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International Türkischer Europa-Minister greift EU frontal an

Der Europa-Minister der Türkei, Ömer Çelik, schliesst eine baldige Einhaltung des EU-Flüchtlingsdeal kategorisch aus. «Die EU-Länder halten sich nicht an die Abmachungen», sagt er im Interview mit der «Rundschau».

Legende: Video Interview mit Ömer Çelik, Europa-Minister der Türkei abspielen. Laufzeit 10:26 Minuten.
Aus Rundschau vom 24.08.2016.

Klare Worte aus der Türkei: «Die EU-Länder halten sich nicht an die Abmachtungen», sagt Ömer Çelik in einem Interview mit der «Rundschau». Die Konsequenz: Der Europa-Minister der Türkei schliesst eine baldige Einhaltung des Flüchtlingsabkommens mit der EU kategorisch aus.

Türkei pocht auf Visumsfreiheit

Diese hätten bis jetzt «erst ein Prozent der versprochenen Anzahl von Syrern aufgenommen». Die Türkei dagegen beherberge bis zu drei Millionen Flüchtlinge. «Weder wurde das Versprechen über die Aufnahme der Flüchtlinge eingehalten noch jenes über die finanzielle Hilfe an die Türkei», sagt Çelik.

«Daher werden wir das Rückführungsabkommen ganz klar nicht anwenden. Wenn es keine Visumsfreiheit gibt, werden wir in keiner Sache vorwärts machen.» Statt der Türkei zu danken, werde sie «quasi auf die Anklagebank gesetzt». In Europa schreite eine «Anti-Türkei-Kampagne» voran.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Beatrice Mayer (signorinetta)
    "Erdogan behandelt Merkel wie seine Ehefrau. Die ihm den Tee serviert." Und: Wir müssen heute leider von einer Gegengesellschaft sprechen . Einer Gemeinschaft von Menschen, die dem Aufnahmeland ablehnend gegenüber stehen, die aktiv und aggressiv gegen unsere Werte und die frei Gesellschaft agieren. Ali Ertan Topak in der aktuellen EMMA Auch hochinteressante Lektüre für jene, die allen Ernstes hier die Burka verteidigen.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Ich habe noch kaum jemand gesehen, der die Burka verteidigt. Es gibt einen Unterschied ein Burkaverbot abzulehnen oder die Burka gut zu heissen. Das ist wie ein Vegetarier der ein Fleischverbot fordert. Und etwa gleich unsinnig.
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  • Kommentar von Niklas Herth (niklaedn)
    Fragen Sie mal die Kurden wie viele Flüchtlinge sie aufgenommen haben und wie viel Geld von der EU dort angekommen ist. In der ganzen autonomen Region Kurdistan sind über zwei Millionen Flüchtlinge untergebracht, in Erbil alleine 10'000 in 2'000 Zelten. Wie viel EUR hat die EU dahin überwiesen? 0.- Und da kommt Erdowan mit Visa und Kohle sonst Schleusen auf! Richtig selbstlos der Mann! Flüchtlingspakt auflösen und Kurdinstan mit den Flüchtlingen helfen, dann werden auch viele dort bleiben.
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  • Kommentar von Aytac Dogan (1923)
    Mir gefällt das Spiel von Erdi und seiner AKP auch nicht aber was mir noch viel weniger gefällt sind Kommentare wie "EU Grenzen schliessen".Ich frage Euch,wenn die Türkei die Grenzen geschlossen hätte damals wo der IS noch munter geköpft und bevor die Türkei 3MIO Syrer aufgenommen hatte,ja liebe Europäische Grenzenschliesser,wie glaubt ihr hätte die Weltgemeinschaft reagiert?Oh sorry,habs vergessen,Grenzen schliessen und zuschauen + mit dem Finger zeigen, ja das könnt Ihr wie ein Europameister!
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    1. Antwort von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
      Die Aufnahme war ja nicht human und freiwillig.. er wurde mit Milliarden von Euros dazu genötigt!
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    2. Antwort von Aytac Dogan (1923)
      Sie blenden entweder bewusst Fakten aus oder haben sich schlecht informiert Herr Räumelt. Die Türkei hat schon viel früher (vor den versprochenen Milliarden) Zivilisten aufgenommen und das aus rein humanitären Gründen! Die versprochenen Milliarden sind nie angekommen aber die 3Mio Syrer schon! Ausserdem studieren die Syrer an TR-Unis und haben ein tägliches Einkommen! Also wenn das nicht Human ist, dann müssen Sie mir dies nochmals erklären bitte...
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