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Haiti nach dem Tropensturm «Grace»
Aus HeuteMorgen vom 18.08.2021.
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Sturm nach Erdbeben Tropensturm «Grace» erschwert Hilfslieferungen in Haiti

Die Regenfälle und Erdrutsche erschweren in der Erdbebenregion im Süden Haitis Bergungsarbeiten und Hilfslieferungen.

Nur drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti ist das Katastrophengebiet im Süden des Landes am Dienstag von einem Tropensturm heimgesucht worden. Die starken Winde und Regenfälle stellen für die betroffene Bevölkerung eine grosse Belastung dar.

Aufgrund der starken Winde sind viele Zelte zerrissen worden.
Autor: Sibille Bühlmann Hilfsorganisation Handicap International

Bereits seit Samstag sind über 13'000 Familien obdachlos. Der Sturm habe sie schutzlos getroffen, erklärt Sibille Bühlmann von der Hilfsorganisation Handicap International in Haiti: «Aufgrund der starken Winde sind viele Zelte, die momentan als provisorische Unterkünfte für die Leute gelten, zerrissen worden.» Viele Menschen hätten dadurch im Nassen schlafen müssen.

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Aus dem Archiv: Haiti fürchtet eine doppelte Katastrophe
Aus 10 vor 10 vom 16.08.2021.
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Schon nach dem Erdbeben waren viele Strassen ins Katastrophengebiet verschüttet. Der Tropensturm habe die Situation weiter verschlimmert. Zahlreiche Strassen seien durch Überschwemmungen und Erdrutsche zusätzlich beschädigt worden.

Bei einem Tropensturm sind viele Strassen unpassierbar.
Autor: Jean-Philippe Viala Hilfswerk Fastenopfer

Die meisten Strassen in der gebirgigen Region im Südwesten Haitis sind Schotter- und Erd-Pisten. Sie führen direkt durch Bäche und Flüsse. «Schon bei normalem Regen werden sie rutschig. Bei einem Tropensturm sind viele unpassierbar», erklärt Jean-Philippe Viala vom Hilfswerk Fastenopfer in der Hauptstadt Port-au-Prince.

Die beschädigten Strassen erschweren auch den Transport und die Verteilung von Hilfsgütern im Erdbebengebiet. Das stellt Behörden und Hilfswerke vor grosse Herausforderungen.

Es fehlt an allem

Im betroffenen Gebiet fehle es an fast allem, sagt Bühlmann. Nicht nur Nahrung und Trinkwasser seien Mangelware. Es sei auch nicht genug medizinisches Material vorhanden, um die hilfsbedürftigen Menschen zu versorgen.

Mindestens 1'900 Menschen sind beim Erdbeben bislang ums Leben gekommen. Die Zahl der Opfer dürfte allerdings noch weiter steigen.

Derzeit bittet die haitianische Regierung vor allem um Geld, um die Hilfsgüter direkt vor Ort kaufen zu können. Die EU hat am Dienstagabend 3.2 Millionen Franken versprochen. Auch die Schweiz will eine Million an Soforthilfe beisteuern.

Glückskette sammelt für Haiti

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Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat die Glückskette ein Spendenkonto eröffnet. Die Glückskette ist in Kontakt mit ihren Partnerorganisationen, die vor Ort schon mit bestehenden Projekten aktiv sind und die Bedürfnisse abklären. Spenden auf das Postkonto 10-15’000-6 mit Vermerk «Haiti» oder direkt über die Webseite www.glueckskette.ch sind willkommen.

HeuteMorgen, 18.08.2021, 06:00

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Der Bund unterstützt Haiti mit einer Million Franken, Herr Molina und Frau Arslan forden 10'000 Afghanen aufzunehmen. Wie passt das zusammen? Ich finde man müsste viel mehr vor Ort helfen, den Haitianern geht es auch sehr dreckig. Wenn das Elend vor der Türe steht zeigt man sich grosszügig, aber weit weg interessiert das die wenigsten. Zitat Josef Stalin: "Der Tod eines einzelnen Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik."
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Man kann nicht überall auf der Welt helfen. So gelangt man schnell selber an den Bettelstab. Es wäre Sache der UNO, darauf hinzuarbeiten, dass solche Länder nicht von korrupten Regimes beherrscht werden.
    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      @Planta. Innerhalb weniger Jahre zwei schwere Erdbeben und jetzt noch einen Tropensturm. Die 10'000 Afghanen würden pro Jahr ein paar Millionen pro Jahr kosten; allein schon Gesundheit, Sprache, Bildung, usw. zusätzlich zu Wohnen und Lebenskosten.
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Es stellt sich die Frage, ob man an der Tradition, an Leib und Leben gefährdete Leute eine Zuflucht zu bieten festhalten kann und will. Ich persönlich wäre dafür, andere vermischen solche absichtlich mit den viel häufigeren Wirtschaftsmigranten, für die es natürlich in der Schweiz keinen Platz hat.