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Ukraine und pro-russische Separatisten tauschen Gefangene aus
Aus Tagesschau vom 29.12.2019.
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Ukrainer gegen Separatisten Gefangene Kämpfer in der Ostukraine sind frei

  • Im Osten der Ukraine sei der Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und pro-russischen Separatisten abgeschlossen, teilt das Büro des ukrainischen Präsidenten mit.
  • Demnach haben alle noch verbliebenen 142 Gefangene heimkehren können.
  • Laut der russischen Nachrichtenagentur RIA wurden 87 pro-russische Separatisten und 55 ukrainische Soldaten freigelassen.

Gegen 11 Uhr Ortszeit hatten zwei Busse mit ukrainischen Gefangenen die Kontrollstelle Majorske in der Pufferzone zwischen dem ukrainisch kontrollierten Gebiet und den selbsternannten Volksrepubliken passiert. Auch die Ukraine wollte Gefangene an die Separatisten übergeben.

Schweiz aktiv beteiligt

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An den Vorbereitungen des Gefangenenaustauschs war auch die Schweiz beteiligt. Dem Austausch seien intensive Verhandlungen in der Arbeitsgruppe Humanitäres der Trilateralen Kontaktgruppe vorausgegangen, teilt das Aussendepartement (EDA) mit. In der Trilateralen Kontaktgruppe haben die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Russische Föderation sowie die Ukraine Einsitz.

Die Arbeitsgruppe Humanitäres wird durch den Schweizer Koordinator, Botschafter Toni Frisch, geleitet und tagt im zweiwöchentlichen Rhythmus in der weissrussischen Hauptstadt Minsk. Die Arbeitsgruppe verhandelt neben der Freilassung von Gefangenen, die im Zusammenhang mit dem Konflikt stehen, auch Lösungen für weitere humanitäre Herausforderungen, wie es vom EDA heisst. Zu den wichtigsten Themen gehören dabei die Suche und Identifizierung von vermissten Personen sowie die Verbesserung der zivilen Übergänge über die Kontaktlinie.

Auf den Gefangenenaustausch hatten sich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski und der russische Präsident Wladimir Putin am Ukraine-Gipfel in Paris anfangs Dezember geeinigt – nach der Formel «alle gegen alle» bis Ende Dezember. Die Einigung war unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich zustande.

Erst Anfang September hatten Kiew und Moskau 70 Gefangene – 35 auf jeder Seite – ausgetauscht. Das war als Zeichen möglicher Fortschritte bei einer Lösung des Ukraine-Konflikts gewertet worden.

Der letzte grössere Gefangenenaustausch zwischen pro-russischen Separatisten und ukrainischen Streitkräften geschah im Dezember 2017. Damals wurden 233 Separatisten gegen 73 Ukrainer freigelassen.

Krieg hat 13'000 Opfer gefordert

In den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk bekämpfen sich ukrainische Regierungstruppen und pro-russische Separatisten seit 2014. In dem Konflikt sind nach UNO-Schätzung rund 13'000 Menschen ums Leben gekommen.

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