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Trump kann Kritiker nicht beruhigen
Aus HeuteMorgen vom 12.01.2017.
abspielen. Laufzeit 02:10 Minuten.
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Präsident und Geschäftsmann «Trump verschiesst Nebelpetarden»

  • Trump will die Geschäftsführung seiner Firma an eine Stiftung übergeben, die von seinen Söhnen geleitet wird.
  • Damit versucht er, Interessenskonflikte aus dem Weg zu räumen.
  • Kritikern Trumps reicht das nicht. Trump müsse sich vollständig von seinen Geschäften trennen, fordern sie.

Donald Trump müsse seine Firma verkaufen oder einer Treuhandgesellschaft übergeben, die nicht mit ihm kommuniziere, sagte der Chef der Ethikbehörde der US-Regierung in einer unüblich scharf formulierten Mitteilung. So hätten es alle US-Präsidenten der letzten 40 Jahre gehandhabt.

Trump mit weisser Schildmütze, seine Söhne stehen neben ihm. Dahinter ein Dudelsack-Spieler in Schotten-Uniform.
Legende: Trump mit seinen Söhnen Eric (l) und Donald Jr. im vergangenen Juni auf einem seiner Golfplätze in Schottland. Getty Images

Trumps Söhne sollen Firma führen

Zuvor hatte Trump seine Pläne bekanntgegeben, wie er sein Firmenkonstrukt organisieren will, damit es nicht zu Interessenkonflikten kommt. So sollen seine beiden Söhne Eric und Donald junior sowie ein langjähriger Manager der Unternehmensgruppe die Geschäfte der Trump-Organisation mit mehreren Hundert Einzelfirmen treuhänderisch führen.

Wie Trump an der Medienkonferenz am Mittwoch in New York weiter sagte, wird das Unternehmen ab sofort keine neuen Geschäftsbeziehungen im Ausland mehr eingehen. In den USA selber soll ein Ethiker, der von der Firma ernannt wird, jeden Deal begutachten. Gewinne aus Übernachtungen von ausländischen Staatsbeamten in Trump-Hotels sollen dem US-Fiskus überreicht werden.

Video
DIe ganze Medienkonferenz von Trump
Aus SRF News vom 11.01.2017.
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«Die Probleme bleiben bestehen»

Doch auch mit den angekündigten Massnahmen Trumps werde es zu Interessenskonflikten kommen, so Kathleen Clarke, Rechtsprofessorin der Universität Washington. «Es handelt sich dabei um Nebelpetarden. Die Probleme bleiben bestehen, da Donald Trump weiterhin weiss, was mit seiner Firma geschieht», sagte sie auf dem öffentlichen Radiosender NPR.

Es sei unwahrscheinlich, dass er nicht mit seinen Söhnen reden werde, die das Firmenimperium fortan führen sollen. Tatsache ist: Niemand kann Donald Trump zwingen, sich stärker von der Firma zu trennen. Solch ein Fall ist nicht gesetzlich geregelt. Genau das betonte Trump denn auch in New York: «Ich kann Präsident sein und gleichzeitig meine Firma führen. Aber das will ich nicht tun.»

Es ist offfensichtlich: Mit seinen Ankündigungen ist es Trump nicht gelungen, die Diskussionen um Interessenskonflikte zwischen seiner Rolle als US-Präsident und seiner Rolle als Geschäftsmann zu beenden.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Wer verschiesst hier nun wirklich die Nebelpetarden? Der Bericht ist da in einem wesentlichen Aspekt bewusst auch ungenau gehalten worden.
  • Kommentar von D. Schmidel  (D. Schmidel)
    Ich persönlich kämpfe momentan auch gegen zwei Fronten. Sozusagen gegen David und Goliath. David ist das kleine Würstchen aus Moskau und Goliath ist die PFK- und Schengenbande aus Europa. Mein Kampf ist nur verbal aber hart.
    1. Antwort von James Klausner  (Harder11)
      Der Leser staunt... Wer hätte gedacht, dass Sie so eine eminente Rolle auszufüllen haben. Meinen tiefen Respekt...
    2. Antwort von D. Schmidel  (D. Schmidel)
      Mein Respekt gilt den Verschwörern, die jeden Tag das Neueste in den luftleeren Raum setzen. Aber auch denjenigen, die mir auf die Schliche kommen.
  • Kommentar von Kurt Wirz  (kw)
    Trump wird nie und nimmer sein Amt und seine Geschäfte voneinander trennen wollen. Die Präsidentschaft wird sein Business vielmehr noch weiter antreiben. Aber sehen wir selbst. Spannend wird das in jedem Fall. Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten...