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Legende: Audio Alte Ressentiments gegen neue Infrastruktur im Piemont abspielen. Laufzeit 05:07 Minuten.
Aus Echo der Zeit vom 27.07.2019.
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Turin-Lyon Italiener demonstrieren gegen umstrittene Bahnstrecke

  • Das italienische Transportministerium hat der EU-Kommission zugesagt, sich weiterhin an der Fertigstellung der umstrittenen Bahnstrecke zwischen Turin und Lyon (TAV) beteiligen zu wollen.
  • Ein entsprechender Brief sei an die Exekutivagentur für Innovation und Netze in Brüssel geschickt worden.
  • Hunderte Menschen demonstrieren bei Turin gegen die Pläne der Regierung.

Das Ziel des Demonstrations-Umzugs sei es, zur Baustelle des Tunnels zu gelangen und sich dort Zugang «roten Zone» zu verschaffen. Der Zutritt zu dieser Zone war zuvor von den Behörden verboten worden.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Turin und Lyon (TAV) ist ein Zankapfel zwischen den Regierungspartnern Fünf-Sterne-Bewegung und Lega. Ihretwegen stand die Koalition erst vor wenigen Monaten vor dem Aus.

Zusage für umstrittenes Bahntrassee

Vergangene Woche hatte sich Regierungschef Giuseppe Conte gegen den Abbruch des Projekts ausgesprochen, da dies teurer sei, als es fertigzustellen. Im norditalienischen Susatal unweit von Turin gingen deshalb mehrere Hundert Menschen gegen das Projekt auf die Strasse.

Die rechte Lega ist für das Milliardenprojekt, die Fünf-Sterne-Bewegung – die das Transportministerium führt – dagegen. Conte hatte noch im März Zweifel an dem Bahnprojekt geäussert. Seine Kehrtwende erklärte er damit, dass die EU mehr Geld für die Förderung zugesagt habe.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Wenn die Franzosen schon lange am Tunnel bauen, wäre ja ein Baustop auf der Italienischen Seite eine unglaubliche Sturheit und Geldverschwendung! Ueberlegen sich die "Hunderte demonstrierenden Menschen" in Turin eigentlich die Folgen ihres Begehrens nicht? Diese Uneinigkeit zeigt aber einmal mehr die Mentalitäten der beiden Länder Frankreich und Italien! Da müsste doch die EU-Bürokratie, die sonst alles normen und befehlen will, längst ein "Machtwort" gegen diese "Köpenickade" sprechen!
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  • Kommentar von Enrico Dandolo  (Doge)
    Über Ausbau und Ausrichtung der Bahninfrastrukur lässt sich trefflich streiten, nicht nur in Italien. Dafür fehlt hier der Platz. Aber Conte hat hier recht, begonnene und weit fortgeschrittene Infrastrukurprojekte sollte man zu Ende führen, evt. mit einigen Korrekturen.
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  • Kommentar von Jos Schmid  (Jos Schmid)
    Unverständlich, dass man 2019 gegen ein solches Projekt sein kann. Da muss eine starke Lobby dahinter stecken.
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