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Striktes Gesetz umgesetzt Österreich hat ausgequalmt

  • Nach jahrelangem Ringen gilt in Österreichs Gastronomie ab 1. November ein Rauchverbot.
  • Betroffen sind nicht nur Lokale, sondern alle öffentlichen Orte, wo Speisen und Getränke angeboten werden. Dazu gehören zum Beispiel auch Feuerwehrfeste, Festzelte, Kinos und Theater.
  • Das Verbot gilt auch für Shishas und E-Zigaretten. 500 Shisha-Betriebe stehen vor dem Aus.
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Aus dem Archiv: Auch in Österreich kommt das Rauchverbot
Aus Tagesschau vom 02.07.2019.
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Ausgenommen sind Biergärten. Auch Hotels können in Nebenräumen Raucherareale einrichten, in denen allerdings weder gegessen noch getrunken werden darf.

FPÖ hatte Verbot verhindert

Mit dem Verbot wird ein Beschluss des Parlaments umgesetzt, gegen den sich nur die rechte FPÖ gestellt hatte. 2015 hatte die damalige SPÖ-ÖVP-Regierung ein Verbot ab 2018 beschlossen. Die seit Ende 2017 regierende ÖVP-FPÖ-Koalition hatte das Inkrafttreten des Verbots auf Druck der FPÖ verhindert.

Nach dem Aus des Bündnisses im Mai signalisierte die ÖVP ihre Bereitschaft, die alte Verbotsregel von 2015 doch noch umzusetzen.

Raucher, die gegen das Verbot verstossen, müssen mit Strafen bis zu 1000 Euro rechnen. Die Strafen für Wirte liegen bei 2000 Euro, im Wiederholungsfall sogar bei 10'000 Euro.

Rauchverbotsschild.
Legende: Das neue Gesetz gilt in Österreich ab dem 1. November. Keystone

Anlass des Gesetzes ist der hohe Zigarettenkonsum der Österreicher. In dem Land greifen im europaweiten Vergleich besonders viele Frauen und Jugendliche zum Tabak.

Die Ärztekammer und die Krebshilfe hatten bei einem Volksbegehren mehr als 880’000 Unterschriften für ein Rauchverbot gesammelt. Zuletzt galt die Regelung, dass Gäste in abgetrennten Räumen rauchen dürfen.

Shisha-Bars vor dem Aus

Durch das Verbot auch der Shisha-Bars stehen nach Erkenntnissen der Wirtschaftskammer vor allem in Wien viele Lokale vor dem Aus. Betroffen sind nach Angaben aus der Branche in Österreich rund 500 solcher Betriebe mit einigen Tausend Mitarbeitern.

Auch die österreichischen Bahnhöfe sollen bis Frühjahr 2020 komplett rauchfreie Zone werden. Bis dahin würden die letzten Raucherbereiche auf den Perrons und vor den Gebäuden verschwinden, teilte eine Sprecherin der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Ich finde man kann alles übertreiben. Ich bin für ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen für völlig gerechtfertigt. Auch dort wo sich Kleinkinder aufhalten ist ein Rauchverbot angebracht. Aber ich finde, man sollte auf freiwilliger Basis auch den Rauchern durch abgetrennte Fumoirs, das Leben nicht zur Hölle machen.
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    1. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Oben steht, dass in Biergärten + spez. RÄUMEN weiterhin geraucht werden darf. Rauchen gehört nicht zu den Menschenrechten. In der Gesellschaft gibts nur eine Konstante: die Veränderung! Nehmen wir z.B. die Verrichtung der Notdurft (eher ein Menschenrecht, oder?). In urbanen Verhältnissen sassen die Römer an Wänden von spez. RÄUMEN, kackten + schwatzten. Heute gibts Länder, wo öffentliche Toiletten mit Musik beschallt werden, damit niemand sich wegen evtl. Geräusche schämen muss. Veränderung...
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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Eine absolut richtige Entscheidung und zur Nachahmung empfohlen.
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  • Kommentar von M. Fischer  (fim)
    Einfach unglaublich diese Hetze gegen Raucher, verbietet also auch den Zucker, der verursacht mehr Gesundheitskosten als Rauchen und Alkohol zusammen. Kein Nichtraucher muss ja in eine Shisha Bar gehen!! Und auch nicht in ein Raucherlokal. Nun da ja alle Bahnhöfe auch keine Möglichkeit mehr bieten, irgendwo zu Rauchen bis der Zug kommt, verzichte ich einfach darauf und verpeste die Luft mit meinem Auto, denn im Stau kann ich wenigstens entspannt rauchen.
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