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Terroranschlag von Nizza 18 Jahre Haft für Mithelfer des Attentäters

  • Ein Berufungsgericht in Frankreich bestätigt die Haftstrafen von zwei Männern, die beim Terroranschlag von Nizza mitgeholfen haben sollen.
  • Das Gericht verurteilt sie zu je 18 Jahren Haft und bestätigt damit das Urteil der Vorinstanz.
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Aus dem Archiv: Urteil im Prozess zum Terroranschlag in Nizza
Aus Tagesschau vom 13.12.2022.
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Knapp acht Jahre nach dem Terroranschlag auf der Strandpromenade von Nizza mit 86 Toten sind zwei Helfer des Attentäters in einem Berufungsprozess in Paris zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht sprach die beiden Männer am Donnerstagabend wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig und verhängte das gleiche Strafmass, wie bereits die erste Instanz, berichtete die Zeitung «Le Parisien» aus dem Gerichtssaal.

Den beiden Männern war vorgeworfen worden, den Attentäter moralisch und materiell unterstützt und ihn inspiriert zu haben. Laut Staatsanwaltschaft wussten sie um die Gesinnung des Mannes und dass er in der Lage sei, einen Anschlag zu begehen. Auch sollen sie in die Suche nach einer Schusswaffe eingebunden gewesen sein.

In erster Instanz waren sechs weitere Helfer des Attentäters Ende 2022 zu Strafen zwischen zwei und zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Sie legten anders als die beiden damals Hauptangeklagten keine Berufung ein.

Die Gedenkstätte für die Opfer von Nizza
Legende: 86 Menschen kamen bei dem Terroranschlag in Nizza ums Leben. Keystone/Daniel Cole (Archiv)

Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, war der Attentäter auf der Flaniermeile Promenade des Anglais in Nizza kurz nach dem Feuerwerk mit einem tonnenschweren Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Er schoss auch auf Menschen. Letztlich gab es 86 Todesopfer und mehr als 200 Verletzte. Der Gewalttäter wurde nach der Tat erschossen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Laut den Behörden war dieses angebliche Bekenntnis trotz des Interesses des Täters für den Dschihadismus opportunistisch. Eine Verbindung des Täters zu einer Terrororganisation wurde nicht gefunden, aber eine klare islamistische Inspiration.

Sicherheitsmängel sollen juristisch aufgearbeitet werden

Der Anschlag erschütterte damals Frankreich, das zuvor schon durch die Terrorattacken auf die Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» und einen jüdischen Supermarkt sowie auf Restaurants und den Konzertsaal «Bataclan» in Paris ins Mark getroffen worden war. Möglicherweise noch juristisch aufgearbeitet werden vermutete Sicherheitsmängel in Nizza zum Zeitpunkt des Anschlags.

SRF 4 News, 14.06.2024, 2 Uhr ; 

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