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Strikte Regelung Iowa verabschiedet strengstes US-Abtreibungsgesetz

  • Im US-Bundesstaat Iowa hat das Parlament strikte Regeln für eine legale Abtreibung beschlossen.
  • Demnach ist ein Schwangerschaftsabbruch nur so lange möglich, wie beim Fötus noch kein Herzschlag feststellbar ist.
  • Dies ist in der Regel nach sechs Wochen der Fall.

In diesem frühen Stadium hätten viele Frauen noch gar nicht gemerkt, dass sie schwanger seien, sagen Kritiker des Gesetzes. Eine Abtreibung werde so praktisch verunmöglicht.

Unterschrift nötig

Das Gesetz sieht aber auch Ausnahmen vor, etwa für Schwangerschaften nach Vergewaltigungen und Inzest. Das Gesetz muss noch von Iowas republikanischer Gouverneurin Kim Reynolds verabschiedet werden.

Bislang ist offen, ob Reynolds das Gesetz unterzeichnet. Allerdings ist die republikanische Gouverneurin ebenfalls Abtreibungsgegnerin.

Die Neuregelung der Abtreibung im konservativen und ländlich geprägten Bundesstaat könnte einen langen Rechtsstreit nach sich ziehen. Befürworter des Gesetzes hoffen, dass sich so das Oberste Gericht der USA erneut mit der Thematik befassen muss.

Seit einem Gerichtsurteil 1973 ist Abtreiben in den USA grundsätzlich legal. Die einzelnen Bundesstaaten können jedoch eigene Regeln dafür aufstellen.

Abtreibungsgegner auf dem Vormarsch

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Abtreibungsgegner versuchen in den einzelnen Bundesstaaten möglichst strikte Regelungen durchzusetzen. Sie sehen in Präsident Donald Trump einen Verbündeten. Erst im März hatte der Bundesstaat Mississippi ein Gesetz erlassen, das einen Schwangerschaftsabbruch nach der 15. Woche verbietet.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Und einmal mehr verlieren Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung!
  • Kommentar von Robin Grogg  (Robin)
    Rund 9 Millionen Menschen sterben weltweit jährlich an Hunger, 7 Millionen an Herzerkrankungen, 1.3 Millionen im Strassenverkehr.
    Gleichzeitig werden jedes Jahr 50 Millionen Kinder abgetrieben.

    Das regt zum Denken an...
  • Kommentar von Peter Imber  (Wasserfall)
    Mich überrascht immer wieder, wie gewisse Männer glauben über Frauen entscheiden zu dürfen. Sie müssen ja ein Kind, zum Beispiel nach einer Vergewaltigung nicht austragen, zur Welt bringen und jahrelang aufziehen, wenn möglich noch unter schwieriger finanzieller Situation und unter beruflicher Erschwernis. Aber das sind wahrscheinlich auch die gleichen Männer, die immer noch finden, der Mann sei das Oberhaupt der Familie.