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Sudan soll von Terrorliste der USA gestrichen werden
Aus Nachrichten vom 20.10.2020.
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Terrorliste der USA USA wollen Sudan von der Terrorliste streichen

  • Die USA sind offenbar bereit, Sudan von der Liste jener Staaten zu streichen, die den Terrorismus unterstützen.
  • Das schrieb Präsident Donald Trump auf Twitter.
  • Zuvor müsse das Land allerdings eine Zahlung von 335 Millionen US-Dollar leisten – als Entschädigung für US-amerikanische Terroropfer in der Region. Sudan habe diese Zahlung zugesagt.

Rund eineinhalb Jahre nach dem Sturz des autokratischen Langzeitpräsidenten Omar Al-Baschir, steht der Sudan in seinen Bemühungen um bessere Beziehungen mit der internationalen Gemeinschaft vor einem Durchbruch.

Ein «grosser Schritt für den Sudan»

Im Gegenzug für die Entschädigung amerikanischer Terror-Opfer und deren Angehöriger wollen die USA den Sudan von ihrer berüchtigten Liste staatlicher Unterstützer von Terroristen streichen. Die Zahlung von 335 Millionen Dollar (rund 305 Millionen Franken) bringe nach langer Zeit Gerechtigkeit, schrieb US-Präsident Donald Trump am Montag auf Twitter. Dies sei ein «grosser Schritt für den Sudan». Die Streichung könne nach der Zahlung erfolgen.

Die Einstufung des Sudans als Terror-Staat hat das Land im Nordosten Afrikas international isoliert. Nach einer Streichung von der Liste dürfte es unter anderem für internationale Firmen und Banken viel einfacher werden, im Sudan Geschäfte zu machen. Zudem kann die Regierung in Khartum damit auch leichter wieder Zugang zu Hilfen multilateraler Geberinstitutionen bekommen, etwa vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Auf der Terror-Liste der USA stehen sonst nur noch die Staaten Nordkorea, Iran und Syrien. Der Sudan wurde dort seit 1993 aufgeführt.

Der Leiter der sudanesischen Übergangsregierung, Ministerpräsident Abdullah Hamduk, dankte Trump prompt über Twitter. Es sei gut, diese Altlast des früheren «disfunktionalen Regimes» im Sudan abzuschütteln. «Ich sollte betonen, dass wir ein friedliebendes Volk sind und nie Terrorismus unterstützt haben», schrieb er.

Abdullah Hamduk im Anzug vor blauem Hintergrund
Legende: Abdullah Hamduk, Ministerpräsident von Sudan und Leiter der sudanesischen Übergangsregierung, während einer Pressekonferenz im Februar 2020. Keystone

Ein wichtiges Ziel

Der Sudan befindet sich seit langem in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Millionenzahlung in die USA in harter Währung dürfte für das Land mit rund 42 Millionen Einwohnern daher nicht einfach sein. Der Sudan bemüht sich aber seit dem Sturz Al-Baschirs im April 2019 um bessere Beziehungen mit der internationalen Gemeinschaft. Für Khartum war es ein wichtiges Ziel, von der US-Terror-Liste gestrichen zu werden. Trump schrieb, Sudans Regierung mache derzeit «tolle Fortschritte».

Entschädigungszahlung für Al-Kaida-Opfer

Die Entschädigungszahlung gilt dem Vernehmen nach US-Überlebenden und Angehörigen der Opfer der Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Tansania und Kenia im Jahr 1998. Für die Anschläge wurde die Terrororganisation Al-Kaida verantwortlich gemacht, deren Anführer Osama bin Laden sich damals im Sudan aufgehalten haben soll. Bei den Angriffen wurden nach US-Angaben 224 Menschen getötet, darunter 12 US-Bürger, und mehr als 4500 Menschen wurden verletzt.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass die USA den Sudan nur im Gegenzug einer Normalisierung seiner Beziehungen mit Israel von der Liste streichen würden. Washington bemüht sich darum, arabische Staaten, beziehungsweise Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit, dazu zu bewegen, Israel offiziell anzuerkennen. Trumps Tweet zum Sudan erwähnte Israel am Montag allerdings nicht.

SRF4 News, 20.10.20, 5:30 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Schuppisser  (Dimilo)
    Die Heuchelei der USA ist ein reiner Witz. Unzäglige andere Staaten unterstützen Terroristen (UAE, Saudi Arabien, Pakistan usw.), jedoch sind nur 3 Länder auf der Liste der USA? Ein reiner Witz.
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  • Kommentar von Semat Özen  (Semat)
    Sudan ist auch wieder ein gutes Beispiel, wie das aland und die Völker für ihre geologische vorteil für den Sklavenhändler im 18. Jahrhundert ausgenutzt wurden und in den 20. wwgen ihre Rohstoffe dirch Frankreich und den Staaten, diplomatisch radikalisiert wurden um den Präsidenten zu stürzen und den Diktator Hissène Habré einzusetzen.
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    1. Antwort von Semat Özen  (Semat)
      Entschuldige mich für die Schreibfehler.
      Staaten produzieren Terroristen und setzen das Land auf Terrorliste bis der Staat zusammenbricht und damit sie wieder erholen dürfen, bezahlen sie schöne ablösesumme. Mal sehen was Sudan die nüchsten 20 Jahre durchmachen muss
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  • Kommentar von Domi Becker  (die etwas andere Sichtweise)
    Das wird Trump auch nicht mehr Stimmen bringen, da die allermeisten Amis gar nicht wissen, wo der Sudan liegt. Und schon gar nicht, auf welchem Kontinent.
    Wieviele Hochzeiten wurden in Afghanistan schon von den USA bombardiert? da gab's mehr als 300 Tote. Dann müssten die USA auch auf die Liste. Ah, stimmt, die werden ja entschädigt, mit 100.--/kill. Tja, so sind die Umrechnungstabellen.
    Saudiarabien gehörte auch auf die Liste, aber die kaufen ja genug Waffen in den USA.
    Eine nette Welt!
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