Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Tausende Klagen in den USA Milliarden-Vergleich mit Pharmafirmen: Bundesstaaten lenken ein

  • Der US-Pharmakonzern Johnson und Johnson (J&J) und drei amerikanische Arzneimittelgrosshändler treiben einen insgesamt 26 Milliarden Dollar schweren Vergleich voran.
  • Für die Einigung im jahrelangen Rechtsstreit gebe es ausreichend Rückhalt unter den US-Bundesstaaten, teilten die Pharmakonzerne mit.
  • J&J sowie die Pharmahändler McKesson, Cardinal Health und AmerisourceBergen hatten den Vergleich mit Tausenden Klägern im Juli akzeptiert. Im Streit geht es um den Umgang mit süchtig machenden Schmerzmitteln.
Video
Aus dem Archiv: Vom Schmerz zur Abhängigkeit durch heikle Opiate
Aus Puls vom 01.02.2021.
abspielen

Der Rückhalt unter den US-Bundesstaaten war Bedingung für eine Umsetzung des im Juli erzielten Vergleichs. Danach zahlen die Pharmahändler über mehrere Jahre hinweg zusammen 21 Milliarden Dollar, J&J fünf Milliarden Dollar. Die ersten Raten sind bis Ende September fällig.

Pharmakonzerne sollen Risiken heruntergespielt haben

Zwischen 1999 und 2019 sind in den USA etwa 500'000 Menschen durch Überdosen von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln und illegalen Drogen ums Leben gekommen. Mehr als 3000 Klagen liegen deswegen vor. Darin wird J&J beschuldigt, die Vorteile von Opioiden überbewertet und die Risiken heruntergespielt zu haben. Den Grosshändlern werden mangelnde Kontrollen vorgeworfen, die zur massenhaften Verbreitung der Schmerzmittel über illegale Kanäle geführt haben sollen.

Die Händler und J&J bestreiten jegliches Fehlverhalten. Die Unternehmen hatten den Vergleich zunächst mit 14 Bundesstaaten ausgehandelt. Jetzt sind laut den Pharmahändlern 42 Bundesstaaten, fünf Territorien sowie Washington D.C. mit an Bord.

SRF 4 News, 05.09.2021, 07:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Das sind verschreibungspflichtige Medikamente. Damit sollten auch die Ärzte, die dieses Zeug fleissig verschrieben haben, zur Verantwortung gezogen werden. Hierbei wäre zu überprüfen, ob und inwiefern die einzelnen Ärzte von der Verschreibung süchtig machender Arzneimittel profitiert haben.
    1. Antwort von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
      der dealer profitiert immer von seinen süchtigen! da ist es auch nebensächlich ob es bei diesem dealer um den staat(nikotin + alcohol), ärzte(suchterzeugendes medikamente) oder auch den illegalen drogenhändler(der rest) handelt.
  • Kommentar von Beat Stroo  (streatcom)
    Als Kommentar möchte ich lediglich den Titel eines Artikels in der NZZ vom 22.3.21 zitieren:
    "Impf-Konfusion komplett: Swissmedic lässt den dritten Impfstoff zu, doch der Bund verschmäht das Vakzin von Johnson & Johnson"

    Quelle:https://www.nzz.ch/schweiz/swissmedic-laesst-dritten-impfstoff-zu-doch-die-schweiz-will-das-vakzin-von-johnson-johnson-nicht-ld.1607985?reduced=true
  • Kommentar von Angela Doppelhofer  (AnDoHo)
    Das sollte man sich mal auf der Zunge vergehen lassen!
    Offenbar schmerzt es die „Pharmariesen „keinen Deut, wenn sie die Menschen zu Schaden kommen lassen, weder gesundheitlich, finanziell noch ethisch moralisch!
    Ich weiss weshalb ich auf Medikamente verzichte schon mein ganzes Leben lang!
    1. Antwort von Werner Gürr  (FrMu)
      Frau Doppelhofer Wie ich oben bemerkt habe, stehen zwischen den Pharmariesen und den Endabnehmern ihrer Medis, also den Patienten, die Ärzte. Vor allem bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Es muss eine Vielzahl von Ärzten geben, die sich bezügl. der Weitergabe dieser Arzneimittel an Patienten unethisch verhalten haben. Diese Ärzte tragen ebensoviel Verantwortung wie die Hersteller und Grossverteiler der Medikamente.
    2. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Schön für Sie Frau Doppelhofer, dass Sie noch nie in Ihrem Leben Medikamente gebraucht haben. Bedeutet es doch Sie mussten noch nie wegen Krankheit oder Unfall ins Spital und operiert werden. Toll.