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Trump: «Ich hoffe, wir können vermitteln» (englisch)
Aus News-Clip vom 11.10.2019.
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Türkische Militäroffensive US-Präsident Trump will in Nordsyrien vermitteln

  • US-Präsident Donald Trump will im Konflikt in Nordsyrien vermitteln.
  • Trump habe den Auftrag gegeben, die Möglichkeiten eines Waffenstillstandes zwischen der Türkei und den kurdischen Milizen auszuloten, wie ein Vertreter des Aussenministeriums sagte.
  • Durch den Rückzug ihrer Truppen aus der Region hat die USA den Weg für den Militärschlag der Türkei freigemacht.

Via Twitter hatte Trump zuvor geschrieben, die USA könnten bei einen «Deal» zwischen der Türkei und den Kurden mithelfen. «Ich hoffe, dass wir vermitteln können», wiederholte der US-Präsident später am Donnerstag in Washington vor den Medien.

Die Türkei hatte am Mittwoch trotz scharfer internationaler Kritik eine lang geplante Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien begonnen. Trump hatte den Weg für die türkische Operation freigemacht, indem er die US-Truppen aus der Region abzog.

UNO-Sicherheitsrat: EU-Staaten fordern ein Ende der Offensive

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  • Die fünf europäischen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates haben Ankara dazu aufgerufen, ihre Offensive in Nordsyrien zu stoppen.
  • «Wir fordern die Türkei auf, die einseitige Militäraktion einzustellen», hiess es in einer am Donnerstag in einer Erklärung.
  • Die Erklärung wurde von Frankreich, Deutschland, Belgien, Grossbritannien und Polen veröffentlicht.

Rote Linien der USA

Angesichts heftiger Kritik warnte er den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan dann mit einer «Zerstörung» der türkischen Wirtschaft, sollte der Militäreinsatz nicht «human» verlaufen. Eine genaue rote Linie zog Trump aber nicht.

Ein US-Regierungsvertreter sagte am Donnerstag, die rote Linie würde beispielsweise durch «ethnische Säuberungen» oder einen wahllosen Beschuss der Zivilbevölkerung durch Artillerie oder die Luftwaffe überschritten. Dies sei bislang nicht beobachtet worden.

Er trat auch Sorgen entgegen, durch die Offensive gegen das von kurdischen Milizen angeführte Rebellenbündnis Syrische Demokratische Kräfte SDF könnten Hunderte Kämpfer der Terrormiliz IS entkommen, die derzeit in kurdischen Gefängnissen seien. Die Türkei habe den USA die Zusage gegeben, dass man die Verantwortung für die IS-Gefangenen übernehmen werde.

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Türkische Offensive in Nordsyrien
Aus Newsflash vom 10.10.2019.
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52 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Wie man nun den Iranern den Bau und Besitz von Kernwaffen
    ausreden oder verbieten kann,ist schleierhaft.Die Welt zeigt
    zynisch,dass der einzige Schutz,nicht überfallen und ernst
    genommenzu werden,der Besitz von Atombomben und deren
    Trägersystemen ist.Die Argumentation Israels ist korrekt,gilt
    aber auch für alle anderen Staaten:Vor unserer Vernichtung
    richten wir grösstmöglichen Schaden und Tod an.
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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Das ist sogar für Trump-Verhältnisse unfassbar zynisch. Erst die engsten Verbündeten davon überzeugen sich von der Grenze zurückzuziehen, dass man ihnen dann gegen die Türken die Stange halten würde. Dann die Kurden wegen einem Telefonat unter Autokraten-Kollgen von heute auf morgen im Regen stehen lassen, aaber der Türkei gross mit wirtschaftlicher Vernichtung drohen falls es eskaliert. Und jetzt, wo es eskaliert? "Vermitteln" wollen. Ja, genau, Trump der Vermittler? Eher Trump der Verwirrer.
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  • Kommentar von Sam Brenner  (Sam Brenner)
    Für Situationen wie diese gibt es ein Sprichwort:
    "Den Bock zum Gärtner machen"
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