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Legende: Video Türkei verschiebt Truppen an die syrische Grenze abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.12.2018.
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Unklare Zukunft in Syrien Türkei verstärkt Grenzen

  • Nachdem die USA den Abzug ihrer Truppen angekündigt haben, brodelt es in Syrien.
  • Die Türkei hat ihre Truppen an der Grenze zum Kriegsgebiet verstärkt.
  • Und das obwohl das türkische Militär eine zuvor angekündigte Offensive verschieben wollte.
  • US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf Twitter geschrieben, er habe mit der Türkei einen langsamen und koordinierten Abzug vereinbart.

Ein Konvoi mit Panzern und Granatwerfern erreichte in der Nacht auf Montag den türkischen Grenzort Kilis. Türkische Soldaten und Militärfahrzeuge hätten bereits die Grenze nach Syrien überquert, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Erdogan übernimmt

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan sicherte nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vollständig zu besiegen.

Erdogan habe ihn darüber informiert, dass er «ausrotten wird, was auch immer von ISIS in Syrien übriggeblieben ist », schrieb Trump in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. «Unsere Soldaten kehren zurück nach Hause!»

Die beiden Präsidenten hatten sich zuvor in einem Telefonat über die Pläne für einen vollständigen US-Truppenabzug aus Syrien ausgetauscht. Trump hält den auch als ISIS bezeichneten IS für «weitgehend besiegt» und will die rund 2000 US-Soldaten aus Syrien abziehen.

Mattis' letzte Tat

Unter Berufung auf Quellen im Pentagon berichtete der Sender CNN am Sonntagabend, der Befehl zum Truppenabzug aus Syrien sei inzwischen offiziell unterzeichnet worden. Unterschrieben habe das Dokument der scheidende Minister Mattis persönlich, hiess es unter Berufung auf die namentlich nicht genannten Quellen. Details zum Ablauf des Abzugs der über 2000 Soldaten, wie etwa ein Zeitplan, wurden nicht genannt.

Der abtretende Verteidigungsminister James Mattis hatte eigentlich erst Ende Februar abtreten wollen, um den Übergang geordnet zu regeln. Er hatte seinen Rückzug kurz nach Trumps umstrittener Entscheidung für dem Truppenabzug aus Syrien angekündigt. Aus Protest gegen den Syrien-Entschluss erklärte auch der US-Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, seinen vorzeitigen Rücktritt.

Legende: Video Kurdische Wut über US-Abzug aus Syrien abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.12.2018.
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44 Kommentare

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  • Kommentar von Steff Stemmer (Steff)
    Wenn ich all die Kommentare hier lese erhalte ich den Eindruck von: Wirr! Mich erstaunt immer wieder, dass bei all den Diskussionen die Geschichte nicht mit einbezogen wird. Fehlt nur noch, dass jemand schreibt, Erdogan wird nächster Deutscher Ministerpräsident, da ja so viele Türken in Deutschland leben... :-) wünsche allen frohe Weihnachten!
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  • Kommentar von Jürg Häusermann (Ebenda)
    Anstatt herum zu lamentieren, würden die Europäer endlich mal besser eine Eingreiftruppe aufbauen. Dann können sie in solchen Fällen auch agieren. Die Amerikaner haben die Nase voll. Sie bezahlen die Rechnung, machen die Drecksarbeit, nie ist es richtig, was sie machen, alle wollen mitreden, wissen es besser, aber keiner will den Kopf/Portemonnaie hinhalten. Die Kurden tun mir wirklich leid, Opfer von Machtpolitik.
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    1. Antwort von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
      Vollkommen mit Ihnen einverstanden lieber Herr Häusermann. Aber der Entscheid, die Kurden fallen zu lassen, wo sie den Löwenanteil zur Dezimierung des IS geleistet haben, ist nicht traurig, sondern absurd. Die Amis sollten bei den Europäern beginnen, damit diese wieder lernen, für ihre Sichheit selber verantwortlich zu sein, und nicht die USA. Schöne Festtage.
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  • Kommentar von Arthur Meili (Arthur Meili)
    In dieser neuen Situation muessen die Kurden halt kooperieren mit Assad. Dann greifen die Tuerkei Syrien und nicht mehr das Kurdengebiet an. Dann wird sicher Russland reagieren.
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    1. Antwort von Zafer Zeybekoglu (Locos)
      Wissen Sie wer die Türkei ist?
      Anscheinent nicht!
      Die Türkei sowie die Schweiz haben gleiche Interessen und unterstützen denn Terror nicht.
      Was glauben Sie woher ein teil der Waffen gegen den Terror herkommen natürlich aus der Schweiz.
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