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Legende: Video Der umstrittene Ilisu-Staudamm in Südostanatolien abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.08.2019.
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Türkisches Jahrhundertprojekt Angst und Hoffnung rund um den Ilisu-Staudamm

Die Ausgangslage: Nach dem Flughafen von Istanbul will die Türkei ein weiteres Mammut-Projekt einweihen, den Ilisu-Staudamm in Südostanatolien mit einen 170 Kilometer grossen Wasserspeicher. Das aufgestaute Wasser des Tigris wird gleichzeitig Jahrtausende Jahre alte archäologische Stätten überfluten. Auch deshalb hat der Bundesrat schon 2009 die Exportrisikogarantie für Schweizer Baufirmen gekündigt. Die Türkei hat das umstrittene Projekt aber ohne ausländische Hilfe weitergebaut. Bis Februar soll der Stausee geflutet werden.

Die Befürchtung: «Dieses Tal könnte Unesco-Weltkulturerbe sein. Doch das Ministerium für Kultur- und Tourismus hat nie einen Antrag gestellt. Die vom Staat interessieren sich nicht dafür. Dabei ist dieser Ort ein Vermächtnis für die Menschheit», sagt Fremdenführer Çetin Yildirimer. Vom Stausee verschluckt werden auch die Reste der 900 Jahre alten Brücke über den Tigris und der Ortskern mit seinen beliebten Terrassenrestaurants.

Die Hoffnung: Der türkische Staat verspricht alleine durch den Bau des Staudamms tausende neue Arbeitsplätze, grüne Energie mit 1200 Megawatt
Wasserkraft. Für die Umsetzung von historische Bauten wurden keine Mühen und Kosten gescheut. «Es wird Schiffstouren geben und Fischerei. Es werden nicht mehr nur Tagestouristen kommen. Dank neuen Restaurants und Hotels wird sich auch der Fremdenverkehr verbessern», sagt Abdullah Tatli, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Hasankeyf.

Text der die Postergrafik beschreibt
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11 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Kallen  (Kenosa)
    Liege ich total falsch ? Das Wasser wird nicht umgeleitet, es wird sobald der Stausee voll ist für elektrische Energieerzeugung genutzt, fliesst dann aber wieder seinen Ursprünglichen Weg ? Also wird sich mittelfristig, abgesehen natürlich von den überfluteten Gebieten, quasi nichts ändern in der zur Verfügung stehenden Wassermenge der nachfolgenden Gebieten? Oder was übersehe ich ?
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  • Kommentar von Roland Kallen  (Kenosa)
    Wesentlicher als das Umgangsgebrauchswort ziehen wiegt wohl mein Vertipper meiner Angabe der " Leistung". Die beträgt nicht 2 Megawatt, sondern 1,2 Megawatt
    Was aber z.B das Kernkraftwerk Gösgen immer noch um ein gutes Stück in der Leistung übertrifft.
    Diese Leistung wird NICHT mit Abfallprodukten gekauft die hochtoxisch noch hunderte Jahre schädliche Strahlung abgeben. Ich persönlich will mich nicht der Verantwortung entziehen, was ich meinem Sohn und den künftigen Generationen "hinterlasse"
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Fragt sich auch, wie sich dieser Staudamm einmal auf die untenliegenden Länder auswirkt.
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