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International Syrien: Mindestens fünf Angriffe mit Giftgas

Im syrischen Bürgerkrieg wurde mindestens fünfmal Giftgas eingesetzt. Das zeigt der Abschlussbericht der UNO.

An fünf von sieben untersuchten Orten haben die Chemiewaffen-Experten der UNO Beweise und «ernstzunehmende Hinweise» gefunden, wonach dort Giftgas verwendet worden war. In vier Fällen handle es sich dabei um das Nervengift Sarin. Zu diesem Schluss kommen die Chemiewaffen-Experten, die UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag ihren Schlussbericht überreichten.

Unter den Opfern dieser Giftgasangriffe seien sowohl Zivilisten als auch Soldaten. Von welcher Seite die weltweit geächtete Waffe genutzt wurde, lassen die Experten allerdings offen. In den vergangenen Monaten haben sich die Führung in Damaskus und die Rebellen immer wieder gegenseitig beschuldigt, Giftgas abgeschossen zu haben.

Ban bekräftigt Zerstörung der Chemiewaffen

«Der Einsatz von Chemiewaffen ist ein schwerwiegender Verstoss gegen das Völkerrecht und eine Missachtung der gemeinsamen Menschlichkeit», erklärte Ban zu dem Bericht. Die internationale Gemeinschaft dürfe in ihren Bemühungen nicht nachlassen, dass diese «grausamen Waffen» vernichtet würden, und
zwar nicht nur in Syrien.

Der UNO-Generalsekretär will heute die Generalversammlung über die Erkenntnisse des Abschlussberichts unterrichten. Am Montag soll der UNO-Sicherheitsrat über die Ergebnisse und etwaige Konsequenzen beraten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von reiner tiroch, aichach
    kaum ist der bestellte und sehnsüchtig erwartete bericht da, fordert der Ban in syrien etwas zu unternehmen, ganz im Sinne der USA, die plötzlich und unerwartet, haha, mit dem Assad zusammenarbeiten wollen. wenn rußland dagegen ist gegen Assad zu sein, geht es halt ander herum, gell? wann fällt der 1. Schuß weil man sich ja verteidigen muß?
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Wer künftig noch Verbrechern aus der Assad-Clique ausserhalb Syriens die Hand reicht, dem möge sie abfaulen. Es ist ein kaum verständlicher Mangel des Völkerrechts im 21. Jahrhundert, dass die sogenannte Völkergemeinschaft sich in solchen Fällen nicht klar und dezidiert zu drastischen Sanktionen und Maßnahmen entschliessen kann.
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  • Kommentar von T. Bischofberger, Brugg
    das ist nichts Neues und auch nach diesen Erkenntnissen wird nichts passieren, bis das letzte Haus ein Trümmerhaufen ist und das Elend noch unermesslicher wird als es schon ist… Einmal mehr frage ich mich, wieso wir noch Gesetze schaffen, wenn diejenigen nicht bestraft werden, welche sie nicht einhalten. Ich weiss UNO, ist alles nicht so einfach, lieber noch ein Bürogebäude mehr bauen und in den Ordnern stöbern bis Feierabend ist. Und ja, ihr macht auch gewisse Dinge gut aber das reicht nicht..
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Da müssen sie nicht die UNO kritisieren sondern die Russen.
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