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Trump macht ernst USA beschliessen neue Sanktionen gegen Iran

  • Nur zwei Tage nach der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens hat die US-Regierung erstmals neue Sanktionen gegen den Iran verhängt.
  • In Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) solle die Geldversorgung der Revolutionsgarden unterbrochen werden, erklärte Finanzminister Steven Mnuchin.

Die europäischen Unterzeichnerstaaten bemühen sich unterdessen weiter um Schadensbegrenzung und eine Rettung des Atomabkommens. So bekräftigte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefon mit Irans Präsidenten Hassan Rohani, wie auch Frankreich und Grossbritannien an dem Abkommen festzuhalten. Angesichts des militärischen Schlagabtauschs zwischen Israel und Iran mahnte sie gleichzeitig, es gehe «wahrlich um Krieg und Frieden.»

Iran dementiert Angriffe auf israelische Armeeposten

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Das iranische Aussenministerium hat eine Beteiligung an den Raketenangriffen auf israelische Armeeposten auf den Golanhöhen dementiert. Israel benutze «frei erfundene und grundlose» Unterstellungen, um Angriffe auf syrische Ziele zu rechtfertigen.

Nach Darstellung Israels hatten iranische Einheiten in Syrien israelische Stellungen auf den Golanhöhen mit Raketen angegriffen. Israelische Kampfflugzeuge griffen daraufhin Stützpunkte iranischer Verbände in Syrien an.

Rohani forderte bei dem Gespräch, dass die Probleme mit den europäischen Banken gelöst werden müssten, damit der iranische Öl- und Gasverkauf reibungslos verlaufen könne, teilte das Präsidentenamt mit. Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen solle ohne Auswirkungen auf die Öl-Exporte bleiben, hiess es aus Teheran weiter.

Legende: Video Die Einschätzung von Korrespondentin Natalie Amiri abspielen. Laufzeit 02:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.05.2018.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Mirco Schmid (Mirco Schmid)
    Die Sanktionen werden das Iran-Regime kaum zu Fall bringen. Jetzt kann es sagen, dass es Frieden wollte, aber die USA nicht zu ihrem Wort stehen. Der Verlust von Einnahmen ist sicher schädlich, aber der Iran lernte mit knappen Ressourcen umzugehen. Die Förderung von Terrororganisation sind günstige Mittel, um eigene Interessen durchzusetzen. Und diese Unterstützung wird er Iran nicht aufgeben.
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  • Kommentar von Ulrich Zimmermann (Crocc)
    President Trump wird Iran mit harten Sanktionen belegen bis die Mullah-Regierung abgelöst wird. Der Weltmarkt hat genug Rohoel, somit hat der Iran kaum Druckmittel und ist isoliert. Wenn sich Sunniten und Schiiten nicht aussöhnen, muss ein Gleichgewicht der Bedrohungen im Nahen Osten erhalten bleiben. Eine Atombombe hilft auch niemandem, weil sie nie erfolgversprechend eingesetzt werden könnte. Europa wird sich noch wundern, wenn sie den Iran unterstützen, denn er ist aggressiv und gefährlich.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Der "Nahe Osten" ist und bleibt ein gefährliches Pulverfass! Ob der Iran oder Israel, ob alle terroristischen Gruppierungen in den Nachbarländer oder aussenstehende, westliche Länder,- alle treiben ein gefährliches Spiel mit dem Feuer! Jetzt wird allerdings einer zum Hauptschuldigen verdammt: Der USA-Präsident Donald Trump! Ja klar, wer denn sonst, als die "Hassfigur Nummer eins" auf der Welt wird ihm die Verantwortung für alles Ungemach mit Leichtigkeit um den Hals gehängt!
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Die Trump-Politik gegenüber dem Iran schwächt die moderaten Kräfte um Rohani und stärkt die Hardliner um Ali Chamenei:-(
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