagen könnten sich SAA Einheiten von Westen und Osten nordlich von Khan Sheichun treffen und damit Jihadisten in Nord Hama einkesseln. Das wäre ein grösse Sieg für SAA und Jihadisten werden sich versuchen bei Marrat al Numman neu formieren. In Städten südlich von Khan Sheichun gab keine Zivilisten.
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