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Legende: Audio Tunnel Lyon-Turin: Machtwort aus Rom abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 24.07.2019.
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Umstrittener Tunnel Lyon-Turin Machtwort aus Rom

  • Die seit Jahrzehnten umstrittene Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Lyon und Turin werde gebaut.
  • Das entschied gestern Dienstag Italiens Regierungschef Giuseppe Conte.
  • Der Streit zwischen den Koalitionspartnern über das Projekt dürfte damit aber nicht ausgestanden sein.

Der 57 Kilometer lange Eisenbahntunnel war einer der grossen Streitpunkte zwischen den beiden italienischen Regierungsparteien. Die Lega will die Neubaustrecke, die Cinque Stelle sind dagegen. Nun hat der Regierungschef ein Machtwort gesprochen.

Entscheid im Parlament steht noch aus

Frankreich hat schon mehrere Kilometer des Basistunnels in den Berg geschlagen. Auch darum konnte Italiens Regierungschef seinen Entscheid nicht mehr weiter aufschieben. Via Facebook sagte er, es würde mehr kosten, den Bau einzustellen als ihn jetzt zu vollenden.

Arbeiter in einem Tunnel
Legende: Der Tunnel der umstrittenen Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Lyon und Turin. Jetzt gab es grünes Licht aus Rom. Keystone

Definitiv entscheiden muss aber noch das Parlament. Dort kann die Lega, die den neuen Tunnel zwischen Frankreich und Italien seit jeher will, auf breite Unterstützung hoffen. Denn auch der sozialdemokratische Partito Democratico und Silvio Berlusconis Forza Italia befürworten den Bau des 57 Kilometer langen Tunnels.

Empfindliche Niederlage

Für die Cinque Stelle aber bedeutet dieser Entscheid eine empfindliche Niederlage. Sie sind in Norditalien auch im Kampf gegen genau diesen Tunnel gross geworden – sie argumentieren, die neue Strecke sei unnütz und schade der Umwelt. Wird sie nun doch fertiggestellt, brechen die Fünf Sterne ein weiteres Wahlversprechen.

Die Lega hingegen triumphiert. Sie will den Tunnel wegen der Arbeitsplätze und der erhofften wirtschaftlichen Impulse für ganz Norditalien.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Boesiger  (P.Werner Boesiger)
    Es ist nur zu begrüssen, wenn überall in Europa die Bahnverbindungen verbessert werden, wo auch immer. Es wäre zu begrüssen, wenn langfristig der Güterverkehr auf die Schiene umsatteln würde. Wenn man schon die ganze Zeit vom Klimawandel und Umweltschutz spricht, so wäre doch dies die Gelegenheit, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Das sollte ein allgemeines Anliegen aller sein über Partei- und Landesgrenzen hinweg. Die Schweiz ist dank Alpeninitiative mit gutem Beispiel vorangegangen.
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  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Wir haben zwei NEAT fertig gebaut für 23 Milliarden Franken und nun? Die Franzosen, wie Italiener bauen jetzt auch noch Tunnels. Was soll das? Und wir warten und warten bis die Zubringer ab Mailand bis Domo und Chiasso endlich fertig erstellt werden. Von Deutschland her auch. Ich komme mich als CH für Dumm verkauft.
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    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Warum? 70% des alpenquerenden Verkehrs geht via F oder A. Die Tunnels machen Sinn.
      Italien will den Zubringen westlich von Mailand und nicht in Como. Weil es ja eigentlich um Güter geht und die Terminals dort stehen.
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    2. Antwort von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
      Dann hätte man auf den ehemaligen Generaldirektor der SBB, Herrn Faganini hören sollen? Er wollte die NEAT gar nicht, sagte er in der Arena Runde bei ehem. SRG vor zig Jahren. Die anderen Teilnehmer in der Runde die Pro waren, waren dann Baff, dass ausgerechnet die SBB Kontra war.
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    3. Antwort von Norbert Zehner  (ZeN)
      F.Caroselli: Gemäss in CH vielgerühmten Bilateralen mit EU hätten DE und It schon längst NEAT Anschlüsse bauen müssen. Wie so manches in EU werden halt solche Verpflichtungen als gutgemeinte Empfehlungen behandelt, die man nach eigenem Gutdünken (nicht) befolgt. Weil bis 2012 absolut nichts gemacht wurde, hat aBRin Leuthard dann Kamera-lächelnd 250 MIoCHF nach Rom geschickt, zur Vorfinanzierung. Wo wohl dieses Geld in letzten 7 Jahren "versickert" ist? NEAT Anschlüsse sind noch in weiter Ferne.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Ihre Behauptung, Herr von Känel, die gebauten (und alles selber bezahlten) NEAT seien nur für die Schweiz wichtig, kann niemand nachvollziehen: Der Tonnen-mässig stärkste Transitverkehr in Europa findet immer noch zwischen Nordeuropa (Skandinavien) und Italien (Hafen Genua) statt. Die Schweiz wird mit den 2 NEAT zum europäisch wichtigsten internationalen Transit-Güterverkehrs-Land. Daneben kann der nationale Reiseverkehr (Basel/Zürich-Tessin/Italien) von diesen Basistunnels auch profitieren!
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    1. Antwort von Adrian Flükiger  (Ädu)
      @Bolliger: 1) die kürzeste Strecke Rotterdam-Genau führt sicher über unsere 2 Löcher. Da wir aber nicht EU-Land sind, muss die EU auch nicht an diesen Anschlüssen im Norden und Süden bauen. Zwar wäre dies intelligent(er), aber es ist eben kein MUSS-Kriterium für Brüssel. Deshalb: sämtliche LKW die durch die Schweiz fahren (Nord-Süd und umgekehrt) auf die Schiene, zum mindestens 10-fachen des heutigen Preises. Das Geheul der LKW-Buden und ihrer Lobby halten wir schon aus.
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    2. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Tja aber nur 30% dieses Verkehrs rollt durch die Schweiz.
      Und die Italiener bauen die Verbindung Genua -Novara aus.
      Die Verbindung müsste eigentlich nicht Bellinzona-Chiasso sein sondern Bellinzona-Novara.
      Und der Reiseverkehr schafft Mailand-Rom in 2h50 und braucht Mailand-Zürich immer noch 3h40. Und das stellt die NEAT in die richtige Perspektive
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    3. Antwort von Georg Spengler  (Streamline500)
      M.Fretz
      Oje warten Sie doch bis der Ceneri offen und die Strecke Zug Goldau ausgebaut ist dann schaffen Sie die Strecke Zürich Mailand auch in 2:40h.
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