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Tierseuche auf dem Vormarsch Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland

  • Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist erstmals in Deutschland nachgewiesen worden.
  • Die Tierseuche wurde bei einem toten Wildschwein nahe der Grenze zu Polen bestätigt. Für den Menschen besteht keine Gefahr.
  • Die Schweiz ist bislang noch nicht betroffen. Ein Auftreten auch bei uns wird aber befürchtet.
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Aus dem Archiv: Bedrohliche Schweinepest auf Vormarsch
Aus Schweiz aktuell vom 26.09.2019.
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«Der Verdacht hat sich leider bestätigt», meinte die deutsche Agrarministerin Julia Klöckner in Berlin vor den Medien. «Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich.» Vom Verzehr von möglicherweise kontaminiertem Fleisch gehe keine Gefahr für den Menschen aus. Für Schweine sei die Seuche fast immer tödlich.

Der Kadaver des Wildschweins war wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Landkreis Spree-Neisse gefunden worden. Ein chemisches Institut brachte den endgültigen Nachweis. Damit verliert Deutschland den Status als «seuchenfrei».

Angst vor Ausbreitung auch in der Schweiz

Nun könnten Deutschland Exportstopps für Schweinefleisch ins Nicht-EU-Ausland drohen, zum Beispiel nach Asien. Bei den deutschen Bauern gibt es deshalb grosse Sorgen vor wirtschaftlichen Auswirkungen.

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Die Übertragung der afrikanischen Schweinepest
Aus Einstein vom 31.10.2019.
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In der Schweiz gibt es bislang keine Fälle. Aber auch hier sind die Bauern in Sorge und der Bund befürchtet, dass ein Auftreten von Fällen über kurz oder lang unvermeidlich ist. Laut Bundesamt für Landwirtschaft bestehe die höchste Alarmstufe. Das heisst konkret: Schweizweit werden alle tot aufgefundenen Wildschweine sowie Abschüsse von kranken Tieren und Unfallwild im Rahmen eines nationalen Früherkennungsprogramms auf die Afrikanische Schweinepest untersucht.

Mit Zäunen gegen die Krankheit

Die Krankheit breitet sich seit Jahren vor allem von Osten her auf dem Kontinent aus. In den letzten Monaten kursiert sie vor allem in Polen. Im März wurde im östlichen Nachbarland Deutschlands ein daran gestorbenes Wildschwein nur etwas mehr als zehn Kilometer vor der Grenze entdeckt.

Als Ursache für die Verbreitung in Europa wird die illegale Entsorgung von Speiseabfällen vermutet, die den Erreger enthielten.

Das deutsche Bundesland Brandenburg hat bereits einen 120 Kilometer langen Elektroschutzzaun an der Grenze errichtet. Er soll Wildschweine aufhalten. Auch am sächsischen Grenzverlauf wurde ein Zaun gebaut.

SRF 4 News, 10.09.2020, 10.30 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Schon beim Coronavirus, aber auch bei anderen Seuchen vermutet man einen Zusammenhang mit dem immer weiteren Vordringen des Menschen in die natürlichen Lebensräume von Wildtieren. Der unmässige(!) Fleischkonsum z.B (CH: 50 kg/Jahr, 2016) erfordert weltweit immer grössere Flächen zur Futtermittelproduktion. Und warum werden eigentlich Speiseabfälle, Gülle usw. nicht im grossen Stil zu Biogas als erneuerbare Energiequelle verarbeitet? Zu teuer? Keine Förder-Lobby?
  • Kommentar von Heinrich Müller  (Heinrich)
    Arme Schweine, sie werden nicht mehr nach China verkauft. Im Gegensatz zu Europa ist China sehr streng und nimmt das Problem der Afrinanischen Pest ernst.
  • Kommentar von Joshua Weidemann  (Söderle2)
    Ich sehe es positiv das die Pest jetzt in DE ist, und das China hoffentlich denn Import von Tönnies und Co. Stoppen tut.
    Weil Tönnies dann zum 2. Mal ein Problem hat und die Landwirte, was in mein augen richtig ist.