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Trotz Warnungen der USA Iranischer Benzin-Tanker erreicht Venezuela

  • Trotz Warnungen der USA ist der erste von fünf iranischen Benzin-Tankern in Venezuela angekommen.
  • Er erreichte am Samstagabend (Ortszeit) venezolanisches Gewässer, wie aus Daten des Informationsanbieters Refinitiv hervorgeht.

Das Staatsfernsehen Venezuelas zeigte zudem Bilder eines Marineschiffs und eines Flugzeugs, die sich auf die Ankunft des Tankers vorbereiteten. Der Verteidigungsminister des Landes hatte versprochen, dass das Militär die Tanker eskortieren werde.

«Wir heissen die Schiffe aus der Islamischen Republik Iran willkommen, die bald in den Häfen unseres Vaterlandes ankommen werden», schrieb Ölminister Tareck El Aissami auf Twitter. Vier weitere Tanker, die laut Medienberichten insgesamt 1.5 Millionen Barrel Treibstoff liefern, würden in den kommenden Tagen erwartet.

Die Tanker befördern nach Angaben beider Regierungen insgesamt 1.53 Millionen Barrel Benzin nach Venezuela. Die USA haben sowohl gegen das südamerikanische Land als auch gegen den Iran Sanktionen verhängt und mit Konsequenzen gedroht. Die Vereinigten Staaten haben kürzlich ihre Marinepräsenz in der Karibik verstärkt, was offiziell mit einem Anti-Drogen-Einsatz begründet wurde.

Maduro gegen Guaidó

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Oppositionsführer Juan Guaidó.
Legende:Oppositionsführer Juan Guaidó.Keystone

Venezuela ist in einen erbitterten Machtkampf zwischen Maduro und dem Oppositionsführer Juan Guaidó verstrickt. Der Parlamentspräsident Guaidó hatte sich zu Beginn des vergangenen Jahres selbst zum Übergangspräsidenten ausgerufen. Er wird von der Regierung von US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Iran steht – ebenso wie Russland – hinter Maduro.

Venezuelas linksgerichteter Staatschef Nicolás Maduro hatte dem Iran am Mittwoch in einer Fernsehansprache für die Unterstützung gedankt. Venezuela leidet schon seit Jahren unter einer schweren Wirtschaftskrise, die zuletzt durch die Coronavirus-Pandemie verschlimmert wurde. Obwohl das Land die grössten Ölvorkommen der Welt hat, ist es auf Treibstofflieferungen angewiesen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die beiden Mitglieder des Ölkartells Opec angesichts der US-Sanktionen gegenseitig helfen. In den Jahren 2010 und 2011 schickte der staatliche Ölkonzern PDVSA Treibstoff in den Iran.

Video
Aus dem Archiv: USA erhöhen Druck auf Venezuela
Aus SRF News vom 05.04.2020.
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SRF 4 News, 6:00 Uhr;

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Traurig zuzusehen, wie die Linken und insbesondere der nicht gewählte Präsident - von Beruf Buschauffeur - ein reiches Land ruiniert, korrumpiert und die Bürger in Armut gestürzt hat. 'Sozialismus' ist, wenn andere dafür zahlen - nur blöd wenn man keinen Anderen findet, dann droht der Ruin.
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  • Kommentar von Beni Rüesch  (Beniru)
    Unglaublich, was sich das US-Imperium wieder erlaubt. Völkerrechtswidrig, die UNO missachtend sanktioniert es auf zerstörerische Weise Länder + droht unverfroren mit militärischer Gewalt. Guaidó wird durch die USA mit x Hundert Mio. Dollar (!) unterstützt mit Ziel, die Regierung zu stürzen. Unbeachtet von der Weltöffentlichkeit hat die USA Mitte April 342 Mio. Dollar der venezolanischen Staatsbank völlig illegal konfisziert/gestohlen und an Guaidó überwiesen, einer der grössten Diebstähle ever!
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  • Kommentar von Manuel Nagel  (mkrm)
    So wenig ich mit den Regimes in Iran oder Venezuela anfangen kann, aber was an diesem Transport zwischen zwei sanktionierten Staaten verwerflich sein soll, erschließt sich mir nicht.
    Gleichzeitig ist das für die venezolanische Führung an Peinlichkeit kaum zu überbieten, so ist es schließlich ein Eingeständnis des Scheiterns, das Land so weit heruntergewirtschaftet zu haben, dass man trotz reichlich zwangsverstaatlichter Raffinerien nicht zu einer Selbstversorgung in der Lage ist.
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    1. Antwort von Andreas Beerli  (swissneutro)
      Mit solch drastischen Sanktionen, ist es auch kein Wunder, dass Venezuela am Boden liegt; nebst den selbstverschuldeten, ist dass der Hauptgrund.
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    2. Antwort von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
      @Planta: So kann man dies nicht sagen Herr Planta: Nehmen Sie Südkorea, Japan oder auch Vietnam: Auch wenn die Amis dort einen "falschen" Krieg führten, welchen sie auch verloren, wäre Vietnam jetzt nicht dort wo es jetzt ist. Und - Europa wäre jetzt "Stalins Reich" , behaupte ich!!
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