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Bloomberg in der Defensive
Aus Tagesschau vom 20.02.2020.
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TV-Debatte der Demokraten Alle gegen Michael Bloomberg

  • Erstmals hat sich Milliardär Michael «Mike» Bloomberg mit den anderen Präsidentschaftsbewerbern in einer TV-Debatte gemessen.
  • Bloombergs Rivalen haben ihn dabei scharf attackiert.

Senatorin Elizabeth Warren warf dem früheren New Yorker Bürgermeister vor, in der Vergangenheit frauenverachtende Äusserungen von sich gegeben und «rassistische Politik» unterstützt zu haben. Es dürfe nicht darum gehen, einen «arroganten Milliardär» durch einen anderen auszutauschen – Präsident Donald Trump durch Bloomberg.

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Warren greift Bloomberg an. (englisch)
Aus News-Clip vom 20.02.2020.
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Der linksgerichtete Senator Bernie Sanders warf Bloomberg vor, in seiner Zeit als Bürgermeister von New York ein «empörendes» Vorgehen der Polizei gegen Afroamerikaner und Hispanos unterstützt zu haben. Er könne diese wichtigen Wählergruppen deswegen nicht für sich gewinnen.

Bloomberg ist wegen der früheren Polizeistrategie «Stop and Frisk» (Stoppen und durchsuchen) in die Kritik geraten, bei der vor allem Afroamerikaner und Hispanos ohne konkreten Anlass auf offener Strasse kontrolliert wurden. Bloomberg hat sich inzwischen für das als diskriminierend kritisierte Vorgehen entschuldigt. Vorgeworfen werden ihm auch sexistische Kommentare in der Vergangenheit.

Bloomberg gibt Sanders keine Chance

Bloomberg hielt bei der in Las Vegas ausgetragenen TV-Debatte dagegen. Er sagte, Sanders habe «keine Chance», Trump bei der Präsidentschaftswahl im November zu besiegen. Der Multimilliardär kritisierte unter anderem die Pläne des Senators für eine gesetzliche Krankenversicherung für alle US-Bürger.

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Bloomberg: «Ich glaube nicht, dass Sanders eine Chance gegen Trump hat.»
Aus News-Clip vom 20.02.2020.
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Sollte Sanders die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bekommen, bedeute das vier weitere Jahre für Trump im Weissen Haus, sagte Bloomberg. «Das können wir nicht zulassen.»

Hunderte Millionen für den Wahlkampf

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  • Michael Bloomberg war erst im November in das Bewerberrennen der Demokraten eingestiegen.
  • Seitdem hat der Multimilliardär hunderte Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen in seinen Wahlkampf gesteckt.
  • Bei den bisherigen Vorwahlen trat Bloomberg noch nicht an. Er will sich auf den sogenannten Super-Dienstag am 3. März konzentrieren, an dem gleichzeitig in 14 Staaten Vorwahlen stattfinden.
  • Bei den bisherigen Vorwahlen der Demokraten in Iowa und New Hampshire lagen Buttigieg und Sanders vorn.

Ungewohnt scharfe Angriffe

Auch die anderen Präsidentschaftsbewerber griffen sich bei der TV-Debatte gegenseitig ungewohnt scharf an, unter anderem beim Thema Gesundheitspolitik.

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Warren greift Politik anderer Kandidaten an. (englisch)
Aus News-Clip vom 20.02.2020.
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Nach den ersten zwei Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa und New Hampshire und vor den Vorwahlen in Nevada und South Carolina steht bei den Demokraten viel auf dem Spiel. An der TV-Debatte in Las Vegas nahmen neben Bloomberg Bernie Sanders, Elizabeth Warren, der frühere Vizepräsident Joe Biden, sowie Pete Buttigieg und Amy Klobuchar teil.

In landesweiten Umfragen liegt derzeit Sanders klar vorn. Bloomberg, der am Mittwoch erstmals an einer TV-Debatte der Demokraten teilnahm, und Biden ringen um den zweiten Platz.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Der Staat müsste für eine Krankenversicherung 2 Billionen $
    ( europäsche Billionen ) einschiessen, dass sind 3X die Jahresmilitärausgaben der USA.
    Der Staat würde sofort pleite gehen, ob dies wirklich den ärmsten helfen würde mag ich zu bezweifeln.
    Das Geld ist vorhanden privat keine Frage aber es ist wie bei uns in der Schweiz. Reiche denken wohl sie könnten das Geld irgendwo mitnehmen wenn sie sterben.
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    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Es hilft sicher den Kranken, und speziell denen dies sonst nicht zahlen können. Ja das sind wahrscheinlich viele Arme. Wenn die Reichen profitieren würde, gäbe es dies schon lange.
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  • Kommentar von Peter Singer  (P.S.)
    Trump hat leider bewiesen, dass man sich die Präsidentschaft kaufen kann und er könnte es wieder tun. Vielleicht ist es die beste Chance für die Demokraten, einen eigenen, noch viel reicheren Milliardär aufzustellen. Im Gegensatz zu Trump ist Bloomberg vernünftig, intelligent und hat politische Erfahrung.
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    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Die Prognosen sagen aber es gibt andere Kandidaten, die bessere Chancen haben. Die beste Chance scheint mir der/diejenige mit der meisten Unterstützung.
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Es ist schon fatal, wenn ein erfolgreicher Wahlkampf auch von den finanziellen Mitteln eines Kandidaten abhängig ist. Das ist aber auch eine Folge des politischen Desinteresses der amerikanischen Bürger. Auch dieses Zwei-Parteien-System,halte ich für nicht Zeitgemäß.
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    1. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Leider haben die Amerikaner, respektive einige einflussreiche Lobbyisten, vor Jahrzehnten entschieden, eine Begrenzung von finanziellen Mitteln sei ein Einschnitt in die Meinungsfreiheit. Unglaublich, dass man mit diesem Argument durchgekommen ist, wenn in Tat und Wahrheit das Erlauben unbegrenzter Mittel ungleich lange Spiesse schafft, und so Kandidaten mit weniger Mitteln massiv benachteiligt sind, wenn es um die Verbreitung ihrer Meinung geht.
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    2. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Die USA haben kein Zwei-Parteien-System. Es können dort so viele Parteien antreten wie sie wollen. Fakt ist aber, dass die US-Amerikaner vorzugsweise binär denken, also beispielsweise gut oder schlecht, oder für etwas oder dagegen, weil sie zu bequem sind, Zwischentöne zu betrachten. Das drückt sich dann eben auch in der Parteienlandschaft aus.
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    3. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Richtig, Herr Frei. Dazu nebenbei: Gemäss Doku „Get me Roger Stone“ haben die Republikaner in den 90ern durch Schmutzkampagnen eine aufkommende dritte Partei zerstört.
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