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Unerwartetes Eingreifen Istanbuler Polizei beendet Frauen-Demonstration jäh

Legende: Video Polizei in Istanbul stopp Demonstrationszug (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.03.2019.
  • Die türkische Polizei ist gegen eine Demonstration zum Weltfrauentag in Istanbul vorgegangen.
  • In den vergangenen Jahren waren die Märsche für Frauenrechte und gegen männliche Gewalt erlaubt – selbst während des Ausnahmezustands nach dem Putschversuch von 2016.
  • Der Einsatz der Polizei kam deshalb unerwartet. Von der Polizei gab es zunächst keine Stellungnahme.

Videos und Fotos auf oppositionellen türkischen Medienwebseiten wie T24, Evrensel oder Dokuz8Haber zeigten hustende Menschen, die sich in Gebäudeeingänge oder Seitengassen flüchteten.

Auch die grosse Zeitung «Cumhuriyet» berichtete, dass Tränengas eingesetzt worden sei. Einigen Videos in den sozialen Medien zufolge schossen Polizisten Gummigeschosse vor oder gegen die Füsse von Demonstranten.

Die grösste Demonstration zum Frauentag in der Millionenstadt Istanbul zieht normalerweise die Istiklal-Einkaufsmeile hinunter. Diesmal hatte die Polizei die Strasse, die am Taksim-Platz beginnt, schon früh am Abend und weit oben abgesperrt. Auch einige U-Bahn-Stationen an der Istiklal-Strasse waren gesperrt.

Eine Weile sangen und tanzten die mehrheitlich weiblichen Demonstranten an den Barrieren und forderten in Sprechchören, durchgelassen zu werden. Dann griff die Polizei ein und begann, sie auseinanderzutreiben.

Kleinere Protestaktionen gingen später in Seitenstrassen oder anderen Stadtteilen weiter. In der Hauptstadt Ankara durfte am Freitagabend ein ähnlicher Protestmarsch ungehindert stattfinden.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Es ist gut dass Demonstrantinnen auf die Stasse gehen, denn selbst SRF hat noch Angst, einzig die weibliche Form zu verwenden, es könnten ja einige Männer sich diskriminiert fühlen. ""Mehrheitlich weibliche Demonstranten" sind schlicht und einfach DEMONSTRANTINNEN. Die paar Männer und Knaben die mitgetanzt haben, sind mitgemeint, so wie die Frauen mitgemeint sind, wenn von Ärzten, Professoren, Immigranten oder Konsumenten geschrieben wird.
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      Frau Esslinger: Hier werfen sie dem SRF etwas vor das nicht zutrifft. Waren sie bei dieser Demo dabei um zu wissen ob es nur ein paar Männer und Knaben waren die mitgetanz haben? Wenn in einer Protestgruppe die Mehrheit Frauen sind schreibt man es auch so. Wenn man schreibt es sei eine Protestgruppe ausschliesslich mit Frauen auch wenn darunter auch Männer waren stellt man die Fakten anders dar als sie sind. Was kein seriöser Journalismus ist. Also hat sich das SRF korrekt verhalten.
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    2. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Noch was, solange die Frau aus der Rippe des Mannes gemacht ist.. wird es die Diskriminierung geben.. die hat Tradition.. habe einige Eheschliessungen mitgemacht in letzter Zeit.. (als Gast!!!) jedes Mal hat der Pfarrer diese Phrase gebracht.. wird in Europa nicht anders sein.. (Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er dem Manne entnahm..) steht in der Bibel, dem Koran und Google...
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Finde den Frauentag eigentlich eine gute Sache, welcher auch nach 100 Jahren noch Sinn macht. Wenn ich jedoch die Situation in Istanbul beurteile kann ich unseren extremen Feministinnen nur folgenden Vorschlag machen: Setzt in der Agenda den 08. März 2020 ein und geht zu Tausenden nach Istanbul und unterstützt die Frauen in der Türkei. Das hätte mehr Wirkung und wäre sinnvoller als Strassennahmen in der Schweiz zu "verweiblichen". Beste Grüsse!
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    1. Antwort von A. Keller (eyko)
      Um dann verhaftet zu werden. Das Regime Erdogan findet immer Gründe dazu. Die Drohungen der türkischen Regierung sind ein direkter Angriff auf die Demokratie und der Meinungsfreiheit. Nach den dreisten Drohungen der türkischen Führung, deutsche Urlauber bei der Einreise festnehmen zu lassen, müsste man umgehend eine Reisewarnung für die Türkei verkünden. Die Türkei verkommt immer mehr zu einer Diktatur.
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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Jämmerlich, kümmerlich und beschämend! Herr Erdogan muss ein sehr schlechtes Gewissen haben, dass er sogar Angst vor einer Demo für Frauenrechte haben muss. Muss mir noch jemand sagen wollen, er sei kein Diktator, der alle unterdrückt, die nur ein wenig wagen aufzubegehren. Wo bleiben die Sanktionen der westlichen Welt?
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    1. Antwort von Alexander Ognjenovic (Alex)
      Klar sind Sanktionen gegen die Türkei und das Erdoganregime schon längst angebracht aber die wird es nicht geben da die Türkei Freund und Partner der USA ist und noch dazu NATO-Mitglied ist! Kommt noch hinzu dass die Türkei alle Angriffskriege der USA gegen rohstoffreiche Länder unterstützt! Als solches ist die Türkei immun gegen Sanktionen! Leider
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