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Legende: Video Präsident Trump nicht willkommen abspielen. Laufzeit 02:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.08.2019.
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Trumps Visite an den Tatorten Proteste und der Ruf nach strikteren Waffengesetzen

  • Nach den Massakern vom Wochenende hat US-Präsident Donald Trump die Städte Dayton und El Paso besucht.
  • Demonstranten warfen ihm vor, seine Rhetorik trage zur Gewalt bei. Trump wies den Vorwurf zurück.
  • Vielerorts kam der Ruf nach strikteren Waffengesetzen auf.

Nach dem Massaker in El Paso stösst die Rhetorik Donald Trumps vielen Kritikern übel auf. Trump jedoch wies die Darstellung zurück, seine Rhetorik trage zur Spaltung bei. Er glaube nicht, dass seine Worte dies täten, sagte Trump auf Fragen von Journalisten. «Ich denke, meine Rhetorik bringt Menschen zusammen», sagte der US-Präsident. Amerika gehe es unglaublich gut.

Trump reiste vor seinem Besuch in El Paso zunächst nach Dayton, wo ein Schütze in der Nacht zum Sonntag neun Menschen getötet hatte. In der Stadt in Ohio trafen sich der Präsident und First Lady Melania in einem Spital mit Patienten. In El Paso traf Trump anschliessend in einem Spital Mitarbeiter und Verletzte. Im Anschluss traf er Polizistinnen und Polizisten in der Notfall-Kommandozentrale.

Legende: Video US-Präsident Trump besucht die Einsatzzentrale in El Paso (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.08.2019.

Proteste in beiden Städten

In beiden Städten hatten sich hunderte Demonstranten versammelt. Auf Schildern forderten sie etwa eine Verschärfung der Waffengesetze. «Geh nach Hause. Du bist hier nicht willkommen» oder «Trumps Hass und Rassismus sind hier nicht willkommen» war etwa auf den Plakaten zu lesen.

Trump äusserte sich aufgeschlossen für Hintergrundprüfungen für Waffenbesitzer, liess aber offen, in welchem Umfang. Die Rufe nach einem Verbot von Schnellfeuerwaffen wies er als nicht mehrheitsfähig zurück. Zuvor hatte Gesetzesänderungen gefordert, um sicherzustellen, dass psychisch Kranke, die eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, nicht in den Besitz von Waffen kommen können.

Viele Politiker äussern sich

Viele Politiker in Dayton und El Paso – darunter Republikaner und Demokraten – hätten lieber auf den Besuch des Präsidenten verzichtet. Vor allem in El Paso, wo ein rassistisch motivierter Täter 22 Menschen getötet hat, sehen viele die Rhetorik Trumps gegen Migranten als Teil des Problems, nicht als Teil der Lösung.

«Er ist hier nicht willkommen. Er sollte nicht hierher kommen, während wir noch trauern», sagte die demokratische Kongressabgeordnete Veronica Escobar, die El Paso vertritt. Trotz Einladung werde sie nicht an seinem Besuch teilnehmen. Trump müsse sich entschuldigen und seine «rassistischen und hasserfüllten» Äusserungen zurücknehmen, schrieb sie auf Twitter.

Der US-Präsident warf seinen Kritikern vor, das Thema politisch ausschlachten zu wollen. Er selbst wolle sich raushalten, sagte er.

O'Rourke sieht Trump in der Verantwortung

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Beto O'Rourke vor einem Walmart
Legende:O'Rourke sieht Trump mitverantwortliche für die Tragödien.Keystone
  • Auch der texanische Präsidentschaftsbewerber Beto O'Rourke sah Trump in der Verantwortung.
  • Der Präsident habe «geholfen, den Hass zu schaffen, der die Tragödie vom Samstag möglich machte», erklärte er.
  • Trump attackierte O'Rourke umgehend auf Twitter. Der Demokrat solle die Opfer und die Sicherheitskräfte respektieren und «still sein», schrieb er.

Trump hat die Eindämmung illegaler Einwanderung über die US-mexikanische Grenze zu einem Kernpunkt seiner Präsidentschaft gemacht.

Rassistisches Motiv bei Attentat in El Paso

Ein Schütze hatte in der Stadt an der Grenze zu Mexiko am Samstag in einem Einkaufszentrum um sich gefeuert. Insgesamt kamen 22 Menschen ums Leben, darunter mehrere Mexikaner. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund aus. Der mutmassliche Täter – ein 21-jähriger Weisser – ergab sich der Polizei und ist in Gewahrsam.

Führende Vertreter der Latino-Gemeinde in den USA forderten nach dem Massaker ein entschiedeneres Vorgehen der Politik. «Hispanics in diesem Land sind unter Beschuss», hiess es in einem offenen Brief, den die «Washington Post» veröffentlichte.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Proteste und Demonstrationen sind und werden nutzlos bleiben solange Trump Präsident ist. Sein rassistisches Blut fliesst in seinen Adern und mit Menschen dieser Gesinnung ist jede Diskussion nutzlos.
    Zugegeben, es ist für jeden Präsidenten in den USA schwierig gegen die Waffenlobby zu bestehen. Aber die Aufgabe des Präsidenten ist, unter anderem den Frieden im eigenen Land zu stärken. Wenn man aber wie Trump mit der Waffenlobby verheiratet ist, wird dies ein Ding der Unmöglichkeit.
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    1. Antwort von Marti Müller  (marchman)
      Wie kann denn jetzt schon Blut rassistisch sein?
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Man kann „gut“ Andersdenkende (als Republikaner und Trump) in eine Parallelwelt abschieben, um zu rechtfertigen, wie recht man hat, die politischen-(un-)menschlichen Ideologien Trumps&Co zu stützen und diese als Schutzschild für eigene rechtsnationale (populistische) Denkweisen zu verwenden und das bestehende Waffengesetz „heiligen“ zu helfen - ungeachtet der möglichen Folgen mit neuen unzähligen Toten durch Schusswaffen. Für Menschlichkeit taugt so etwas nicht.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Das Denken im rechts-links, reps-dems und entsprechende Spaltung ist kontraproduktiv und dient nur zerstörerischen Kräften. Die freuen sich über jede Spaltung, die aus diesem rechts-links, Populist-"Nicht-Populist" usw. Denken hervorgeht: spalten und regieren. Was zählt ist die Wahrheit. Und die hat kein Lager für sich gepachtet, ganz im Gegenteil, die ist nirgends im links-rechts-Schema zu finden, nur ausserhalb, unabhängig davon.
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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    O'Rourke sieht Trump in der Verantwortung, wenn ein DEM-Wähler und Antifa-Anhänger Amok läuft. Nun ja, so kann man es auch drehen. Frägt sich nur noch wer für Epstein verantwortlich gemacht werden soll, der da über 20x mit Clinton auf die Insel gereist sein soll.
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    1. Antwort von Thomas Tanneler  (ipool)
      Herr Haller,
      Die Ablenkungsrhetorik der Trump Sympathisanten, inddm einfach Beispiele der politischen Gegner hochgespielt werden, gehen mir zunehmend auf die Nerfen. Es geht um Trump und dessen Hasstiraden gegen alles was links von extrem rechts steht. Seine Rhetorik zu Charlottesville ist nur ein Beispiel hierfür.
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    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      @ T. Tannler: Es geht mindestens ebenso um all den Hass und die Lügen, welche gegen Trump und die die ihn gewählt haben, geworfen wird. Leider ist keine Seite wirklich konsens- und diskussionsfähig, aber das liegt nicht nur an der einen Seite, wie Ihr Beitrag zeigt. Es braucht beidseits ein Innehalten mit Anschuldigungen und Lügen (auch die, die man fälschlicherweise als Wahrheit übernommen hat), eine Rückbesinnung auf die eigentlichen Werte westlicher, christlicher Zivilisation usw.
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    3. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Bernoulli. Welche Lügen werden konkret gegen Trump verwendet?
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    4. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      @F. Hechler: er sei ein Hochverräter, er sei eine Marionette Putins, Inhalt des Steel-Dossier, er sei für die Tat von El Paso mit seiner Rhetorik mit verantwortlich (was einfach nicht stimmt), er sei ein Dummkopf (weiss über einen guten Freund mit direktem Kontakt zu einem Geschäftspartner der mit DT verhandelte, dass dem nicht so ist, ganz im Gegenteil) usw. Mit ihren falschen Anschuldigungen stellen sich die DT-Gegner mind. auf einer Ebene mit dem, was sie DT vorwerfen.
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    5. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Vielleicht können wir wirklich mal wieder auf eine faktenbasierte, weniger emotionale Diskussion kommen.Weder Sie,noch ich wissen, ob Trump ein"enges"Verhältnis zu Putin hat. Fakt! Was ich aber sehe, sind vermehrt eindeutige rassistische Beleidigungen, die für einen Präsidenten absolut unwürdig sind.Fakt! Wenn man jetzt daraus herleitet,daß die Massaker mit rassistischen Hintergründen, die zweifellos unter Trump gestiegen sind,auch aus der Rhetorik von DT herrühren, ist dies nicht abwegig,oder?
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