Zum Inhalt springen

Header

Video
Venezuela: Maduro verkauft massenhaft Gold
Aus Tagesschau vom 07.10.2019.
abspielen
Inhalt

Trotz US-Sanktionen Wie Venezuela weiter Gold fördert und verkauft

Die Regierung Venezuelas braucht Geld. Seit über vier Jahren wird das Land durch US-Sanktionen kurzgehalten. Erdölexporte – früher ein sicherer Devisen-Garant – sind schwierig geworden. Nun treibt die Regierung die Förderung von Gold voran.

Gemacht wird das im sogenannten «Arco Minero», einer Region südlich des Orinoco-Flusses, mit einer Fläche von mehr als 100'000 Hektaren. So ganz regelkonform ist das nicht: Denn eigentlich wäre der Goldverkauf ins Ausland ebenfalls sanktioniert – aber halt nur eigentlich.

Karte des Gebiets in Venezuela, welches reiche Goldreserven besitzt.
Legende: Im «Arco Minero», südlich des Orinoco-Flusses, gibt es reichlich Gold. Das soll nun vermehrt abgebaut und im Ausland verkauft werden – das ist zwar illegal, aber einfacher als der Verkauf von Öl. SRF

Noch ist das Geschäft frei

Patricia Salamanca betreibt mehrere kleine Goldminen, mitten im Urwald, verteilt auf einer 15 Hektar grossen Fläche. Das Gold geht auf direktem Weg nach Caracas.

Video
Patricia Salamanca ist die Besitzerin einer der Goldminen südlich des Orinoco-Flusses
Aus News-Clip vom 07.10.2019.
abspielen

«Das ist Teil der Abmachung: Die Minen hier in der Region verkaufen das Gold an die Regierung, das ist die Regel, das fordern sie von uns.» Bisher sei das Geschäft noch recht frei. Und wenn ein anderer Goldkäufer komme, könne man es auch anderweitig verkaufen, sagt sie.

Gold lässt sich leichter illegal verkaufen als Öl

Zahlen der venezolanischen Zentralbank zeigen: 2018 kaufte der Staat 10 Tonnen Gold, das im eigenen Land gefördert wurde – und kam so an Devisen.

Auch Alexander Luzardo, Professor für Umweltrecht, macht deutlich: Obwohl der Export von venezolanischem Gold durch Sanktionen verboten sei, werde es ins Ausland gebracht. Denn der Verkauf von Gold über illegale Geschäfte sei leichter als der von Erdöl. «Das Gold wird ins Ausland geschmuggelt, gewaschen und später legitimiert über Geisterfirmen, die eigentlich illegal sind, aber legalisiert werden.» Zudem würden auch Steueroasen genutzt.

Video
Alexander Luzardo, Professor für Umweltrecht, erklärt, wie das Gold im Ausland zu Geld wird.
Aus News-Clip vom 07.10.2019.
abspielen

So erstaunt es nicht, dass die Regierung von Nicolás Maduro den Bergbau ausbauen will – auch durch Partnerschaften mit China und Russland. Das Ziel ist klar: Trotz der US-Sanktionen weiter an frisches Geld zu gelangen. Die Goldreserven in der Region werden auf 7000 Tonnen geschätzt.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.