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Trump besucht Katastrophenzone Orte der «totalen Verwüstung»

Legende: Video Donald Trump besucht Kalifornien (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.11.2018.
  • US-Präsident Donald Trump hat Kaliforniens Katastrophengebiete besucht.
  • Bei den Grossbränden in Kalifornien sind nach jüngsten Angaben mindestens 76 Menschen ums Leben gekommen, etwa 1300 werden noch vermisst.
  • Trump macht die Forstbehörden für die Grossbrände mitverantwortlich, wie er über Twitter mitteilte und später in einem Fernsehinterview bestätigte.

Der US-Präsident besuchte die Gegend um den besonders betroffenen Ort Paradise im Norden des Westküstenstaates. «Das ist sehr traurig mit anzusehen», sagte er zum Ausmass der Schäden. Der Republikaner dankte den Rettungskräften und sagte Kalifornien die Unterstützung der Regierung in Washington zu.

Totale Verwüstung

Der kleine Ort Paradise nördlich von Sacramento wurde durch das Feuer zu grossen Teilen zerstört. Trump besuchte dort einen Wohnwagenpark, von dem nur noch Trümmer übrig waren. Aufnahmen zeigten ausgebrannte Autos, verkohlte Ofen und ein Haus, von dem offenbar nur noch der Kamin stand.

Im Anschluss reiste der Präsident weiter in eine Einsatzzentrale in Chico. Dort pries er erneut die Arbeit der Rettungskräfte. Sie würden «wie verrückt» gegen die Brände kämpfen. Es sei eine «totale Verwüstung», erklärte er.

Schuldzuweisungen

Trump hat für die schlimme Lage das Forstmanagement verantwortlich gemacht. Auf die Frage, ob der Klimawandel eine Ursache sei, sagte er, es gebe mehrere Faktoren. Derzeit scheine das Forstmanagement ein «sehr grosses Problem» zu sein.

Kaliforniens Feuerwehrverband hatte auf Trumps Vorwürfe in den vergangenen Tagen erklärt, die Brände entstünden und verbreiteten sich nicht nur in Forstgebieten. Experten hatten eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und extreme Winde als Mitursachen für das Ausmass der Brände genannt.

Unveränderte Haltung

Trump wurde bei seinem Besuch vom scheidenden Gouverneur des Bundesstaates, Jerry Brown, sowie dessen Nachfolger Gavin Newsom begleitet. Brown lag in der Vergangenheit immer wieder im Clinch mit Trump - dabei ging es etwa um Fragen der Umwelt- und Migrationspolitik. Kalifornien gilt unter den US-Bundesstaaten als führend im Kampf gegen den Klimawandel.

Als Trump gefragt wurde, ob das Ausmass der Zerstörung etwas an seiner Haltung zum Klimawandel geändert habe, verneinte er dies. Der Präsident hatte die Existenz eines von Menschen verursachten Klimawandels in der Vergangenheit immer wieder angezweifelt.

Über 1000 Vermisste

Die Grossbrände in Kalifornien sind vor einer Woche ausgebrochen, sie haben die kalifornische Stadt Paradise fast komplett zerstört und umliegende Gebiete schwer beschädigt. Mindestens 76 Menschen sind umgekommen, rund 1300 werden noch vermisst.

Insgesamt kämpften bis heute 5500 Feuerwehrleute gegen das Feuer, das auf fast 600 Quadratkilometern wütete oder immer noch wütet – eine Fläche, grösser als der Kanton Basel-Stadt. Laut den Behörden ist das Feuer mittlerweile zu 50 Prozent unter Kontrolle.

Rolle der Forstbehörden

US-Präsident Trump hatte im Vorfeld zu seinem Besuch bezüglich der Brände kontroverse Aussagen gemacht. Über Twitter meldete er, dass es keinen Grund für das Feuer gäbe, «ausser dem schlechten Management der Forstbehörden». Später wiederholte er seine Aussagen in einem Fernsehinterview.

Wissenschaftler widersprachen: Die Menschen würden zwar Mitschuld an den Bränden tragen, doch die Forstbehörden spielten keine grosse Rolle dabei. Die starken Winde von Kalifornien und der von Menschen verursachte Klimawandel seien Schuld.

Legende: Video Trump besucht Kalifornien abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.11.2018.
Karte Kaliforniens mit den Brandorten und Zahlen zu Opfern und Schäden

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    So eine miese Show. Statt, dass man den Trump in eine Feuerwehruniform gesteckt und nach vorne in die erste Reihe der Brandbekämpfer geführt hat, zeigte man ihm einen niedergebrannten Ort. Dieser hatte immerhin den Vorteil, dass ihm niemand mehr unangenehme Fragen zum Versagen der Regierung stellen konnte. Soweit ist alles klar. Es ist übrigens die selbe miese Show, welche schon Bush jr. bot, als er sich mit den Auswirkungen von Kathrina in New Orleans befassen musste.
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  • Kommentar von Ursula Jost (Uschi)
    So ein Blödmann! Sicher hätte er ALLES richtig gemacht. Es hätte keinen Wind gegeben, keine Hitze, keine Toten und es hätte auch keine Wärmeentwicklung und er hätte als SUPERFEUERWEHRMANN Alle, ALLE gerettet!!!? Meine Güte, wie schlecht ist man in Florida organisiert!!! So ein schlimmer Mensch!!!!
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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Es ist für manche wieder bezeichnend auf Trump zu zeigen um das Elend bei diesen Brand für Ihren Rot-Grünen Populismus zu nutzen.
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