Zum Inhalt springen

International Ukraine-Krise: Putin kommt nach Berlin

Am Mittwoch wird die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Berlin empfangen. Zusammen mit den Staatschefs der Ukraine und Frankreichs sollen weitere Schritte zur Beilegung der Ukraine-Krise besprochen werden.

Gespräche an einem runden Tisch zwischen Merkel, Putin, Poroschenko und Hollande.
Legende: Das letzte Treffen zur Ukraine-Krise fand zwischen Merkel, Putin, Poroschenko und Hollande am 2. Oktober in Paris statt. Keystone/Archivbild

Die Umsetzung des Minsker Abkommens zur Beilegung der Krise in der Ukraine ist Thema eines Gipfeltreffens am Mittwochabend in Berlin.

Das Treffen sei zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den Präsidenten von Frankreich, der Ukraine und Russlands, François Hollande, Petro Poroschenko und Wladimir Putin, vereinbart worden, teilte die Bundesregierung mit. Auch Moskau bestätigte unterdessen Putins Teilnahme.

Treffen geplatzt

Letzmals hatten sich die vier Staatsoberhäupter am 2. Oktober 2015 in Paris getroffen. Um ein neues Vierer-Treffen wurde seit längerem gerungen. Nun habe Merkel ihre Kollegen nach Berlin eingeladen, teilte ihr Sprecher mit.

Eigentlich war für diese Woche ein Treffen in Paris geplant gewesen. Dieses hatte Putin vergangene Woche abgesagt, nachdem Hollande die russischen Luftangriffe in Syrien als «Kriegsverbrechen» bezeichnet hatte.

Diese Luftangriffe hat Russland jetzt verfrüht eingestellt, was kaum Zufall ist: Eigentlich war eine Waffenruhe in Aleppo für Donnerstag angekündigt worden. Einen Tag vor dem Gipfel in Berlin verkündete der russische Verteidigungsminister, dass die Waffenruhe ab sofort gelte. Bis am Donnerstag um 16 Uhr werde Aleppo nicht durch die russische und syrische Luftwaffe bombardiert.

Minsker Verträge

Das sogenannte Minsker Abkommen wurde im Februar 2015 auf Vermittlung Deutschlands und Frankreichs vereinbart. Der Friedensplan wird aber derzeit nur teilweise umgesetzt. Noch herrscht kein Waffenstillstand zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    @MC Die Ukraine ist nicht souveräner als die BRD. Dr. Schäuble äusserte sich 2011 bezüglich der BRD entsprchend. Ich behauptete nicht, dass Putin nicht korrupt sei, nur ist es idiotisch, sämtliche an Russland angrenzenden Staaten in die NATO aufzunehmen, weil dadurch ein gigantisches Spannungspotenzial aufgebaut wird. Wenn der Konflikt eskalieren sollte ist insbesondere auch die BRD massivst gefährdet wegen Ramstein, Büchel, Stuttgart und ???
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, das sehe ich auch so - und verschiedene Deutsche Militärstrategen auch. Sollten dereinst Deutschland tatsächlich gegen Russland scharf gemacht sein und in Europa tatsächlich Waffen sprechen, dann wäre Deutschalnd das Schlachtfeld. Deshalb verstehe ich die Deutsche Kriegspolitik nicht - NB gegen die eigenen Interessen... selbstverständlich ausser, wenn sie nicht selber entscheiden können...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Mueller (Elbrus)
    Der Friedensplan wird von der Ukraine in keinem einzigen Punkt umgesetzt. Das einzige was hilft ist ein kompletter Boykott von Ukrainischen Krediten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Und weil die Regierung noch keinen einzigen Punkt des Abkommen umgesetzt hat, sollte man jetzt eigentlich Sanktionen gegen die Ukraine erwarten dürfen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
    Die Frage ist, weshalb wollte die Ukraine 1991 den Schutz der USA? Weshalb will die Ukraine jetzt den Schutz der Nato? Wohl kaum weil die erlebte Zeit unter dem "Kreml" so toll war und auch nicht weil man grosses Vertrauen in Putin hat. Das Putin dies nicht will ist klar. Aber 1991 stimmten 90.3 % der UkrainerInnen für die Unabhängigkeit von RU, auch dies respektiert Putin nicht. Das grösste Problem ist wohl der Machtanspruch von Putin und sein Traum von Grossrussland.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Dilemma aber ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Ost-Ukraine lieber näher bei Russland bleiben wollen, weil dort viele Russen leben, die West-Ukraine sich an die EU & NATO binden will. Nur deshalb gibt es dort jetzt diesen Bürgerkrieg. Weshalb gewährt man der Ostukraine ihre Unabhängigkeit nicht? Sollen sie es doch ausprobieren. Putin gefällt wohl einfach nicht, dass sich die NATO & EU immer mehr an seinen Grenzen ausbreitet, sie dort ihre Raketenbasen einrichtet & Manöver durchführen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen