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Hitzige Debatte der demokratischen Präsidentschafts-Bewerber
Aus News-Clip vom 28.06.2019.
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TV-Duell der Demokraten Die Favoriten gaben sich keine Blösse

Es dauert zwar noch fast 500 Tage bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl. Doch bei den Demokraten ist in den letzten zwei Tagen der Wahlkampf lanciert worden: An zwei Abenden präsentierten sich 20 Bewerberinnen und Bewerber dem US-Fernsehpublikum.

Gerade mal zehn Minuten Redezeit blieb den sechs Kandidatinnen und vierzehn Kandidaten insgesamt, um auf sich aufmerksam zu machen. Nicht allen gelang es, diese Zeit effektiv zu nutzen. Am ersten Debattenabend waren selten inhaltliche Differenzen auszumachen unter den ersten zehn Kandidierenden.

Am besten wusste sich Favoritin Elisabeth Warren in Szene zu setzen. Sie überzeugte mit klaren Lösungsvorschlägen zur Krankenversicherung und zur wachsenden Ungleichheit in den Vereinigten Staaten.

In der Einwanderungsfrage überraschte der frühere Abgeordnete Julian Castro, der einzige Latino im Kandidatenfeld. Er verwies in einem beherzten Votum auf das Schicksal eines Migranten und seiner Tochter, die jüngst beim Versuch, die Grenze zu überqueren, ertrunken sind. Blass und bisweilen überfordert wirkte hingegen Beto O’Rourke, der vor Monaten noch als Hoffnungsträger gefeiert wurde.

Viele Angriffe gegen Trump

Mehr Leidenschaft und Auseinandersetzung bot der zweite Abend mit zehn weiteren Kandidatinnen und Kandidaten. Senatorin Kamala Harris griff den früheren Vizepräsidenten Joe Biden frontal an, wegen früherer Entscheidungen Bidens in der Bürgerrechtsfrage.

Der 76-jährige Joe Biden, der derzeit die Umfragen deutlich anführt, musste sich aber auch anhören, es sei Zeit, einer jüngeren Generation Platz zu machen. Die meisten Angriffe richteten sich aber in erster Linie gegen den amtierenden Präsidenten Donald Trump. Diesen bezeichnete beispielsweise Bernie Sanders als Schwindler, Lügner und Rassisten.

Diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten, die derzeit in den Umfragen an der Spitze liegen, gaben sich keine Blösse und konnten sich in den Debatten am überzeugendsten in Szene setzen. Wirkungslos blieben die beiden Polit-Aussenseiter, die Buchautorin Marianne Williamson und der Tech-Unternehmer Andrew Yang. Doch der Weg bis zur offiziellen Nominierung durch die Demokratische Partei ist noch weit. Die ersten Vorwahlen finden erst Anfang nächsten Jahres statt.

Matthias Kündig

Matthias Kündig

USA-Korrespondent, SRF

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Matthias Kündig berichtet seit Herbst 2018 aus Miami über die USA, Mexiko, Zentralamerika und die Karibik. Davor war er Produzent beim «Echo der Zeit» und Sonderkorrespondent in Ägypten. Kündig studierte an der Universität Bern Geschichte und Politologie.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Elsener  (Jelsi)
    Kamala Harris for President, die einzige die das Zeug und das Alter hat!
    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Falsch die wird es nie schaffen, sie ist zu Links und sie ist nicht die Jüngste es gibt viel die Jünger sind!
  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Wenn nicht Sanders, als die einzig glaubwürdige Alternative zu Trump, nominiert wird, wird Trump leichtes Spiel haben.
    MfG
    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Sanders ist eine Typische Alternative wie es die Europäer sehen, aber in den USA wähle die Amerikaner und auch dort bestehen die Wähler nich nur aus den Küsten Staaten, die Tendenziell eher Demokratisch wählen.
  • Kommentar von Janis Wolfisberg  (immensitas)
    Der Einzige echte Gewinner der Debatte ist Donald Trump. Während der Debatte wurden ernsthaft Themen wie Abtreibung für schwarze Transsexuelle angesprochen. Kann mir nicht vorstellen, dass man mit diesen Themen in einem Swing State wie Ohio eine Mehrheit hinter sich bringen kann. Aus meiner Sicht hat nur Joe Biden eine echte Chance gegen Trump, aber der wird aufgrund seiner zu konservativen Haltung von Demokraten wahrscheinlich nicht nominiert.